Fußball: 3. Liga
Preußen-Trainer Loose sieht sicht bereit für den Umbruch

Münster -

Zwei Spiele haben die Preußen noch vor der Nase, doch auch Trainer Ralf Loose – mit einem Vertrag bis 2016 ausgestattet – blickt schon auf die neue Saison. Den zu erwartenden Umbruch traut er sich zu, eine Verjüngung trägt er mit. Doch nur auf unerfahrene Profis zu setzen, wäre nicht sein Ding.

Mittwoch, 13.05.2015, 18:43 Uhr aktualisiert: 14.05.2015, 16:09 Uhr
Hat die Saison noch nicht abgehakt: Preußen-Trainer Ralf Loose.
Hat die Saison noch nicht abgehakt: Preußen-Trainer Ralf Loose. Foto: Jürgen Peperhowe

Luft raus, abschenken, Urlaub? Preußen-Trainer Ralf Loose sieht die beiden letzten anstehenden Aufgaben der Fußball-Saison 2014/15 bei der Spielvereinigung Unterhaching und daheim gegen Borussia Dortmund  2 nicht als lästige Pflichtaufgaben.

„Alles reinwerfen“

Vielmehr schreibt er seiner Mannschaft ins Stammbuch: „Es geht noch zwei Mal darum, alles reinzuwerfen. Bei manchen Spielern laufen die Verträge aus, bei anderen nicht. Wir müssen als Sportler immer den absoluten Ehrgeiz haben, Spiele gewinnen zu wollen.“ Und auch das stellt er in den Raum: „Was uns erwartet? Die Unterhachinger kämpfen um den Klassenerhalt, bei uns hat dagegen das Mittelfeld in der Wochenmitte nicht trainieren können. Wir müssen zudem die individuellen Fehler abstellen. Es gibt einiges aktuell zu tun.“

Mit Amaury Bischoff, Jens Truckenbrod und Marcus Piossek war tatsächlich das zentrale Dreieck der Preußen am Mittwoch nicht einsatzbereit. Das Trio sollte aber bis zum Samstag wieder fit sein. Diese Hoffnung schwingt mit, viele Alternativen hat Loose nicht. Mit Siegen in Unterhaching und gegen Dortmund will der SCP seine Position im oberen Tabellendrittel halten.

Unruhe ärgert Coach

Die Unruhe im Umfeld nach nur zwei Siegen aus den letzten zehn Partien ist auch an dem 52-Jährigen nicht spurlos vorbeigegangen. Die „Loose raus“-Kantaten zuletzt beim 2:3 im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers haben ihm nicht gefallen: „Darüber bin ich enttäuscht, was soll ich dazu sagen? Ich weiß, woher die Preußen in meiner Zeit kommen. Das war eine schwierige Situation, wir haben uns gut entwickelt.“ Dass es im Aufstiegsrennen nicht geklappt hat, seo natürlich enttäuschend, aber: „Wir waren in der ersten Saisonhälfte für unsere Verhältnisse überdurchschnittlich unterwegs. Auf der Zielgerade wollten wir dabei sein, aber gegen Kiel und Wiesbaden haben wir entscheidende Punkte liegengelassen. So schlecht war alles nicht.“

Auch bei Loose geht der Blick nach vorn, sein Vertrag läuft bis Sommer 2016. Er weiß um den Umbruch, der im Kader bevorsteht. Alle Positionen sollen doppelt besetzt sein, dazu kommen drei Torleute und Spieler aus der eigenen Jugend, er rechnet also mit einem 24 oder 25 Spieler großen Kader. Die Neustrukturierung der Mannschaft, sie wird kommen, er traut sie sich zu.

Kein reiner „Jungbrunnen“

Einen reinen „Jungbrunnen“ in Münster kann er sich dabei nicht vorstellen. „Man muss nur auf die Zweitvertretungen schauen, wo die stehen“, sagt er. Sein Hinweis: Der VfB Stuttgart 2 ist 15., der FSV Mainz 05  2 ist Viertletzter, Borussia Dortmund 2 ist 19. und damit auf einem Abstiegsrang. Nur auf Talente zu setzen, das „werde wohl nicht die Richtung in Münster sein“. Ein Mix soll her, ob dem SCP-Anhang ein so genanntes Übergangsjahr bevorstehen wird, weiß Loose nicht. „Es gilt vor allem zu klären, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, damit wir die entsprechenden Spieler finden können. Der neue Weg wird viel Energie kosten“, sagt er. Und hält es nicht für ausgeschlossen, dass der SCP in der neuen Spielzeit „kleinere Brötchen“ backen und die eigenen Ansprüche zurückschrauben muss.

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