Fußball: 3. Liga
Preußen-Pechvogel Scherder gibt sich nach Kreuzbandriss kämpferisch

Münster -

Simon Scherder fehlt wegen eines im Testspiel erlittenen Kreuzbandrisses ein halbes Jahr. Auf diesen Schock muss der SC Preußen reagieren. Vielleicht ergibt sich eine Chance für Marco Pischorn. Scherder freute sich bei allem Schmerz vor allem über die zahlreichen Genesungswünsche.

Montag, 29.06.2015, 19:13 Uhr aktualisiert: 30.06.2015, 12:22 Uhr
Da war noch alles in Ordnung: Simon Scherder (links) im Zweikampf mit dem Kinderhauser Philipp Wassmann.
Da war noch alles in Ordnung: Simon Scherder (links) im Zweikampf mit dem Kinderhauser Philipp Wassmann. Foto: Peter Leßmann

Keine 24 Stunden nach seinem bittersten Moment als Fußballer schaute Simon Scherder schon wieder nach vorne. Im Testspiel bei Westfalia Kinderhaus (3:0) hatte sich der 22-Jährige zu Beginn der zweiten Halbzeit ohne Gegnereinwirkung einen Kreuzbandriss zugezogen. Mindestens sechs Monate wird er pausieren müssen, frühestens nach der Winterpause ist mit ihm wieder zur rechnen.

Verhängsnisvoller Fehltritt

„Ich bin im Rasen hängengeblieben und hatte gehofft, dass es nur ein Außenbandriss wäre“, so Scherder. Kurz bevor er in den Zweikampf mit Gegenspieler Phillip Wassmann gehen wollte, passierte der verhängnisvolle Fehltritt. „Am Sonntag hat mich noch eine Nachricht von Phillip erreicht, er hat sich sofort gemeldet, aber ihn trifft keine Schuld.“

Scherder durfte sich gute Chancen ausrechnen, in der neuen Saison einer der beiden Stamm-Innenverteidiger zu sein nach dem Fortgang von Dominik Schmidt (Holstein Kiel). Letztgenannter, wie auch viele Mitspieler von heute wie früher (Stefan Kühne und Fabian Hergesell) meldeten sich bei Scherder. Schmidt empfahl ihm die Operation und Behandlung bei einem Spezialisten in Augsburg, dort war auch der Neu-Kieler wieder auf Vordermann bei einer ähnlichen Verletzung gebracht worden. Scherder: „Die vielen Rückmeldungen waren das Positive an diesem Tag. Das tat gut, dass so viele an einen denken.“

Verpflichtungen nötig

Natürlich waren auch Trainer Ralf Loose und Sportvorstand Carsten Gockel geschockt. Nichtsdestotrotz rückte damit die Verpflichtung eines Innenverteidigers nun in den Vordergrund. Neben Marc Heitmeier hat der SCP noch Eigengewächs Lion Schweers und Marco Pischorn in der Hinterhand, dem der Verein nach eineinhalb durchwachsenen Saisons einen Vereinswechsel nahegelegt hatte, dem sich nun aber eine neue Chance bietet. Fraglos wird der SCP aber an dieser Stelle aktiv werden, um die Positionen im Abwehrzentrum doppelt besetzt zu haben. Allerdings steht mit Neuzugang Benjamin Schwarz noch ein Verteidiger als „Nothilfe“ parat. Gockel: „Die Situation ist bitter für Simon und für das Team. Er muss den Kopf oben behalten, von uns bekommt er jede Unterstützung auf dem Weg zurück.“

Ein anderer könnte aber mit Verspätung sein Mini-Comeback im Mannschaftstraining feiern: Kevin Schöneberg. Der Rechtsverteidiger soll nach einer Fersen-OP Anfang April nun Grünes Licht von der medizinischen Abteilung erhalten. Dennoch ist der Verein wohl weiter an der Verpflichtung von Björn Kopplin (26/1. FC Union Berlin) interessiert.

►  Angeschlagen: Jesse Weißenfels (Entzündung im Fuß), Marcus Piossek (Adduktorenverletzung), Philipp Hoffmann (Patellasehnen-Reizung).

►  Kandidat: Rico Benatelli, Mittelfeld-Allrounder von Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue, steht beim SCP auf dem Wunschzettel. Der 23-Jährige bestreitet allerdings ein Probetraining bei Erstliga-Absteiger SC Paderborn, was den Transfer zum SCP erschweren dürfte.

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