Mittelfeldmann heuert beim 1.FC Kaiserslautern an
Piossek schlüpft noch durchs Transferfenster

Münster -

Die Trennung von Mittelfeldspieler Marcus Piossek vom SC Preußen Münster steht dicht bevor. Bevor das sommerliche Transferfenster an diesem Montag schließt, dürfte der 26 Jahre alte gebürtige Lippstädter nun doch zum Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern wechseln.

Montag, 31.08.2015, 07:07 Uhr
Marcus Piossek wechselt doch noch.
Marcus Piossek wechselt doch noch. Foto: Penno

Nach Informationen unserer Zeitung nahm am Wochenende Stefan Kuntz , Sportchef der „Roten Teufel“, nach wochenlanger Funkstille Kontakt zu Preußens Sportchef Carsten Gockel auf. Der von Seiten Münsters bereits für beendet erklärte Transferpoker bekam wohl noch einmal einen neuen Anschub, sprich deutlich höhere Einsätze. Münsters Forderung soll vor einigen Wochen im hohen sechsstelligen Euro-Bereich gelegen haben, Kaiserslautern dürfte dem Anschein nach nur knapp über 100 000 Euro geboten haben.

Der Spieler hatte in einem Interview mit der Bild-Zeitung seinem Unmut Ausdruck verliehen, dass er nicht wechseln dürfe, obwohl es ihm versprochen worden sei. Piossek soll in der Folge eine Standpauke von Aufsichtsrats-Chef Thomas Bäumer erhalten haben. In besagtem Interview hatte Piossek gesagt, dass er sein Gehaltsplus in Kaiserslautern an die Preußen weiterreichen würde, nur um beim Zweitligisten anheuern zu dürfen. Die Verlängerung seines Kontraktes in Münster im kommenden Jahr hatte er kategorisch ausgeschlossen.

Vermutlich wird die Schmerzgrenze der Preußen bei rund 300 000 Euro liegen, zudem dürfte das Gehalt von Piossek eingespart werden. Garniert werden solche Transferdeals mit Prämien, sollte Kaiserslautern mit dem Spieler Piossek den Aufstieg in die 1. Bundesliga schaffen. So ein Transfer dürfte vom Volumen in die Richtung einer halben Million Euro laufen.

Die Preußen werden ihrerseits wohl nicht mehr, obwohl Trainer Ralf Loose sich weiter einen Stürmer wünscht, auf dem Markt aktiv. Das würde ein Beleg dafür sein, dass der Etat in der Vorsaison in den roten Bereich gerutscht ist und eine solche Einnahme das Loch mit stopfen könnte.

Vor zwei Jahren hatte der SCP rund 150 000 Euro für den Wechsel von Dimitrj Nazarov zum Zweitligisten Karlsruher SC erhalten. Dabei hatte sich Nazarov eine Ablöse festschreiben lassen, deshalb kam er vorzeitig aus seinem Kontrakt heraus. Piossek wird nun ebenfalls aus seinem bis Sommer 2016 laufenden Vertrag herausgekauft.

Kaiserslautern hatte am Freitag mit 1:3 in Heidenheim verloren und steht auf Rang sechs im Bundesliga-Unterhaus, der Club sucht auf den Außenpositionen im Mittelfeld Verstärkungen. Piossek kommt auf 172 Drittliga-Einsätze mit 34 Toren, vor seiner Zeit in Münster spielte er für den VfL Osnabrück, RW Ahlen und Borussia Dortmund 2.

 

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