Mo., 24.08.2015

Fußball: 3. Liga Preußen Münster punktet mit French Dressing

Torpremiere für Charles Elie Laprevotte. Der Neuzugang aus Freiburg krönte eine starke Leistung mit dem Ausgleichstreffer in Erfurt.

Torpremiere für Charles Elie Laprevotte. Der Neuzugang aus Freiburg krönte eine starke Leistung mit dem Ausgleichstreffer in Erfurt. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Charles Elie Laprevotte schießt sein erstes Tor, Benjamin Schwarz kassiert seine zweite Ampelkarte. Auch in Erfurt gab es gute und schlechte Nachrichten vom Fußballdrittligisten SC Preußen Münster. Am Mittwoch gegen Mainz sollen jetzt die positiven Schlagzeilen überwiegen.

Von Ansgar Griebel

Mittendrin, aber noch nicht so richtig dabei: Nach vier Spieltagen steht Drittligist Preußen Münster in der Tabelle irgendwo zwischen gut und böse. Zwei Pünktchen fehlen zur Spitze, drei Zähler Vorsprung sind es zu den Abstiegsrängen. Vier Torschützen haben fünf Treffer erzielt, die dem Club sechs Punkte bescheren. Zahlenspiele, die in dieser frühen Phase der Saison wenig bis keine Aussagekraft besitzen – aber aktuell zumindest grundsolides Mittelmaß abbilden.

Ende der laufenden Woche könnte das Zahlenwerk allerdings schon hinweisgebend für diese Spielzeit sein. An diesem Mittwoch (19 Uhr) ist Mainz 05 zu Gast im Preußenstadion, am Samstag (14 Uhr) steht die nächste Auswärtshürde in Halle an der Saale an. Im Pott sind die nächsten sechs Zähler – oder auch nicht. Noch warten die Preußen auf den ersten Heimsieg und mit Mainz auf einen Kontrahenten, der nicht wirklich zu den Lieblingsgegnern zählt. „Und Mainz ist schon deutlich besser eingespielt als zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr“, so Ralf Loose nach seiner Spionage-Mission am Sonntag in Mainz, wo er starke Nullfünfer sah, die Favorit Dynamo Dresden beim 1:1 einen Punkt abknöpften. „Das wird eine ganz schwere Partie“, sagt Loose, der sich aber wieder einmal mehr um die eigene Aufstellung, als um die Befindlichkeiten des Gegners sorgen muss. Nach der zweiten Ampelkarte von Benjamin Schwarz stehen im fünften Saisonspiel zum fünften Mal Umbaumaßnahmen an. Auch wenn der Trainer seinen neuen Mann am Montag in Schutz nahm und dessen Platzverweis in der Kategorie „dumm gelaufen“ verbuchte, muss der Unterhachinger Mittwoch seine Spielsperre absitzen.

„Das ist ein ganz blöder Start für mich“, räumt der 29-Jährige ein. Bei drei Preußen-Einsätzen kassierte der Neuzugang aus Unterhaching jetzt so viele Platzverweise wie in 65 Spielen bei der Spielvereinigung. „Ich bin schon ein eher aggressiver Spieler“, so die Selbsteinschätzung des Defensivmannes, „aber ich mache in beiden Spielen drei Fouls und fliege zweimal vom Platz.“ Das unterstrich gestern auch der Trainer bei seinem Wort zum Montag im Mannschaftskreis. „Wir sind eine faire Mannschaft“, so Loose – auch wenn das anders wirken mag, wenn der SCP drei der ersten vier Spiele in Unterzahl beendete.

Dass die Preußen auch in Erfurt unbesiegt blieben, lag vor allem am French Dressing, das die mitunter fade Offensivkost würzte: Elie Laprevotte, schon zuvor einer der Stärksten im Adlerdress, krönte seine auffällige Vorstellung mit dem ersten Treffer für die Preußen. „Ich bin sehr zufrieden mit ihm“, lobt Loose den Franzosen. Der 21-Jährige sieht das Geheimnis seiner Blitz-Integration vor allem im guten Teamgeist. „Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden. Aber ich sehe mich noch nicht als Stammspieler.“ Allemal kommuniziert die französische Schaltzentrale mit Laprevotte und Amaury Bischoff schon bestens mit den Kollegen – auch wenn im kleinen Kreis schon mal ins Französische gewechselt wird: „Wenn´s schnell gehen soll“, so Laprevotte.



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