Fußball: A-Junioren-Bundesliga
U 19 der Preußen bleiben nach 3:0 über BVB erstklassig

Münster -

Die U 19 des SC Preußen hat den Klassenerhalt gepackt. Dank eines 3:0-Erfolges gegen Borussia Dortmund war Münster gar nicht mehr Gelsenkirchener Schützenhilfe angwiesen. Eine immense Steigerung im letzten Saisondrittel brachte am Ende den verdienten Lohn.

Sonntag, 10.05.2015, 13:56 Uhr aktualisiert: 10.05.2015, 16:51 Uhr
Ein Schlückchen Sekt war schnell griffbereit für die U-19-Junioren der Preußen nach dem 3:0-Sieg gegen Dortmund, der den Klassenerhalt bedeutete.
Ein Schlückchen Sekt war schnell griffbereit für die U-19-Junioren der Preußen nach dem 3:0-Sieg gegen Dortmund, der den Klassenerhalt bedeutete. Foto: Wilfried Hiegemann

Nerven bewahrt und ins Ziel gesprungen: Preußen Münster darf eine sechste Bundesliga-Serie seiner U 19-Fußballer planen. Mit dem 3:0 (0:0) gegen eine mäßig aktive und 75 Minuten in Unterzahl spielende Borussia aus Dortmund gelang der Klassenerhalt aus eigener Kraft. Es gab auch Schützenhilfe aus Gelsenkirchen. Münster hätte durch das 6:0 des Meisters FC Schalke beim Bonner SC die absteigenden Rheinländer selbst als Verlierer auf Distanz gehalten.

Feiern inklusive

Mit dem sechsten Dreier ließ es sich aber besser feiern. Erst auf dem bestens bespielbaren Rasen in Coerde, später in der Innenstadt. „Uns allen ist danach, diese Serie jetzt richtig sacken zu lassen“, war Trainer Cihan Tasdelen noch der Stress anzumerken. „Wir haben uns den Erfolg verdient, weil wir mit der Zeit eine stabile Elf gefunden haben.“ In der langen und von etlichen Ausfällen geprägten Problemphase „haben alle immer wieder positiv angepackt. Egal wo sie auch spielen mussten.“

Stoll früh raus

Für Stürmer Lennart Stoll, dessen Einsatz fraglich war, setzte es fix den nächsten Rückschlag. Nach einem Kopfballduell verletzte er sich am Knie und schied aus (8.). Nils Burchardt kam, ging links in die Kette und schob Emirhan Danabas und Alessandro Tomasello jeweils um eine Position vor. Der BVB sorgte selbst für seine Schwächung. Innenverteidiger Emmanuel Mbende leistete sich ein Notbremsenfoul gegen Kay Michel (15.) und sah Rot. Pascal Stenzel übernahm den Job in der Kette und sah einen Lattentreffer von Michel (20.). Die tief stehenden Preußen setzten Nadelstiche, Dortmund nutzte das Platzangebot wenig vehement aus.

Plan geht auf

„Es war der Plan, zunächst nur Angriffe zu stoppen und dann im veränderten Stil den BVB zu überraschen“, gab Tasdelen preis. Für die nach dem Wechsel deutlich offensiveren Preußen eilte Michel gegen die geballte, aber hier nur zusehende Konkurrenz davon und traf nach einer Stunde. Ehe er seinen Doppelpack klar machte (78.) – mit acht Treffern wurde er bester Torschütze – legte er Alessandro Tomasello das 2:0 vor (75.). Entscheidend beteiligt war jeweils der schnelle US-Boy Cody Sweatte. Gegen die griffig umgesetzten Konter fanden die Gäste schon gedanklich kein Mittel.

Tasdelen und Assistent Patrick Wensing – Kieran Schulze-Marmeling scheidet als zweiter Co-Trainer studienbedingt aus – müssen mit dem Nachteil leben, erst jetzt planen zu können. Nur ein Quartett bleibt, sieben U 17-Preußen rücken hoch.

Preußen U 19: Dedovic (86. Kurt) – Voß, Schweers, Gorkow, Danabas (69. Sweatte) – Elitok, G. Tomasello, Holtmann, A. Tomasello – Stoll (8. Burchardt), Michel (82. Schlesiger).

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