3. Liga: Neuzugang Cihan Özkara
„Ich weiß, dass einiges möglich ist“

Münster -

Und das war der zwölfte Streich: Preußen Münster hat am Dienstag Cihan Özkara von Medicina Sivasspor unter Vertrag genommen. Der 24 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler bleibt bis 2017, im Falle des Aufstiegs verlängert sich der Kontrakt um eine weitere Saison.

Mittwoch, 22.07.2015, 11:50 Uhr aktualisiert: 22.07.2015, 13:19 Uhr
Neuzugang Nummer 12: Preußens Sportvorstand Carsten Gockel (links) und der offensive Mittelfeldspieler Cihan Özkara von Medicina Sivasspor.
Neuzugang Nummer 12: Preußens Sportvorstand Carsten Gockel (links) und der offensive Mittelfeldspieler Cihan Özkara von Medicina Sivasspor. Foto: Jürgen Peperhowe

„Ich bin froh, hier zu sein. Ich weiß, welche Bedeutung der Club hat, welch gute Fans der Verein hat, und dass einiges möglich ist“, sagte Özkara , Neuzugang Nummer 12, und freute sich auf den Mittwoch.

Da steht zunächst in aller Frühe die sportmedizinische Untersuchung an, um 9 Uhr folgt das Training. Im Hintergrund wird fieberhaft an der Erwirkung der Spielerlaubnis gearbeitet. Dafür müssen sowohl der Deutsche Fußball Bund wie auch der türkische Verband die Internet-Formalitäten austauschen und gegenseitig bestätigen. Sportvorstand Carsten Gockel sagt: „Wir hoffen alle, das Cihan bis Samstag auf der Meldeliste steht.“ Zwischen den Vereinen und dem Spieler ist alles geregelt.

Ohne Ablöse nach Münster

Samstag, was war da noch einmal? Ach ja, da beginnt die neue Saison für die Preuße mit dem Heimspiel gegen SG Sonnenhof Großaspach um 14 Uhr. Özkara, Neffe des früheren Preußen-Kapitän Orhan Özkara, würde nur zu gerne dabei sein. Bereits am Samstag im Testspiel gegen Hannover 96 (0:0) wusste er im Preußen-Dress zu gefallen, das Duell der Gastspieler mit Mohamadou Idrissou, dem früheren Bundesliga-Stürmer, gewann er deutlich. Dennoch war eine Verpflichtung erst nicht ganz eindeutig.

„Bekanntermaßen war vor der Partie gegen Hannover klar, dass wir nur einen Spieler verpflichten würden“, betonte Carsten Gockel. Nachdem die wirtschaftlichen Eckdaten bei einem Idrissou-Transfer für Münster nicht zu stemmen gewesen wären, nicht einmal im Ansatz, konzentrierte sich schnell alles auf Özkara. Sein Berater Sascha Brinker – er spielte in der Region für RW Ahlen, SF Lotte, SV Verl und zuletzt für den 1. FC Gievenbeck – organisierte den Auflösungsvertrag in der Türkei. Eine Ablösesumme wird nicht fällig, obwohl Özkaras Vertrag bei Sivasspor noch bis Sommer 2016 lief.

Bischoff neuer Kapitän

Özkara, ein wichtiger Transfer – ein anderer wurde zudem aufgewertet: Die Kapitänsbinde musste neu vergeben werden. Wenig überraschend war nach der Vorbereitung, dass Trainer Ralf Loose die „Binde“ an den Franzosen Amaury Bischoff überreichte. Er wird Nachfolger von Jens Truckenbrod (Karriereende).

„Er ist ein erfahrener Spieler, der sportlich hohe Akzeptanz in der Mannschaft besitzt“, befand Trainer Loose. Und: „Er hat in der Vorbereitung immer Verantwortung übernommen und energisch die Dinge auf dem Platz angepackt.“ Bischoff war in allen sieben Partien auf dem Feld und dabei Team-Kapitän. Im Spielerrat finden sich Marc Heitmeier, Marcel Reichwein und Kevin Schönberg wieder.

Der Franzose Bischoff geht in seine vierte Saison beim SCP, er kommt auf 97 Drittliga-Partien (23 Tore) und hat sich nach einem „Durchhänger“ in der Saison 2013/14 zuletzt langfristig in der Leistung auf hohem Niveau stabilisiert. In Münsters Mittelfeld ist er mehr denn je Dreh- und Angelpunkt.

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