Fußball: 3. Liga
Preußen-Zugang Schwarz weiß: Ampeln stehen auf Grün

Münster -

Benjamin Schwarz ist in eine der sportlichen Hauptrollen beim SC Preußen geschlüpft. Der Bayer gehört zu den erfahrensten Kräften und hat sportlich bereits einige Ausrufezeichen gesetzt.

Donnerstag, 23.07.2015, 22:00 Uhr aktualisiert: 24.07.2015, 10:25 Uhr
Fußball: 3. Liga : Preußen-Zugang Schwarz weiß: Ampeln stehen auf Grün
Im Testspiel gegen De Graafschap Doetinchem war Benjamin Schwarz auffälligster Preuße, holte einen Elfmeter heraus und versuchte sich immer wieder im Abschluss. Foto: Jürgen Peperhowe

Unter all den Frischlingen auf der Zugangsseite des SC Preußen ist er eine Ausnahme. Benjamin Schwarz ist zwar auch noch keine 30, doch Trainer Ralf Loose hatte ihn von vornherein als Führungsspieler und Routinier im Kader eingeplant.

„Gebe gern Kommandos“

„Ich habe diese Rolle ja in der vergangenen Saison schon eingenommen“, sagt der 29-Jährige, der vom Drittliga-Absteiger SpVgg Unterhaching kam. „Ich denke, dass ich das kann mit meiner aggressiven Spielweise. Ich gebe außerdem gern Kommandos.“ Dies tut der gebürtige Münchener, der in seiner Karriere zumeist als Linksverteidiger agierte, inzwischen vornehmlich aus dem zentralen Mittelfeld. „Erstmal war ich etwas überrascht, dass ich dort zum Einsatz komme. Aber ich nehme das an, auch wenn ich noch gar nicht genau weiß, wo der Coach mich sieht“, sagt der frühere Sechzger, der bisher nur für Clubs aus seiner Heimatstadt Fußball spielte.

In den Vorbereitungspartien lief er in der Regel als Sechser oder als linkes Glied einer zentralen Dreierreihe mit den Franzosen Amaury Bischoff und Elie Laprevotte auf. „Das 4-3-3 ist für mich persönlich zwar auch Neuland, da muss ich reinwachsen. Aber es ist auf jeden Fall eine Option für die Saison, wir sind mit diesem System gut gerüstet. Es kann losgehen.“ Der Neue weiß: Die Ampeln stehen auf Grün, die Spielzeit 2015/16 kann beginnen.

„Keine Einzelgänger"

Schwarz, der erst im nächsten Monat seine Wohnung bezieht und derzeit im Hotel lebt, hat ein gutes Gefühl für den Start. „Wir haben intensiv gearbeitet, auch wenn wir am Anfang noch nicht komplett waren in der Vorbereitung. Die Testspiele waren sehr ordentlich, auch wenn das am Samstag nicht mehr zählt.“ Wenn die SG Sonnenhof Großaspach an der Hammer Straße gastiert, hat das Vorgeplänkel ein Ende. Der Bayer spart sich die großen Töne, richtet den Blick aber nach oben. „Ob es für ganz vorne reicht, hängt von vielen Faktoren ab, auch vom Glück. Aber das erste Drittel ist für uns drin. Vor allem, weil wir eine gute Gemeinschaft haben, die Jungs in Münster besitzen einen guten Charakter. Es gibt keine Einzelgänger.“ Dass fast die Hälfte der Mannschaft ausgetauscht wurde, hatte den Vorteil, dass sich eine ganz neue Hierarchie bilden konnte, in der auch Schwarz oben angesiedelt scheint.

Zwar rückte er als Zugang noch nicht in den neuen Mannschaftsrat, doch auf dem Rasen hat der Bayer in Westfalen längst seine Rolle gefunden. Einen Mitläufer hat der SCP da nicht geholt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3403028?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker