Fußball: Westfalenliga
Donner rettet Gievenbeck 2:2 gegen Vreden

Münster -

Der 1. FC Gievenbeck bleibt in der Westfalenliga nach vier Partien weiter ohne Niederlage. Allerdings hatte die Mannschaft von Benjamin Heeke gegen die SpVgg Vreden ein wenig Glück, erst wenige Augenblicke vor dem Ende traf Clemens Donner zum 2:2-Ausgleich.

Sonntag, 06.09.2015, 14:33 Uhr aktualisiert: 06.09.2015, 19:01 Uhr
Beherztes Duell: FCG-Akteur Tom Gerbig (li.) fährt dem Vredener Nils Temme in die Parade.
Beherztes Duell: FCG-Akteur Tom Gerbig (li.) fährt dem Vredener Nils Temme in die Parade. Foto: Pjer Biederstädt

Der 1. FC Gievenbeck bleibt auch nach dem vierten Saisonspiel ungeschlagen. Bereits am Samstagabend holte das Team von Trainer Benjamin Heeke im Heimspiel gegen die SpVgg Vreden ein 2:2 (1:1)-Unentschieden. Der zehnte Punkt auf dem Gievenbecker Konto kam allerdings äußerst glücklich zustande.

Kitschiger hätte auch ein Seifenoperndramaturg die letzte Wendung nicht inszenieren können. Gievenbecks eingewechselter Clemens Donner stand am Fuße eines Regenbogens und zimmerte in vorletzter Minute das Leder zum völlig unverdienten 2:2 in den Knick. Endorphintrunken franste der Stadionsprecher mit seiner Ansage „Donnerschlag unterm Regenbogen“ die poetischen Geschmacksleitlinien aus.

Klar, auch Heeke freute sich über den Punkt, doch alles was er vor Donners Sonntagsschuss mit ansehen musste, meißelte ihm eher Falten ins Gesicht. Es dauerte wenige Sekunden, ehe Tom Gerbig seinen ersten, aber nicht seinen letzten, Zweikampf verlor und Kay Göttsch nach Vredener Flanke zur ungenauen Kopfballabwehr zwang. Die Kugel landete an der Strafraumgrenze bei Niklas Grubbe, der mit der Blitzführung die Hausherren gleich einmal kalt abduschte (1.).

Gäste überlegen

Der Ausgleich eine Viertelstunde später entstand ohne echte Torchance. Die hohe Hereingabe von Maxi Franke, landete im rot-gelben Gewühl im Vredener Fünfmeterraum, von wo Fabian Gerick den Ball zum 1:1 ins Netz wurschtelte. Spielerisch diktierte jedoch Vreden das Geschehen. Diszipliniertes Verschieben und konsequentes Pressing machte den Gievenbeckern, die auf den mit Außenbandriss fehlenden Christian Keil verzichten mussten, „das Leben erwartet schwer“, wie Heeke später befand.

Die Überlegenheit der Gäste schlug aber erst nach der Pause zählbar zu Buche. Der starke Grubbe testete aus 18 Metern das Gievenbecker Aluminium, ehe Nico Klein Günnewick den Abpraller zum 2:1 abstaubte (52.). Die Bemühungen, darauf zu antworten, beschränkten sich meist auf hohe Bälle ins Nirgendwo. Gievenbeck fehlte es an spielerischen Lösungen. Nur zwei Chancen kreierte die Heeke-Elf. Nils Heubrock tankte sich durch, verzog aber den Abschluss (53.), genau wie Fabian Gerick nach toller Vorarbeit von Daniel von der Ley (68.). „Wir haben viel zu schlecht gespielt. Nur Maximilian Natrup und Bernd Lütke-Wiesmann hatten Normalform, der Rest agierte unter seinen Möglichkeiten. Die Doppelsechs war ein Totalausfall“, versuchte Heeke gar nicht erst zu beschönigen.

Göttsch fliegt vom Platz

Als dann auch noch Kay Göttsch Mirko Bertelsbeck abräumte und „mit Recht“ (Heeke) die Rote Karte sah (82.), schien der Tag für Gievenbeck gelaufen. Stattdessen aber verdarb Donner den Vredenern die laut Coach Marcus Feldkamp „beste Saisonleistung“.

FCG: Lütke Wiesmann – Natrup, Göttsch, Franke, Gerbig – Bezhaev, Brinker (75. Donner) – Gerick (75. Schliesing), Heubrock, von der Ley – Niemann (90.+2 Hohenhövel)

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