Fußball: 3. Liga
Preußen gewinnen 3:0 in Kinderhaus, doch Scherder schwer verletzt

Münster -

Der SC Preußen hat auch sein zweites Testspiel in Münster gewonnen. Beim Bezirksligisten Westfalia Kinderhaus gab es einen mäßigen 3:0-Erfolg, der Gastgeber spielte trotz Trainingspause sehr gut mit. Simon Scherder zog sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes im Knie zu, diese Nachricht warf einen Schatten auf die Partie.

Sonntag, 28.06.2015, 18:11 Uhr aktualisiert: 29.06.2015, 15:46 Uhr
Linksverteidiger Felix Müller (r.) setzt sich hier im Duell mit dem Kinderhauser Routinier Thomas Eichler durch. Auf dem unteren Bild entwischt Torschütze Mehmet Kara Westfalia-Kapitän Gerrit Göcking (r.).
Linksverteidiger Felix Müller (r.) setzt sich hier im Duell mit dem Kinderhauser Routinier Thomas Eichler durch. Auf dem kleinen Bild entwischt Torschütze Mehmet Kara Westfalia-Kapitän Gerrit Göcking (r.). Foto: Peter Leßmann

Sportlich war der zweite Test des SC Preußen keine Offenbarung, auch wenn es im Stadtduell bei Westfalia Kinderhaus ein höheres Resultat als 3:0 (2:0) hätte geben können. Vielmehr stand aber die Verletzungs- und Personalproblematik im Fokus. Am Samstag absolvierten die Drittliga-Spieler zwar den obligatorischen medizinischen Check vor Saisonbeginn bei Teamarzt Dr. Tim Hartwig ohne größere Beanstandungen, doch einen Tag später ballten sich die schlechten Nachrichten. Neben Marcus Piossek (Leistenprobleme) musste auch Jesse Weißenfels passen, der wegen heftigerer Fußbeschwerden am Montag in die MRT kommt. Und dann verdrehte sich auch noch Simon Scherder kurz nach der Pause bei einem Offensivausflug unglücklich das rechte Knie, sodass das Eigengewächs eine längere Pause befürchten muss.

Loose schont Künstler

„Das sah nicht gut aus. Wir können nur hoffen“, sagte Trainer Ralf Loose, der angesichts dieser Szene den restlichen Verlauf der Partie gar nicht erst übermäßig thematisieren wollte. „Der Gegner war am Ende sehr defensiv, ist doch klar. Außerdem habe ich in der zweiten Halbzeit Amaury Bischoff und Mehmet Kara geschont.“ Am Abend stellte sich dann heraus, dass sich Scherder tatsächlich einen Riss des vorderen Kreuzbandes zugezogen hatte.

„Simon können wir jetzt für den Verlauf der Hinrunde leider nicht mehr einplanen. Wir werden uns in den nächsten Tagen beratschlagen, wie die weiteren Behandlungsschritte für ihn aussehen sollen“, kommentiert Sportvorstand Carsten Gockel in einer ersten Reaktion den Ausfall des Abwehrspielers. Der Verteidiger selbst zeigte sich kurz nach dem Befund gefasst: „So was passiert im Fußball leider. Und auch wenn ich gehofft hatte, dass mich so etwas nie trifft, muss es trotzdem weitergehen.“

Richtig rund lief der SCP-Motor auch schon im ersten Durchgang nicht. Das lag jedoch auch an einem Gastgeber, der taktisch gut eingestellt und mit viel Disziplin verteidigte. Vor 1100 Zuschauern versuchte der Außenseiter anders als am Donnerstag Concordia Albachten auch fußballerische Akzente zu setzen. Co-Trainer Jochen Bisping, der Chefcoach Frank Busch (Urlaub) vertrat, propagierte von außen immer wieder die spielerische Lösung. „Genau das hatten wir uns vorgenommen, auch an der Kugel mitzuhalten. Es hat gut geklappt, das Ergebnis war zweitrangig.“ Für Westfalia ging es ja auch darum, die neue schmucke Sportanlage an der Großen Wiese zu präsentieren. „Das war gute Werbung“, meinte Bisping.

Krohne wieder zum 1:0

Wie in Albachten brachte Rogier Krohne sein Team in Führung (22.), Kara erhöhte eine Viertelstunde später nach einem wirklich schönen Solo durch die Kinderhauser Abwehr (37.). Dazwischen lag allerdings auch eine dicke Chance für den Bezirksligisten. Preußen-Keeper Niklas Lomb, erstmals und lautstark zwischen den Pfosten, reagierte dabei hervorragend gegen Dominic Tomassos Schuss (31.).

Das Scherder-Unglück war zu Beginn des zweiten Abschnitts dann ein Schock für den Gast. Der für den Verteidiger eingewechselte Abdenour Amachaibou erhöhte immerhin noch auf 3:0 (81.) aus kurzer Distanz.

► SCP: Lomb (46. Schulze Niehues) – Scherder (52. Amachaibou), Pischorn, Schweers, Müller (46. Heitmeier) – Wiebe, Bischoff (46. Schwarz) – Kara (46. Reichwein), Stoll, Hoffmann – Krohne

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