Fußball: 3. Liga
3:0-Sieg der Preußen ohne Verwöhnfaktor

Münster -

Keinerlei Probleme hatte der SC Preußen mit dem Schlusslicht Jahn Regensburg. Der 3:0-Erfolg war keine Gala, aber irgendwie auch souverän. Das Signal nach drei sieglosen Spielen werteten Trainer und Spieler als wichtiges Signal.

Sonntag, 08.03.2015, 17:28 Uhr aktualisiert: 08.03.2015, 19:01 Uhr
Resolut: Marcus Piossek reagiert nach einem Gestochere im Sgtrafraum am schnellsten und markiert das 1:0.
Resolut: Marcus Piossek reagiert nach einem Gestochere im Sgtrafraum am schnellsten und markiert das 1:0. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Ende war alles in die richtigen Bahnen gelenkt worden, der erwartete Sieg war perfekt, Preußen Münster beendete die Durststrecke von drei sieglosen Partien mit dem letztlich deutlichen 3:0 (1:0)-Heimerfolg über Schlusslicht SSV Jahn Regensburg. Der Verwöhnfaktor für die 8507 Besucher hielt sich in Grenzen, Spektakel sieht anders aus. Marcus Piossek (39.) sowie Amaury Bischoff (62. und 85./FE) sorgten für die Klärung der Sachlage.

Loose glücklich

Dass nicht „alles Gold war“, wollte Trainer Ralf Loose nicht verschweigen. Aber eines merkte der 52 Jahre alte Coach des Fußball-Drittligisten aus Münster auch noch an, warum die erste Frage nach einem Sieg immer negativ sei? Denn: „Ich bin erstmal glücklich, dass wir drei Punkte eingefahren haben. Wichtig war, dass wir mit einem Sieg oben dranbleiben. Wir hatten mehr Spielkontrolle, aber der Gegner besaß auch seine Schuss-Möglichkeiten. Es war die richtige Antwort auf die letzten drei Spiele.“ So.

Dienstag Pokal

Loose zufrieden, seine Männer waren es auch, das Publikum eigentlich auch, Aufgabe erfüllt, setzen und ab nach Hause zur Erholung. Bereits am Dienstag geht es im Westfalenpokal-Viertelfinale an gleicher Stelle gegen Landesligist BSV Schüren weiter. Am Samstag steht dann die nächste „Pflichtaufgabe“ in der 3. Liga auf dem Programm, wenn der SCP beim abstiegsgefährdeten Aufsteiger SGS Großaspach gastiert. Ein Sieg, na ja, natürlich, ist dann auch Pflicht.

Schlusslicht gleichwertig

Diese Aufgabe wird dann wohl ähnlich verlaufen wie gegen Regensburg. Das Schlusslicht aus Bayern war dabei in der ersten Hälfte in Münster durchaus gleichwertig, wollte aber auch nicht so recht auf Offensive setzen. Die Preußen mussten geduldig bleiben, erst nach gut 20 Minuten gab es die erste Chance für die Hausherren mit einem gefährlichen Freistoß von Bischoff. Doch was wäre passiert, wenn der Schlenzer von Aias Aosman nach einer halben Stunde im Preußen-Gehäuse gelandet wäre und nicht am Lattenkreuz?

Piossek bricht Bann

Marcus Piossek brach den Bann, er nutzte nach einem unübersichtlichen Gestochere die Chance zum 1:0 (39.). Tatsächlich war es damit um die Gäste aus Regensburg geschehen, von da an wurde das Schlusslicht der Liga seiner Position gerecht, nichts ging mehr, Fußball auf kleiner Flamme. Die Preußen kamen von nun an im Sparmodus zum Ziel. Bischoff mit einem wunderbar ins Tor gezirkelten Freistoß nach 62 Minuten sowie erneut der Franzose mit Saisontor Nummer neun, mit einem von Adli Lachheb an Thorsten Schulz verwirkten Foulelfmeter, stellten das 3:0 dann klar.

Bischoff übt täglich

„Eigentlich ist es mir egal, wer die Tore schießt, solange wir gewinnen“, freute sich der Doppelpack-Bischoff nach der Partie. Und meinte zu seinen ganz speziellen Künsten bei Freistößen: „Ich übe das täglich.“ Vor dem 2:0 hatte er das Spielgerät sogar noch extra um zwei Meter nach hinten gelegt, um die letztlich passende Flugkurve für seinen Schlenzer zu finden. Bischoff: „Das waren drei ganz wichtige Punkte für uns, und wir haben der Konkurrenz gezeigt, dass es immer noch ganz schwer ist, uns im eigenen Stadion zu schlagen.“

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