Fr., 04.09.2015

Fußball: 3. Liga Preußen-Joker Hoffmann und Reichwein fangen gegen Bremen an

Jetzt kommt seine Chance: Trainer Ralf Loose setzt vorne rechts auf Philipp Hoffmann.

Jetzt kommt seine Chance: Trainer Ralf Loose setzt vorne rechts auf Philipp Hoffmann. Er und seine Offensivkollegen wollen sich trotzt Bremer Defensiv-Kreativität nicht vom Torschuss und -jubel abhalten lassen.. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Nach dem 3:1 beim Halleschen FC ist das Preußen-Punktekonto wieder im Lot. Gegen Werder Bremen II soll nun aber am Samstag der erste Heimsieg her. Die beiden Erfolgsgaranten der Vorwoche dürfen diesmal anfangen.

Von Thomas Rellmann

Anlauf Nummer vier sollte sitzen. Nach nur zwei Punkten aus drei Heimpartien ist Preußen Münster heiß auf den ersten Sieg an der Hammer Straße. Gegner Werder Bremen II scheint als Tabellen-18. am Samstag (14 Uhr) prädestiniert, um das Vorhaben in die Tat umzusetzen. „Wir müssen bissig ins Spiel gehen“, sagt Trainer Ralf Loose und fordert wie die Fans und seine Spieler drei Punkte. Der Schlüssel liegt in seinen Augen in der Offensive. „Hinten haben wir Fortschritte gemacht, das passt“, sagt er. „Wichtig, dass sich unsere Stürmer beim 3:1 in Halle gezeigt haben. Wenn sie nicht treffen, kommen wir nicht an die Sonne.“

Özkara muss weichen

Ein Duo, das vor einer Woche noch als Joker reinkam, erhält diesmal den Zuschlag für die Startelf. Der zweifache Assistgeber Philipp Hoffmann ersetzt den am Montag nach Kaiserslautern abgewanderten Marcus Piossek auf der rechten Seite, für den Doppeltorschützen Marcel Reichwein muss Cihan Özkara (Loose: „Mit ihm war ich nicht ganz zufrieden.“) weichen. „Ich finde, sie passen gut zusammen“, sagt der Coach. Da beide in der Vorbereitung verletzt waren, erinnert er daran, dass ein Spagat zwischen Praxis und Regeneration nötig ist.

Tritz fraglich

Hoffmann profitiert also zunächst am Piossek-Transfer, sein Trainer gibt aber zu bedenken, dass ihm insgesamt nun eine Alternative für den vorderen Bereich fehlt. Fraglich ist noch das Mitwirken von Außenverteidiger-Backup Stephane Tritz (Patellasehnenprobleme), er sei zuletzt eigentlich in guter Verfassung gewesen. Eng könnte es werden, wenn einer der zwei verbliebenen Innenverteidiger (Marc Heitmeier, Marco Pischorn) im Spiel raus müsste. Ohne Chris Philipps (Länderspiel-Reise) sitzt kein Mann fürs Abwehrzentrum auf der Bank, weil Nachwuchsmann Lion Schweers noch Zeit benötigt. Für den Fall der Fälle stünden Benjamin Schwarz oder Björn Kopplin bereit. Ob Abdenour Amachaibou, zuletzt früh ausgewechselt und dann gar nicht mehr im Aufgebot, diesmal wieder zum 18er-Kader zählt, ließ der Trainer offen. Nur soviel wollte er sagen: „Manchmal müssen sich Spieler auch an die eigenen Nase fassen.“

Werder beobachtet

Die seit fünf Runden sieglosen Hanseaten hat Loose zuletzt beim 1:2 gegen Dynamo Dresden beobachten lassen und spätestens seitdem viel Respekt vor ihnen. „Die Bremer sind hervorragend ausgebildet, viele von ihnen trainieren mit den Profis. Sie haben starke Stürmer und schalten gut um. Ich bin sicher, dass Werder in der Liga bleibt.“ Eine Schwäche hat der 52-Jährige dann aber doch ausgemacht. „Meist beginnen sie mit Vollgas und bauen dann ab. Darauf müssen wir vorbereitet sein.“

►  Preußen : Lomb – Kopplin, Pischorn, Heitmeier, Müller – Laprevotte, Bischoff, Schwarz – Hoffmann, Kara – Reichwein



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