Do., 27.08.2015

Fußball: Freispruch durch DFB-Sportgericht Özkara erfährt verspätetes Recht

Kein Blick zurück im Zorn: Cihan Özkara wurde vom DFB-Sportgericht freigesprochen.

Kein Blick zurück im Zorn: Cihan Özkara wurde vom DFB-Sportgericht freigesprochen. Foto: Rene Penno

Münster - 

Cihan Özkara, der am Mittwoch im Heimspiel der Preußen gegen FSV Mainz 05 II (0:1) fälschlicherweise vom Platz gestellt worden war, ist vom DFB-Sportgericht freigesprochen worden und am Samstag in Halle spielberechtigt.

Von Alexander Heflik

Die Rote Karte gegen Cihan Özkara , ausgesprochen von Schiedsrichter Johannes Huber (Bogen) am Mittwoch bei der 0:1-Heimniederlage von Preußen Münster gegen den FSV Mainz 05 II aus der 81. Minute, hat keine Auswirkung auf die nächsten Spiele. Es war eine Fehlentscheidung des Referee, der auf Hinweis seines Linienrichters handelte. Statt der Nummer 26, Charles Elie Laprevotte, wurde die am Foulspiel unbeteiligte Nummer 17, Cihan Özkara, vom Feld gestellt.

Der SCP handelte noch am gleichen Abend mit Erfolg: Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes ( DFB ) stellt das Verfahren gegen Cihan Özkara keine 24 Stunden später ein. Bereits am Mittwochabend hatte der Verein nach Sichtung von Videomaterial Protest gegen die Hinausstellung des 24-Jährigen eingelegt.

In der Urteilsbegründung des DFB heißt es: „Die in Augenschein genommene Videoaufzeichnung ergibt jedoch, wie auch im Sonderbericht des Schiedsrichters eingeräumt wird, eindeutig und zweifelsfrei, dass das Foulspiel nicht von Spieler Özkara … begangen wurde.“ Damit ist das Verfahren eingestellt und die automatische Vorsperre aufgehoben.

Auch Charles Elie Laprevotte, der das rot-würdige Foulspiel eigentlich begangen hatte, muss keine Strafe befürchten. Özkara und Laprevotte könnten somit am Samstag im Auswärtsspiel beim Halleschen FC eingesetzt werden.



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