Preußen trennen sich 1:1 von der SG Sonnenhof Großaspach
Amachaibou verhindert Fehlstart

Münster - 87 Minuten sah es so aus, als ob ein Dorfverein aus dem Schwabenland den SC Preußen in die erste Krise der neuen Spielzeit katapultieren würde. Doch dann hatte Amaury Bischoff eine Blitzidee.

Samstag, 25.07.2015, 15:54 Uhr aktualisiert: 25.07.2015, 20:55 Uhr
SC Preußen Münster - SG Großaspach: Torjubel Amachaibou. Foto: Peperhowe
SC Preußen Münster - SG Großaspach: Torjubel Amachaibou. Foto: Jürgen Peperhowe

Per Freistoß schickte er den eingewechselten Abdenour Amachaibou auf die Reise. Der wurschtelte sich halblinks durch und brachte den Ball mit tatkräftiger Unterstützung von Großaspachs Sebastian Schiek im Netz der Gäste unter. Durchatmen, die Niederlage war abgewendet. Der Saisonstart noch einigermaßen ins rechte Licht gerückt, nachdem die SG in der 57. Minute durch Maximilian Dittgen in Front gegangen war. Aber ein Wermutstropfen gab es dann doch noch: Neuzugang Benjamin Schwarz provozierte in Minute 73 eine Schwalbe und kassierte seinen zweiten Gelben Karton. Er ist für die wichtige Partie am Freitag beim VfB Stuttgart gesperrt. Dementsprechend nüchtern fiel das Fazit von Preußen-Trainer Ralf Loose aus. „Natürlich bin ich nicht zufrieden. Aber nach dem Spielverlauf können wir mit dem einen Punkt leben.“

Kommentar zum Saisonauftakt der Preußen

 

Preußen Münster gegen Sonnenhof Großaspach

1/35
  • Torjubel Amachaibou

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Piossek gegen David Kienast

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  • Piossek gegen Michele Rizzi

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  • Müller gegen Sebastian Schiek

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  • Kopplin gegen David Kienast

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  • TW Christopher Gäng gegen Cihan Özkara

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  • Özkara gegen Kai Gehring

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  • Piossek gegen David Kienast

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • TW Christopher Gäng gegen Cihan Özkara

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Babacar N'Diaye mit Schiri Christian Dietz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rote Karte von Schiri Christian Dietz gegen Benjamin Schwarz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rote Karte von Schiri Christian Dietz gegen Benjamin Schwarz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ralf Loose

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ralf Loose

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Laprevotte

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  • Torjubel Amachaibou

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  • Müller gegen Tobias Rühle

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  • Piossek

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  • Piossek vergibt gegen TW Christopher Gäng

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  • Torjubel Amachaibou

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  • Jubel Großaspach mit Kopplin und Schwarz

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  • Philipps gegen Tobias Rühle

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  • Ralf Loose

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  • Kara gegen Bashkim Renneke

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  • Özkara und Schiri Christian Dietz

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  • Kopplin

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  • Heitmeier gegen Tobias Rühle

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  • Babacar N'Diaye wird auf die Tribüne geschickt (mit Linienrichter Lothar Ostheimer)

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  • Babacar N'Diaye und Benjamin Schwarz

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  • Torjubel Amachaibou

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  • Babacar N'Diaye wird auf die Tribüne geschickt (mit Linienrichter Lothar Ostheimer)

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  • Felix Müller

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  • Torjubel Amachaibou

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  • Krohne

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  • Kopplin und Tritz

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Der angekündigte Orkan des Deutschen Wetterdienstes hielt sich zumindest während der 90 Minuten zurück. Wer allerdings gedacht hatte, dass die Preußen zum Sturmlauf ansetzen würden, der sah sich getäuscht. Mit sechs Neuzugängen in der Startformation, Niklas Lomb, Felix Müller, Chris Philipps, Björn Kopplin, Cihan Özkara und Benjamin Schwarz, wirkte Münster wenig eingespielt. Zwar stand die Defensive äußerst kompakt, aber im Umschalten nach vorne haperte es. Nicht eine nennenswerte Chance erspielten sich die Adlerträger in der ersten Hälfte. Pfiffe gab es dennoch keine von den Rängen. Zwölf Neuzugänge gilt es halt auch erstmal in den Kader zu integrieren.

