Fußball: B-Junioren-Bundesliga
1:1 gegen Bochum – U 17 der Preußen steigt nach acht Jahren ab

Münster -

Das war es schon für die U 17 des SC Preußen. Mit 1:1 zu Hause gegen den VfL Bochum war am zweitletzten Spieltag zu wenig für Münster. Der Abstieg in die Westfalenliga steht nach dem 1:0-Sieg von RW Essen gegen den 1. FC Köln fest.

Montag, 04.05.2015, 15:42 Uhr
Nur Zuschauer: Preuße Jonas Rüschenschulte (links) im Zweikampf mit dem Bochumer Erdinc Karakas.
Nur Zuschauer: Preuße Jonas Rüschenschulte (links) im Zweikampf mit dem Bochumer Erdinc Karakas. Foto: Jürgen Peperhowe

Aus und vorbei. Nach und nach machte die Information im Waldstadion in Coerde die Runde. Rot-Weiß Essen hatte den 1. FC Köln mit 1:0 geschlagen. Die Spieler des SC Preußen Münster sanken frustriert auf den Rasen, denn nun war gewiss, dass das soeben erreichte 1:1 (1:0)-Remis gegen den VfL Bochum zu wenig war, um die Klasse zu halten. Nach acht Jahren Erstklassigkeit verabschiedet sich Preußens U 17 aus der Bundesliga. Dabei wäre ein Sieg im letzten Heimspiel durchaus im Bereich des Möglichen gewesen.

Genug Chancen zur erneuten Führung hatten die Preußen ja. Der zwei Minuten zuvor eingewechselte Tobias Grothe setzte sich im Laufduell gegen Bochums Florian Meyer durch, fand jedoch in VfL-Schnapper Toni Bardick seinen Meister (65.). An dem war Jonas Rüschenschulte drei Zeigerumdrehungen später sogar schon vorbei, doch der Pass in die Mitte zu Ali Ibraim wurde abgefangen. Die beste Gelegenheit hatte Niklas Möllmann, der einen langen Ball stark annahm, doch den Schuss dann volley genau in des Torwarts Hände abfeuerte (73.).

„Mega-ärgerlich“

Der Schlussoffensive hätte es gar nicht erst bedurft, wenn Preußen sich fünf Minuten nach dem Seitenwechsel nicht das Gegentor zum 1:1 mit dem vom SCP-Trainer Henning Timpe versehenen Prädikat „mega-ärgerlich“ eingefangen hätte. „Den Konter können wir auf dem Weg zum eigenen Gefahrenraum mindestens dreimal unterbinden“, analysierte Timpe, der nur zusehen konnte, wie sich am Ende der Fehlerkette Bochums Fabian Wiegel als Torschütze feiern ließ (45.).

In Hälfte eins war der Gast die bessere Mannschaft, doch Preußen ging mit einem Tor Vorsprung in die Kabinen. Wie das? Die defensive Ordnung der Preußen lieferte den Beweis für die Ligatauglichkeit, die Kreativitätsabteilung nicht. Doch in Zeiten spielerischer Magerkost hatte Rüschenschulte plötzlich eine ziemlich gute Idee: Zweiter Ball, Annahme mit dem Rücken zum Tor, Drehung, Volley-Granate, rechter Winkel – ein Traumtor (26.) für den Gastgeber.

Zu großer Rückstand

Kaufen konnte sich Preußen am Ende dafür nichts. Vor dem letzten Spiel bei West-Meister Borussia Dortmund trennen die Adlerträger vier Punkte vom rettenden Ufer. „Wir haben jetzt 27 Punkte. Damit ist man in dieser Liga bisher selten abgestiegen. Es gab viele enge Spiele, wir hatten einiges an Pech, aber 26 Spiele ergeben schon ein korrektes Bild über den Stand in einer Liga. Das Ziel nächste Saison muss der Aufstieg sein“, sagte Timpe, der auch im nächsten Jahr an der Seitenlinie stehen wird. Dann allerdings in der Westfalenliga

Preußen U 17: Phil Komossa – Möllmann, Gül, Nieddu, Weid (72. Martinovic) – Schöne, Knüver (48. Conze) – Rüschenschulte, Schmitz, Ibraim – Exner (63. Grothe).

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