Fußball: 3. Liga
Vier Trainingsgäste bei den Preußen, Schmidt-Vertrag aufgelöst

Münster -

Der SC Preußen hat derzeit vier Testspieler im Training, unter anderem Sascha Herröder und Fabian Burdenski. Marcus Piossek, der im ersten Test am Donnerstag bei Concordia Albachten ausfällt, will laut Coach Ralf Loose in Münster bleiben. Die Vertragsauflösung von Dominik Schmidt steht derweil unmittelbar bevor.

Mittwoch, 24.06.2015, 17:39 Uhr aktualisiert: 24.06.2015, 18:36 Uhr
Konzentriertes Arbeiten im Training erwartet Trainer Ralf Loose von seiner Mannschaft. Kurz vor dem ersten Testspiel heute Abend in Albachten präsentierten sich auch einige Gäste in den Einheiten, etwa Wal Fall (Mitte, lange Hose).
Konzentriertes Arbeiten im Training erwartet Trainer Ralf Loose von seiner Mannschaft. Kurz vor dem ersten Testspiel heute Abend in Albachten präsentierten sich auch einige Gäste in den Einheiten, etwa Wal Fall (Mitte, lange Hose). Foto: Jürgen Peperhowe

Sie arbeiten konzentriert. Kraftübungen, Torabschlüsse, Sprints, Passwege, Spielformen. Die Profis des SC Preußen sind nach einer halben Woche längst im Vorbereitungsalltag angekommen. Trainer Ralf Loose verbreitet einen gewissen Grad an Zuversicht. „Alle sind willig, die Stimmung ist gut. Parallel suchen wir weiter nach Spielern – vor allem für die Schlüsselstellen.“

Auch wenn der Fokus für ihn und sein Team ganz klar auf dem Trainingsplatz liegt, gab es am Mittwoch dann doch auch für einen kurzen Moment Ablenkung. Ex-Kapitän Jens Truckenbrod schaute bei der ersten von zwei langen Einheiten vorbei. Großes Hallo, ein paar launige Sprüche, vor allem von den verbliebenen Ex-Kollegen. Das muss eben auch sein. Der 35-Jährige, dessen Vertrag nicht verlängert wurde, soll dem Verein auch künftig erhalten bleiben und womöglich Marketingchef Dirk Kugel in der Sponsorenbetreuung unterstützen.

Müller in Form

Von seinen Nachfolgern hinterlässt bisher Felix Müller einen sehr guten Eindruck. Präsentieren durften sich am Mittwoch auch vier Probespieler. Fabio Abbruzese (22/SV Seligenporten), Wal Fall (22/Austria Lustenau), Sascha Herröder (27/SpVgg Unterhaching) und Fabian Burdenski (23/FSV Frankfurt) sind auch am Donnerstag noch mal am Ball, gegebenenfalls und bei vorliegender Spielgenehmigung auch im ersten Test am Abend bei A-Kreisligist Concordia Albachten (18.30 Uhr) innerhalb der Stadtgrenzen. „Wir wollen Tore erzielen und uns den Fans zeigen, die sind sicher neugierig“, so Loose. Für den Nachbarn von der Hohen Geist ist es jedenfalls zweifellos das Spiel des Jahrzehnts, die Elf von Coach Simo Sroub (in der abgelaufenen Saison Sechster) ist stolz, zum 60-jährigen Vereinsbestehen Premierensparringspartner des prominenten Nachbarn zu sein.

Piossek angeschlagen

Der tritt allerdings definitiv ohne einen seiner Leistungsträger an. Marcus Piossek muss mit einer Leistenzerrung vier bis fünf Tage pausieren. Ein Wechsel des Offensivchefs ist aber offenbar vom Tisch. „Er will bleiben und vielleicht sogar verlängern“, sagt Loose. „Wir harmonieren gut, er braucht Vertrauen.“ Der interessierte 1. FC Kaiserslautern war ohnehin kaum bereit, den aufgerufenen sechsstelligen Betrag hinzublättern. Während Sportvorstand Carsten Gockel am Mittwoch auf einer Managertagung weilte, formulierte sein Trainer erneut seinen Wunsch nach Verstärkungen. „Bedarf herrscht überall, im Moment haben wir etwa keinen einsatzfähigen Rechtsverteidiger.“ Aber auch im Sturm, im offensiven Mittelfeld und auf der Sechs fehlen gestandene Kräfte. Inwieweit die Testspieler in Frage kommen, ist offen. Für Innenverteidiger Herröder (drei Drittliga-Spiele), der unter anderem für die SF Lotte, Alemannia Aachen und den VfR Aalen auflief, gäbe es durchaus Verwendung. Er hat wie Mittelfeldmann Burdenski – Sohn von Ex-Nationalkeeper Dieter – eine Seuchensaison hinter sich. Offensivspieler Abbruzese agierte in der vergangenen Rückrunde ohne nennenswert aufzufallen beim Süd-Regionalligisten Seligenporten (vier Partien), während Fall in Österreich am Ende keine Spielanteile mehr bekam. Der angekündigte Noah Korczowski (21/VfL Wolfsburg II) sagte kurzfristig ab.

Schmidt-Kontrakt aufgelöst

Am Abend bestätigte der Verein dann auch die Auflösung des Vertrags von Dominik Schmidt, der noch bis 2016 gelaufen wäre. Der frühere Abwehrchef (72 Drittliga-Spiele für den SCP) war seit April freigestellt und könnte schon am Donnerstag beim Drittliga-Rivalen Holstein Kiel unterschreiben (wir berichteten). Eine Ablöse ist damit hinfällig, eine Abfindung aber wohl auch. Aaron Berzel, den der SCP ebenso loswerden möchte, sieht sich aktiv und vielversprechend nach neuen Arbeitgebern um.

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