Fußball: 3. Liga
Preußen Münsters trostlose Abschiedstournee

München -

Der SC Preußen Münster kommt auf der Zielgeraden dieser Saison nicht mehr so richtig auf die Beine. Vorne sind die ersten Teams bereits im Ziel, da hechelt der SCP noch hinterher – und kassierte in Unterhaching die nächste Niederlage.

Sonntag, 17.05.2015, 18:00 Uhr aktualisiert: 17.05.2015, 18:11 Uhr
Kapitän Jens Truckenbrod holt sich nach der Niederlage in Unterhaching Streicheleinheiten bei den treusten Preußen-Fans. Die mussten in München einmal mehr große Leidensfähigkeit an den Tag legen.
Kapitän Jens Truckenbrod holt sich nach der Niederlage in Unterhaching Streicheleinheiten bei den treusten Preußen-Fans. Die mussten in München einmal mehr große Leidensfähigkeit an den Tag legen. Foto: Sebastian Sanders

Wer gegen die schlechteste Defensive der 3. Liga in 90 Minuten keine zwingende Torchance erspielt, wer im Februar noch Zweiter ist und dann nur zwei von 13 Partien gewinnt, der hat wenig Argumente. Die aktuelle Mannschaft des SC Preußen müht sich gerade, den letzten Kredit, den Fans und auch Verantwortliche ihr einräumen, zu verspielen. Coach Ralf Loose sitzt da natürlich mit im Boot, brachte die aktuelle Misere aber leicht verschlüsselt und doch bemerkenswert offen auf den Punkt: „Jeder muss für sich bewerten, ob es mangelnder Einsatz oder mangelnde Klasse war.“ Das sagte er nach dem 0:1 bei der SpVgg Unterhaching, der vierten Pflichtspielpleite in Serie .

SC Preußen gegen SpVgg Unterhaching

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Biss und Entschlossenheit fehlen

Qualität haben alle 14 Akteure, die da im Sportpark auf dem Rasen standen, nicht nur in dieser Spielzeit oft nachgewiesen. Bliebe also der erste Aspekt der Trainer-These. Fehlendes Engagement. Den Ultras hatten es die Spieler vor einer Woche versprochen, die Bosse und auch Loose hatten es gefordert: wenigstens nicht hängen lassen zum Saisonfinale. Lustlosigkeit war dem Team nun nicht vorzuwerfen, doch Biss und Entschlossenheit fehlten eben auch. Münster zeigte Ballfertigkeit, hatte Ansätze netter Kombinationen im Repertoire - aber die abstiegsgefährdeten Hachinger wollten einfach diesen Sieg. Und das langte dem nicht gerade furchteinflößenden Gastgeber.

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„Es gab gute Szenen, einige Male haben wir den letzten Pass nicht gespielt“, so Loose. „Wir haben eben nicht den Abschluss gefunden, also müssen wir unsere eigene Leistung sehr kritisch beleuchten.“ Ein geblockter Versuch von Mehmet Kara (18.), ein Schuss von Philipp Hoffmann (62.), den der 18-jährige Debütant Yannik Öttl problemlos hielt, und ein sehr unplatzierter Kopfball von Marcel Reichwein (67.) - das war das magere Arbeitszeugnis der SCP-Offensive. „In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht, aber es fehlten Durchschlagskraft und Esprit“, sagte Loose. „Man muss auch mal Flanken zum Mann kriegen. Das war absolut enttäuschend, zumal Unterhaching nicht gerade überzeugt hat.“

Harmlose Gastgeber nie gefährdet

Kara dribbelte sich ein Dutzend Mal hoffnungslos fest, seine Nebenleute waren - temporäre Ausnahme Marcus Piossek - kaum präsent. Beim Gegentor patzten Benjamin Siegert und Marc Heitmeier, Alon Abelskis Zuspiel verwertete Dominik Widemann (24.). Die eher harmlosen Hausherren scheiterten noch zweimal an Keeper Daniel Masuch, durch Yannic Thiel (66.) und Pascal Köpke (68.).

Die diesmal frühen und offensiven Wechsel der Preußen verpufften, die Luft ist einfach bei allen raus. Welche Konsequenzen solche Auftritte haben, werden die nächsten Wochen bei der Kaderplanung zeigen. Dass viele Akteure vertragslos in der Luft hängen, wird kaum als Erklärung für solche Vorstellungen dienen. Profitum ist das Stichwort. Und gerade die langfristig Gebundenen blieben in Unterhaching blass.

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