Kommentar zum SCP
Preußen sofort unter Zugzwang

Es hat sich eine Menge getan beim SC Preußen nach einer mehr als enttäuschenden Rückrunde. Die Aufbruchstimmung ist zu spüren, aber der Druck ist zum Start der 3. Liga auch gleich wieder da, wie unser Redaktionsmitglied Alexander Heflik in seinem Kommentar schreibt.

Freitag, 24.07.2015, 16:32 Uhr aktualisiert: 25.07.2015, 15:54 Uhr
Einer der Neuen: Niklas Lomb.
Einer der Neuen: Niklas Lomb. Foto: Jürgen Peperhowe

Da ging einiges zu Bruch oder auch zu Ende im ersten Halbjahr 2015. Präsident Dr. Marco de Angelis trat ab, die Mannschaft versemmelte im großen Stil den Aufstieg inklusive der wirtschaftlich so wertvollen Qualifikation für den DFB-Pokal – Frust pur allerorten. Das war kaum zu ertragen.

In der Sommerpause wurde der SCP sportlich generalüberholt, die Verantwortung dafür tragen Sportvorstand Carsten Gockel und Trainer Ralf Loose . 24 Zu- und Abgänge wurden getätigt, das ist eine Menge. Normalerweise braucht man da Geduld.

Nur Geduld ist in der 3. Liga ein Fremdwort, dafür gibt es keinen Platz. Denn der SC Preußen hat zudem ein wunderbares Startprogramm gegen Teams wie Großaspach, Stuttgart II und Aufsteiger Würzburg. Da muss bereits geliefert werden, das kann von einem ambitionierten Drittligisten erwartet werden.

Die Anhängerschaft hat sich, was an 3500 Dauerkarten-Verkäufen zu sehen ist, bereits positioniert: Sie wollen erfolgreiche Preußen sehen. Sie wollen vor allem mehr Tempo, Spielwitz und Leidenschaft bei den Partien erleben. Zum Ende der vergangenen Saison hatte sich alles ins Negative verkehrt, nichts ging mehr.

Ralf Loose steht in seiner dritten Saison als Cheftrainer jedenfalls sofort unter Zugzwang – neuformierter SC Preußen hin oder her.

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