Fußball: 3. Liga
Preußen gegen Kickers mit der allerletzten Chance

Münster -

Im vorletzten Heimspiel erwarten die Preußen am Samstag die Stuttgarter Kickers. Mit einem Sieg könnte Münster nochmal in das Rennen um Platz vier eingreifen. Trainer Ralf Loose setzt auf den Willen seiner Spieler, den er in der Vergangenheit allerdings häufiger vermisste.

Freitag, 08.05.2015, 00:00 Uhr aktualisiert: 08.05.2015, 21:40 Uhr
Philipp Hoffmann (r.) überzeugte zuletzt im Training, bekam mehr Spielanteile und brachte Schwung – allerdings sieht Trainer Ralf Loose weiterhin Steigerungspotenzial beim Ex-Saarbrücker.
Philipp Hoffmann (r.) überzeugte zuletzt im Training, bekam mehr Spielanteile und brachte Schwung – allerdings sieht Trainer Ralf Loose weiterhin Steigerungspotenzial beim Ex-Saarbrücker. Foto: Jürgen Peperhowe

Alles andere als neun Punkte aus den verbleibenden drei Partien würde wohl bedeuten, dass der SC Preußen Platz vier und damit den DFB-Pokal verpasst. Vier Zähler sind es für den Fünften aktuell auf die Stuttgarter Kickers , die es einzuholen gilt und die am Samstag (14 Uhr) an der Hammer Straße antreten. Darüber hinaus lauern Energie Cottbus, der Hallesche FC und der Chemnitzer FC im Nacken. „Die Ausgangslage ist klar“, sagt Trainer Ralf Loose .

Wie groß ist der Wille?

Er räumt den Schwaben sogar noch Aufstiegschancen ein, spricht von einem „intakten und spielerisch guten Team, das im Mittelfeld und Angriff starke Individualisten“ habe. Die Frage, die sich bei den Preußen aufdrängt, lautet: Wie groß ist der Wille noch, dieses eine letzte Saisonziel irgendwie doch zu packen? „Ich bin überzeugt, dass alle alles daran setzen werden“, sagt Loose, räumt aber auch gleichzeitig ein: „Mit mehr Entschlossenheit wäre bei uns in vielen Partien mehr drin gewesen. Da haben wir zu oft Schwächen gezeigt.“ Das Thema ist nicht neu. Vieles im sportlichen Bereich drehte sich zuletzt um diesen Punkt. Stichwort: individuelle Mentalität. „Auch mit Blick Richtung Zukunft müssen wir uns in dem Bereich verbessern“, so der Coach.

Siegert trainiert weiter

Für den Schlussspurt muss aber noch das vorhandene Personal herhalten. Benjamin Siegert trainiert wieder und dürfte auch mangels Alternativen wie der zuletzt krank pausierende Marco Pischorn im Aufgebot stehen. Vorne rechts bleibt Philipp Hoffmann in der Startelf, der zuletzt als einer der wenigen einen Aufwärtstrend nachwies. „Schnelle Typen wie ihn für Konter haben wir kaum im Kader. Deshalb besitzen wir ja auch keine gute Auswärtsbilanz“, so Loose. „Er gewinnt an Substanz, kommt aber zu selten zu Abschlüssen oder Vorlagen.“

Suche nach Gründen

Bei der Suche nach Gründen für den Absturz der vergangenen drei Monate fallen immer wieder die Namen der Fehlenden. Dennis Grote, Soufian Benyamina, die vor der Saison gingen. Oder Erik Zenga, der sich im Winter verletzte. „Er ist nicht zu ersetzen, das kann auch Jens Truckenbrod auf seine Weise nicht“, so Loose. Auf seinen Kapitän baut er dennoch weiter. Dessen Vize bleibt bis zum Saisonende und vermutlich auch danach außen vor: Der suspendierte Dominik Schmidt hat sich beim Verein krank gemeldet.

► SCP: Schulze Niehues – Berzel, Scherder, Heitmeier, Schulz – Truckenbrod, Bischoff – Hoffmann, Piossek, Kara – Reichwein

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