Fußball: 3. Liga
Bald geht‘s los: Preußen erfinden sich teilweise neu

Münster -

Der SC Preußen geht anders als in der vergangenen Saison nicht als Top-Favorit in die Saison. Der Umbruch fiel groß aus, die Spannung ist groß – und die Ambitionen sind zumindest insgeheim auch nicht viel kleiner geworden.

Donnerstag, 23.07.2015, 18:52 Uhr aktualisiert: 23.07.2015, 22:51 Uhr
Gespannt auf den Neustart: Carsten Gockel.
Gespannt auf den Neustart: Carsten Gockel. Foto: Wilfried Hiegemann

Umbruch , Neuanfang, Übergangssaison – auf jeden Fall hat Preußen Münster sich teilweise neu erfunden. Zwölf Spieler gingen, zwölf Neue stießen zum Aufgebot des Vorjahresachten dazu. „Dafür, dass wir für dieses Projekt wenig Zeit hatten, haben wir das gut gelöst“, glaubt Sportvorstand Carsten Gockel .

Am Samstag, wenn zum Heimauftakt die SG Sonnenhof Großaspach zu Gast sein wird, ist einiges verändert. Trainer Ralf Loose dürfte bis zu sechs Zugänge in der Start-Formation einbauen. „Nimmt man die Perspektivspieler Lion Schweers und Lennart Stoll mal aus, so hat jeder Neuzugang das Potenzial für einen Stammplatz“, sagt der 52-Jährige, er will Konkurrenzkampf pur.

Bischoff Kapitän

Die Preußen waren in der Vorsaison die älteste Mannschaft der Liga, am Ende der Saison kamen viele negative Entwicklungen zusammen. Die Aufstiegshoffnung – Münster war zwischendurch Tabellenführer – schlug in eine kapitale Fußball-Depression um. Der SCP-Anhang war gefrustet. Auch deshalb nun ein Neuaufbau. Preußen setzt nun auf den neuen Kapitän Amaury Bischoff, mit Torwart Niklas Lomb (Bayer Leverkusen) sowie den Außenverteidigern Björn Kopplin (Union Berlin) und Felix Müller (FSV Mainz 05 II) wurde die Statik der Defensive komplett umgekrempelt. Mit Spannung wird auch die Entwicklung von Charles Elie Laprevotte (Leihgabe vom SC Freiburg) verfolgt. Im Hinterkopf hat der SCP auch weiter den Transfer eines Mittelstürmers.

Kein konkretes Ziel

An ein konkretes Saisonziel wagt sich keiner heran. Gockel: „Tabellenplatz? Das weiß keiner. Ich habe Dresden, Chemnitz, Wiesbaden und die Stuttgarter Kickers auf der Rechnung. Uns haben die anderen auf der Rechnung.“ So läuft das. Wundertüte 3. Liga.

Was man beim SCP weiß ist, dass 3500 Dauerkarten bereits abgesetzt wurden. In der Vorsaison waren es am Ende 5401, allerdings wurde das Ticketing angefeuert von dem Pokal-Gastspiel von Bayern München. Rund 7,0 Millionen Euro dürfte das Budget betragen, 270 Sponsoren spülen gut 4,3 Millionen Euro in die Kassen, durchschnittlich wird mit 7500 Zuschauern gerechnet (Vorsaison: 9199).

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3402975?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker