Fußball: Pro und Contra
Preußen: Knallharte Linie oder Piossek verkaufen?

Wie sollen die Preußen mit dem Verhalten von Marcus Piossek umgehen? Die knallharte Linie fahren und ihn notfalls auf der Tribüne versauern lassen – das würde unser Redaktionsmitglied Alexander Heflik tun. Thomas Rellmann hält dagegen und sagt: Verkaufen und das Beste rausholen aus der Situation! Lesen Sie unser Pro und Contra.

Freitag, 24.07.2015, 19:00 Uhr aktualisiert: 26.07.2015, 18:54 Uhr
Will weg: Marcus Piossek (r.).
Will weg: Marcus Piossek (r.). Foto: Jürgen Peperhowe

PRO! Ja, die Preußen handeln richtig.

Natürlich wäre es ganz einfach, wenn noch ein Angebot vom 1. FC Kaiserslautern vorliegen würde, den Spieler Marcus Piossek zu veräußern. Reisende soll man ja nicht aufhalten. Aber ein Rauswurf würde vor allem einem helfen: Marcus Piossek, schlechter Stil hätte gesiegt.

Das Thema Piossek-Wechsel war beendet, das Angebot aus der Pfalz zu dünn, der Berater von Piossek nicht clever genug, eine Ablösesumme festschreiben zu lassen. Es reichte schlicht nicht für einen Transfer. Gibt der Verein jetzt den Spieler frei, um Ruhe zu haben, ist das allenfalls ein kurzer Burgfrieden. Der Club würde sich extrem angreifbar machen für den Nächsten, und den Nächsten, und den Nächsten. Klare Kante ist gefragt, sich nicht von einem Mitarbeiter auf der Nase rumtanzen lassen.

Wie es in Mannschaftssportarten üblich ist, wird Piossek die Quittung zuallererst von den Teamkollegen zu spüren bekommen. Möglicherweise kommt auch Resonanz von den Rängen, es dürfte keine nette sein. Er hat jetzt nur eine Chance: Mit Leistung beim SCP zu überzeugen. Ansonsten wird der Karriereknick nicht mehr zu kitten sein.

Alexander Heflik

CONTRA! Nein, der Verein muss anders reagieren.

Dass Marcus Piossek ein dickes Eigentor geschossen hat, ist unbestritten. Doch was passiert ist, lässt sich nicht ändern – nun muss der SCP, dem erst einmal kein Vorwurf zu machen ist, sehen, dass er möglichst schadlos aus der Nummer herauskommt.

Auch wenn es nach einem gelungenen Erpressungsversuch aussehen könnte: Falls noch ein passables Angebot für den Spieler einläuft, muss der Verein ihn verkaufen. Was bringt es, ein fettes Gehalt zu zahlen für einen Profi, der innerhalb der Mannschaft alle Rest-Sympathien verspielt hat, der keine Zweifel daran lässt, dass seine schlechte Laune 38 Spieltage anhalten wird und dessen Verhalten der Vorjahre darauf befürchten lässt, dass er nicht mehr das letzte Hemd geben wird, wie er es in der Vorsaison phasenweise tat. Startelf, Tribüne, U 23 – alles keine gute Lösung. Eine Ablöse brächte die Chance, sogar zwei neue Leute zu holen, deren Einstellung garantiert eine gesündere wäre.

  Thomas Rellmann

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