So., 23.08.2015

Fußball: Westfalenliga Erster Punkt für den TuS

Rassiges Duell: Hier behaken sich Hiltrups Michael Fromme (r.) und Vredens Jan-Niklas Temme.

Rassiges Duell: Hier behaken sich Hiltrups Michael Fromme (r.) und Vredens Jan-Niklas Temme. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Auch im zweiten Spiel der neuen Westfalenliga-Saison bleibt der TuS Hiltrup ohne Sieg. Das 1:1 (0:1) gegen die SpVgg Vreden am Sonntag brachte dem Team von TuS-Trainer Martin Kastner nach der Derby-Pleite beim 1. FC Gievenbeck zum Auftakt aber immerhin den ersten Punktgewinn.

Von Pjer Biederstädt

„Normalerweise schießt er mit links Löcher ins Netz“, sagte Martin Kastner nach dem Spiel über Robin Wellermann, der zwei Minuten vor Schluss die Chance hatte, aus dem einen Zähler doch drei zu machen. Die Kugel rutschte ihm jedoch über den Schlappen. So rufen die Zahlen des Hiltruper Saisonstarts weiter Ernüchterung hervor. Ein Punkt, 2:3 Tore, Platz elf. Dieses Datenblatt wird sich jedoch wandeln. Denn bringt Kastners Rennwagen wie gegen Vreden in Halbzeit zwei seine PS auf die Straße, ist er kaum zu stoppen.

„In der Pause habe ich den Jungs gesagt, dass wir volles Rohr draufgehen“, erklärte Kastner das Offensivfeuerwerk. Das loderte erst, brannte aber spätestens, als Wellermann und Janik Bohnen auf Kosten der absichernden Doppelsechs eingewechselt wurden. Die beiden wirbelten die Vredener ordentlich durcheinander. Der erste Schuss von Wellermann wurde noch geblockt (67.), Guglielmo Maddente kam hingegen frei zum Schuss, nachdem Aljoscha Kottenstede und Wellermann ihn zuvor fein frei kombiniert hatten. Der Schlenzer strich aber knapp am Knick vorbei (69.). Einer der vielen Flügelflitzer-Vorstöße von Bohnen führte dann zum verdienten Ausgleich: Die scharfe Hereingabe vom TuS-Neuzugang bekam Vredens Innenverteidiger Dominic Steiner ans Standbein, von wo der Ball ins Netz prallte (78.) – ein erzwungenes Eigentor.

Wenig Strafraumszenen

Dass der TuS überhaupt einem Rückstand hinterher rennen musste, war einem Absprachefehler geschuldet. Christoph Blesz und Daniel Ziegner gingen beide zum Kopfball, der bei dem dadurch unbewachten Nicolas Klein-Günnewig landete. Seinen Schuss konnte Hiltrups Tormann Romain Böcker bloß klatschen lassen, Nils Temme sagte danke und markierte sein zweites Saisontor (12.). Danach passierte bis zum Pausenpfiff nicht viel – und dies von beiden Seiten phasenweise am unteren Rand vom Westfalenliga-Niveau. Der emsige Joschka Brüggemann versuchte es mit einem Fernschuss (26.), zielte jedoch nicht genau genug. Dann war Vreden im Glück: Einen harmlosen Freistoß von Aaron Schölling ließ Vredens Keeper Ricardo Ottink durch die Finger, aber mit Glück auch über die Latte flutschen. Kurz nach dem Wiederanpfiff war das Fortune dann auf Seiten von Hiltrup, als Temme allein auf Böcker zulief. Der Keeper parierte ganz stark, legte damit den Grundstein für den Punktgewinn (49.).

TuS Hiltrup : Böcker – Hoeveler, Plöger, Ziegner, Blesz – Brüggemann, Castro (59. R. Wellermann) – Schölling (66. Bohnen), Fromme, Kottenstede – Maddente.



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