Fr., 28.08.2015

Fußball: 3. Liga Preußen Münster: Angeschlagen statt ungeschlagen

Niklas Lomb am Boden: Den Preußen-Keeper traf dabei noch am wenigsten Schuld an der Heimpleite gegen Mainz.

Niklas Lomb am Boden: Den Preußen-Keeper traf dabei noch am wenigsten Schuld an der Heimpleite gegen Mainz. Foto: Penno

Münster - 

Preußen Münster auf Wiedergutmachungstour in den Osten. Am Samstag (14 Uhr) ist der Drittligist in Halle an der Saale gefordert. Nach dem 0:1 gegen Mainz ist Abdenour Amachaibou aus dem Kader geflogen, Marc Heitmeier (Magenbeschwerden) und Benjamin Schwarz (Sperre) sind zurück.

Von Ansgar Griebel

Angeschlagen statt ungeschlagen: Vor dem zweiten Gastspiel im Fußball-Osten binnen acht Tagen hat sich die Ausgangsposition für den SC Preußen Münster nicht unwesentlich verändert. Der Weg ist bekannt, die Zielsetzung unverändert – nur die Stimmung im Preußen-Bus dürfte seit der Fahrt vor sieben Tagen nach Erfurt deutlich gelitten haben.

Wieder in den Osten

An diesem Freitag führte der Weg erneut in den Osten: Zielbahnhof Halle – etwa 80 Kilometer nordöstlich von Erfurt. Nur schleppen die Preußen diesmal die frische Erinnerung an das 0:1-Heimdesaster gegen die Mainzer Amateure mit durchs Land – nicht zwingend die beste Motivation für die nächste schwere Ost-Mission. Nach Spieltag Nummer drei saßen die Preußen mit breitem Kreuz im Bus, vor der sechsten Runde der Meisterschaft ist das Team nun in ein wenig in sich zusammengesackt.

Bischoff: „Die Mannschaft ist intakt“

Kapitän Amaury Bischoff wiederholte am Mittwochabend in den Katakomben des Preußenstadions gebetsmühlenartig, dass die Mannschaft intakt sei, der Wille ungebrochen – und die Vorstellung gegen Mainz nur ein Ausrutscher. Hoffentlich, mag man als Zuschauer mit einer Nähe zum SCP, hinzufügen. Trainer Ralf Loose zumindest hat nicht nur schwere Aufbauarbeit in kürzester Zeit zu verrichten, sondern wird definitiv auch Umbauarbeiten im Kader und in der Startelf vornehmen. Zum einen hat Benjamin Schwarz seine Gelbrot-Sperre abgesessen, zum anderen ist Innenverteidiger Marc Heitmeier wieder fit – beide rücken zurück in den Kader und wohl auch in die erste Elf. „Beide haben uns am Mittwoch spürbar gefehlt“, so Loose. Doch es wird wohl nicht bei diesen beiden Personalien bleiben.

Amachaibou bleibt in Münster

Gar nicht erst mit im Bus saß Abdenour Amachaibou, der am Mittwoch nach 25 Minuten vom Feld beordert wurde – und dort auch an diesem Samstag auch nicht mehr auftauchen wird. In der Innenverteidigung wird Co-Kapitän Heitmeier neben Marco Pischorn auflaufen – obschon sich die Defensivabteilung im Abschlusszeugnis nach dem Mainz-Spiel noch die besten der schlechten Noten gesichert hatte. Bewusst offen lässt Loose deswegen die Besetzung der Offensivabteilung, die am Mittwoch mehr oder weniger ohne gültigen Arbeitsnachweis blieb. „Da warten wir das Abschlusstraining ab“, so Loose, der darauf baut, dass die Stürmer ihren Willen zur Wiedergutmachung durch spektakuläre Auftritte im Abschlusstraining untermauern.

Preußen Münster (voraussichtliche Aufstellung): Lomb – Kopplin, Pischorn, Heitmeier, Müller – Schwarz, Bischoff, Laprevotte – Kara, Piossek – Krohne (Reichwein)



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