Do., 20.08.2015

Fußball: 3. Liga Preußen-Verteidiger Felix Müller trifft auf die Vergangenheit

Münster - 

Als linker Außenverteidiger hat sich Felix Müller schnell einen Namen beim SC Preußen gemacht. Nun erwarten den früheren Mainzer zwei interessante Vergleiche binnen weniger Tage. Allerdings will sich der 22-Jährige zu sehr von Emotionen lenken lassen und bewertet die kommenden Aufgaben betont sachlich.

Von Thomas Rellmann

Zwei interessante Duelle warten binnen einer halben Woche auf Felix Müller . Am Samstag, im Auswärtsspiel bei RW Erfurt , trifft der Neuzugang des SC Preußen auf seinen Vorgänger als Linksverteidiger in Münster, Fabian Hergesell . Am Mittwoch folgt dann das Heimspiel gegen sein Ex-Team, die Reserve des FSV Mainz 05. Und was sagt der Spieler zu dieser Konstellation? Es klingt sehr professionell. Hergesell? „Ich kenne den Spieler selbst nicht und schaue auf mich. Die Vorgeschichte sollte mich nicht interessieren.“ Das große Wiedersehen? „Noch kein Thema, ich konzentriere mich nur auf Erfurt.“

Draufgänger auf dem Platz

Trockener geht‘s ja fast nicht. Das passt so gar nicht zur Spielweise des 22-Jährigen, der sich vom ersten Tag an als äußeres Glied der Viererkette in Münster etabliert hat. Auf dem Platz wirkt Müller eher wie ein Draufgänger, der seinen Vordermann Mehmet Kara gern hinterläuft, der sich immer wieder nach vorne einschaltet, der schnell ist, Flanken schlägt und Schnittstellenpässe spielen kann. Diese Eigenschaften kommen an beim Publikum. Vereinzelte Wackler in der Defensive verzeihen die Fans schnell, wenn der Einsatz stimmt.

Seinen Stammplatz hat der Blondschopf derzeit sicher. Auch wenn mit Benjamin Schwarz ein weiterer gelernter Linksverteidiger im Mittelfeldzentrum zuletzt nicht mehr so gefragt war wie vor wenigen Wochen und, auf welcher Position auch immer, natürlich zurück in die Startelf drängt.

Zufrieden mit Leistungen

„Ich versuche immer, das Beste herauszuholen, und bin bislang eigentlich sehr zufrieden mit meinen Leistungen“, so der gebürtige Pfälzer, der seine Ausbildung nicht nur am Bruchweg, sondern auch in der angesehenen Talentschmiede von 1899 Hoffenheim genoss. Den Südwesten hat er nun erstmals Richtung Westfalen verlassen. Bereut hat er es bislang nicht. „Im Team bin ich super angekommen, die Stadt gefällt mir sehr gut mit vielen Freizeitangeboten.“ Im Vordergrund stehen aber natürlich sportliche Aspekte. Persönlich hat er sich durchgesetzt, aber auch die Mannschaftsergebnisse bewertet der 1,78 Meter große Kettenspieler erstmal positiv. „Dafür dass unsere Truppe im Sommer total neu zusammengewürfelt wurde, ist die Ausbeute bisher sehr ordentlich. Wenn wir jetzt in Erfurt einen Dreier nachlegen, dann war es ganz sicher ein guter Start.“

Kleiner Ausblick

Acht Punkte aus vier Partien, damit wären die Preußen schon einverstanden. Und dann könnte Müller sich auch ohne den großen Druck ins Duell mit seinem früheren Arbeitgeber stürzen. Einen kleinen Ausblick lässt er sich tatsächlich auch noch entlocken. „Klar, ich freue mich, die Mainzer Jungs zu treffen.“ Dass die übernächste Partie aber noch weit weg sei, schiebt er pflichtbewusst nach. Er weiß eben, was heute einen konzentrierten Fußballer auszeichnet. Als solchen hat ihn der SCP schließlich geholt.

► Aktuell nicht im Training ist Kevin Schöneberg. Der 30-Jährige spielte am Sonntag in der U 23 (1:2 in Delbrück), wo er sich nach monatelanger Pause Praxis und Fitness holen soll, zog sich dort aber einen Schlag auf das Sprunggelenk zu.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3454742?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F