Fußball: 3. Liga
Pischorns Comeback bei den Preußen

Münster -

Eigentlich standen Marco Pischorn und Abdenour Amachaibou beim SC Preußen Münster bereits auf dem Abstellgleis. Eigentlich. Denn das Duo des Fußball-Drittligisten arbeitete sich beharrlich zurück ins Blickfeld von Trainer Ralf Loose, das Duo hat wieder Chancen auf einen Platz in der Startelf des SCP.

Mittwoch, 22.07.2015, 16:38 Uhr aktualisiert: 29.07.2015, 13:12 Uhr
Wieder auf dem Platz: Marco Pischorn (Mitte) gehört zu den Gewinnern der Vorbereitung. Auch mit Hilfe von SCP-Ernährungspartner Jentschura stellte der Abwehrspieler seine Ernährung, hier bei der Beratung mit Teamkollege Lion Schweers (kleines Bild) um.
Wieder auf dem Platz: Marco Pischorn (Mitte) gehört zu den Gewinnern der Vorbereitung. Auch mit Hilfe von SCP-Ernährungspartner Jentschura stellte der Abwehrspieler seine Ernährung, hier bei der Beratung mit Teamkollege Lion Schweers (kleines Bild) um. Foto: Jürgen Peperhowe

Im Juni nicht verabschiedet, im Juli nicht begrüßt: Als wäre nichts gewesen, schrieben Abdenour Amachaibou und Marco Pischorn beim Saisoneröffnungsfest Autogramme, plauschten mit den Fans – und wurden von Moderator Artur Ril eher beiläufig erwähnt. Wie alle anderen, die zuletzt Preußen waren und demnächst Preußen weiterhin sind.

Doch eigentlich lagen vor Monatsfrist schon die Blumensträuße bereit für den 28-jährigen Offensivmann Amachaibou und den ein Jahr älteren Innenverteidiger Pischorn. Für beide war im neuen Preußenkader kein Platz mehr vorgesehen – aussortiert heißt das wohl im kühlen Fußballjargon. Doch am Samstag waren beide nicht nur wieder dabei, sondern plötzlich mittendrin. Sowohl bei der feierlichen Mannschaftsvorstellung am Stadion-Vorplatz als auch anschließend bei der Generalprobe gegen den Bundesligisten Hannover 96 – beide in der Startformation, die der Besetzung beim Punktspieldebüt am Samstag gegen Sonnenhof Großaspach wohl ziemlich nahe gekommen sein dürfte. Pischorns Einsatz an der Seite von Marc Heitmeier war indes ebenso überzeugend wie richtungweisend.

Schwierige Monate

Nach der Partie stand der Mann aus Mühlacker in Baden-Württemberg dann tiefenentspannt in den Katakomben Rede und Antwort, während Söhnchen Paul ihm mit viel Hingabe die Ohren verknetete. Auch das nahm der Vollprofi gelassen und mit einem Lächeln, so wie er die vergangenen schwierigen Monate bei den Preußen souverän über sich hat ergehen lassen – oder etwa nicht? „Ganz ehrlich, das schlägt schon aufs Selbstbewusstsein, wenn man so lange nicht zum Einsatz kommt.“

Dass er in den Saisonplanungen seines SCP plötzlich keine Rolle mehr spielte, trug wenig dazu bei, das Kreuz wieder breiter werden zu lassen – und dennoch: Der Musterprofi gab nicht auf. „Was sollte ich machen? Es war schnell klar, dass es schwierig werden würde, einen neuen Verein zu finden. Also habe ich im Training alles gegeben. Ich habe fünf Kilo abgenommen und fühle mich so fit wie schon lange nicht mehr.“

Nahe an der Startelf

Jetzt steht Pischorn wieder im Kader, möglicherweise in der Startelf. „Das wäre schön“, sagt er bescheiden. „Aber das liegt vor allem an der Verletzung von Simon Scherder. Das wünscht man keinem, und das tut mir für ihn sehr leid. Aber Simons Verletzung hat mir geholfen, da muss man sich nichts vormachen.“

Ganz so leicht war der Weg dann aber doch nicht. Immerhin hatte gerade die Stellenausschreibung des Innenverteidigers für reichlich Bewegung im Trainingsbetrieb der Preußen gesorgt. Ahmet Saglam, Jan Washausen und Neven Lastro kamen und gingen – Pischorn blieb. Mit Chris Philipps hat Münster dann doch noch einen neuen jungen Mann für die Abwehrzentrale verpflichtet, aber das lässt Pischorn kalt, ganz Profi halt: Und von jungen Männern lässt sich Marco Pischorn nicht aus der Ruhe bringen, davon kann Söhnchen Paul ein Liedchen singen ...

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