Fußball: 3. Liga
Preußen-Kapitän Truckenbrod wartet unaufgeregt auf ein Signal

Münster -

Zwölf Verträge beim SC Preußen laufen aus, ein großer Umbruch im Team ist beschlossene Sache. Ob es für Jens Truckenbrod, seit 2011 in Münster und dort jahrelang unumstritten, weitergeht, ist noch offen. Der Kapitän geht mit der ungewissen Lage aber recht entspannt um.

Mittwoch, 06.05.2015, 18:00 Uhr
Jens Truckenbrod (r.) steht vor einer ungewissen Zukunft in Münster.
Jens Truckenbrod (r.) steht vor einer ungewissen Zukunft in Münster. Foto: Jürgen Peperhowe

Von Nervosität keine Spur. Unaufgeregt wie am ersten Tag analysiert Jens Truckenbrod seine Lage: Der Vertrag des Preußen-Kapitäns läuft aus, vom Club gibt es noch kein Signal. Der Spieler würde gern noch ein Jahr kicken – am liebsten natürlich in Münster . Fest steht, dass er mit Frau Dana und den beiden Söhnen in Albachten bleiben will, auch nach dem Karriereende. „Wir fühlen uns so wohl, die Kinder sind hier aufgewachsen, die Nachbarn sind toll. Der Lebensmittelpunkt ist hier“, sagt der 35-Jährige.

Verdienste erworben

Ja, das Alter. Seine Trainer attestierten ihm stets perfekte Athletengene, einen Körper wie Mitte 20. „Aber wenn das Team verjüngt wird, habe ich keine Argumente“, räumt er ein. Für ihn spräche, dass er sich als Spielführer, Stammkraft, Sympathieträger in vier Jahren beim SCP Verdienste erworben hat. „In irgendeiner Form möchte ich Preußen erhalten bleiben, auch etwas zurückgeben. Der Verein liegt mir am Herzen, ich habe ei-ne enge Bindung aufgebaut.“

Eine Entscheidung erwartet Truckenbrod in Kürze, die Saison endet ja in 16 Tagen. „Ich habe Bock zu spielen, bis 36 war mein Ziel. Denn das Profi-Dasein wird die schönste Zeit bleiben.“

Trainerjob interessant

Eventuell ist später der Trainerjob interessant. Den C-Schein hat der Drittliga-Rekordspieler (230 Einsätze, 134 für Münster), die nächste Etappe ist schon in Planung. „Eigentlich reizt mich vor allem das Fußball-Business. Aber vielleicht mache ich doch was ganz anderes. Was Verrücktes.“ Das Wichtigste betont der Routinier am Ende: „So oder so bin ich mit mir im Reinen.“

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