Etwas besser wurde der Auftritt der Preußen erst im zweiten Abschnitt, obgleich das 0:1 nach 57 Minuten wie ein Stich ins Adlerherz gewirkt haben muss. Maximilian Dittgen stand plötzlich völlig blank am Strafraum, ließ sich nicht lange bitten und bezwang SCP-Schlussmann Lomb mit einem beherzten Schuss ins rechte untere Eck. Münster in Schockstarre. Parallelen zum Ende der vergangenen Saison zeichneten sich ab. Und dann musste auch noch Schwarz runter. Münster in Unterzahl - das konnte nicht gut gehen. Oder doch? „Nach dem Platzverweis ging ein Ruck durch die Mannschaft und wir waren bei 100 Prozent“, so Trainer Loose.

Und in der Tat meldeten sich die Preußen nochmals zu Wort. Marcus Piossek, der trotz seines provozierenden Interviews unter der Woche in der „Bild“ in der Anfangsformation stand, drosch das Leder nach 74 Minuten aus halblinker Position knapp über den Kasten. Und dann zündete der Turbo von Amachaibou, nachdem er in der 87. Minute von Bischoff in Szene gesetzt wurde. Ein schmeichelhafter Punkt, ein versöhnliches Ende eines Spiels, das schnell zu den Akten gelegt werden kann.

SC Preußen Münster: Lomb - Kopplin (63. Tritz), Philipps, Heitmeier, Müller (68. Laprevotte) - Bischoff, Schwarz - Piossek, Kara - Özkara, Krohne (74. Amachaibou).
 
SG Sonnenhof Großaspach : Gäng - Schiek, Gehring (23. Schuster), Leist, Kienast - Röttger (80. Landeka), Rizzi, Schröck, Dittgen - Renneke (64. Breier), Rühle.
 
Tore: 0:1 Dittgen (57.), 1:1 Amachaibou (87.)
 
Zuschauer: 6623.

 

Die Preußen in der Einzelkritik

1/14
  • Torwart Niklas Lomb (3) hatte wenig zu tun, beim Gegentor machtlos.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rechtsverteidiger Björn Kopplin (4) begann gut, baute später ab, ihm fehlt noch die Bindung zum Spiel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Chris Philipps (3,5) erhielt den Vorzug vor Marco Pischorn. Hatte gerade in der ersten Halbzeit einige gute Ideen bei der Spieleröffnung, wirkte beim Gegentor allerdings unglücklich.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Marc Heitmeier (3): solide wie immer, kaum Fehler, machte seine Sache ordentlich.

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  • Linksverteidiger Felix Müller (4) agierte mit Licht und Schatten, konnte in der Offensive kaum Akzente setzen.

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  • Mittelfeldspieler Marcus Piossek (2,5): war unbeeindruckt von ein paar Pfiffen und dem Transfertheater um seine Person, er war Münsters beste Offensivkraft. Er sorgte gerade in der Schlussphase aus der zentralen Position für viel Unruhe.

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  • Mittelfelspieler Amaury Bischoff (3) spielte den blitzgescheiten Pass zum 1:1, hatte zuvor gegen die kompakten Gäste wenig Freiräume für die Spielorganisation, war in der Schlussphase hellwach.

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  • Mittelfeldspieler Benjamin Schwarz (3,5) war der Pechvogel der Partie. Wurde vor dem 0:1 gefoult, wurde zweifelhaft für eine Schwalbe vom Platz gestellt, agierte unauffällig.

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  • Mittelfeldspieler Mehmet Kara (4): seine Dribblings auf der linken Seite blieben meist wirkungslos, mühte sich, fand aber nicht zu seinem Spiel.

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  • Angreifer Rogier Krohne (4,5) bekam viel zu wenig Bälle aus dem Mittelfeld, und wenn, dann waren seine Szenen eher unglücklich.

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  • Angreifer Cihan Özkara (4,5) war auf dem Platz, zeigte aber zu wenig von seiner individuellen Klasse: ein unscheinbarer Auftritt.

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  • Einwechselspieler und Rechtsverteidiger Stephane Tritz (ohne Note, zu kurz im Spiel) ersetzte Björn Kopplin und hatte Anpassungsschwierigkeiten.

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  • Einwechsel- und Mittelfeldspieler Charles Elie Laprevotte (ohne Note, zu kurz im Spiel) zeigte in den letzten 20 Minuten, dass er dem Offensivspiel Schwung geben kann.

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  • Einwechselspieler und Angreifer Abdenour Amachaibou (ohne Note, zu kurz im Spiel) wurde eingewechselt und sorgte für viel Unruhe im Großaspacher Defensivblock. Seine Flanke wurde zum 1:1 ins Tor abgefälscht. Hob seinen Finger und will mehr Einsatzzeiten.

    Foto: Jürgen Peperhowe

 

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