Fußball: 3. Liga
Preußen müssen Geldgürtel enger schnallen

Münster -

Durch fehlende Einnahmen im DFB-Pokal und weniger attraktive Gegner drohen dem SC Preußen einige finanzielle Einschnitte. Der Etat dürfte um etwa 1 Million Euro sinken. Immerhin bleiben die Sponsorenmittel konstant.

Mittwoch, 13.05.2015, 11:00 Uhr aktualisiert: 13.05.2015, 11:43 Uhr

Was wird sich der SC Preußen Münster in der kommenden Saison überhaupt leisten können, nachdem der Bayern-Effekt verbraucht wurde und die Nicht-Teilnahme am DFB-Pokal fest steht? Bei der Lizenzierung beim DFB für die 3. Liga wurde konservativ kalkuliert. Aktuell findet die Übergabe im Finanzsektor von Ehrenratspräsident Hannes Pfeiffer zum neuen Präsidiumsmitglied Mike Schmitz statt. Der aktuelle Etat von 7,993 Millionen Euro dürfte kaum erreichbar sein, eher knapp sieben Millionen Euro dürften es am Ende werden.

Bayern-Effekt verpufft

Der Bayern-Effekt war dabei nicht nur die höhere Zuschauereinnahme und ein Plus im Merchandising-Bereich. Nein, der SCP profitierte dabei auch von deutlich mehr verkauften Dauerkarten (rund 5000) und gestiegenen Mitgliederzahlen – so konnten Vorkaufsrechte für Tickets für das Pokalspiel gegen Bayern München erlangt werden. Was bliebt für die neue Saison:

►  Sponsoren: Das Team von Dirk Kugel dürfte mindestens die Marke der Vorsaison erreichen, also 4,2 Millionen Euro und 270 Sponsoren. Allerdings stößt der SCP aktuell an Vermarktungsgrenzen, die Basis ist allerdings famos.

►  TV-Gelder: Diese dürften sich zwischen 750 000 und 850 000 Euro einpendeln. Für jede Bundesliga-Reserve mehr in der 3. Liga steigt der Betrag des SCP um gut und gerne 40 000 Euro an.

►  DFB-Pokal: Hier gehen dem SCP 140 000 Euro per se flöten, zudem die Hälfte der Zuschauereinnahmen des ersten Spiels – Minimum fehlen 200 000 Euro.

►  Zuschauer: Die Preußen werden erstmals durchschnittlich über 9200 Zuschauer bei den Punktspielen begrüßt haben, nach 18 Partien haben 168 602 Menschen die Heimspiele gesehen. Die Bayern sahen 16 797 Besucher, in zwei Westfalenpokal-Partien kamen 4415 Zuschauer dazu. Fast 200 000 Menschen werden am Ende der laufenden Saison ein Preußen-Spiel gesehen haben. Für die kommende Saison werden diese Zahlen nur noch schwer zu erreichen sein, das ausverkaufte Derby gegen Arminia Bielefeld fällt wohl weg, aus der Regionalliga gibt es absehbar nur wenige zugkräftige Gegner, allenfalls Kickers Offenbach könnte das sein. Aus der 2. Bundesliga drohen ebenfalls wenig interessante Absteiger wie Erzgebirge Aue oder der VfR Aalen. Da können schnell mal 50 000 Zuschauer in der Gesamtbilanz fehlen.

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