Fußball: Westfalenliga
Spätes 6:0-Schützenfest für Preußen-Reserve gegen Herford

Münster -

Ein wahres Schützenfest feierte die U 23 des SC Preußen beim 6:0 gegen den SC Herford. Anfangs hielt der spielerisch nicht schlechte Gast mit, dann aber setzte sich die Spielfreude der Münsteraner durch, die zudem physisch klare Vorteile hatten.

Sonntag, 06.09.2015, 20:47 Uhr aktualisiert: 06.09.2015, 21:22 Uhr
Nicht nur in diesem Zweikampf zwischen Preußens Yasin Altun (l.), der ein gutes Spiel als alleiniger Sechser machte, und Sebastian Klaßes hatten die SCP-Akteure das bessere Ende für sich. Der Gastgeber bezwang Herford mit 6:0.
Nicht nur in diesem Zweikampf zwischen Preußens Yasin Altun (l.), der ein gutes Spiel als alleiniger Sechser machte, und Sebastian Klaßes hatten die SCP-Akteure das bessere Ende für sich. Der Gastgeber bezwang Herford mit 6:0. Foto: Peter Leßmann

Sobald die U 23 des SC Preußen ins Rollen kommt, wird es bitter für den Gegner. Diese Erfahrung machte am Sonntag der hochgehandelte SC Herford . Als die Münsteraner in der Schlussphase aufdrehten, wirkten die fußballerisch starken, aber in Sachen Fitness limitierten Gäste mit ihrem Latein am Ende. 6:0 (1:0) hieß es letztlich. „Mir hat es richtig gut gefallen, wie wir die Dinger konsequent ausgespielt haben“, meinte SCP-Trainer Sören Weinfurtner . „Grundlage war aber, dass wir bereit waren, körperlich zu arbeiten. Spielerisch sind wir ja immer zu allem in der Lage.“

Schulze Niehues im Tor

Das konnten die Hausherren in der Anfangsphase noch nicht unter Beweis stellen. Den besseren Start erwischten die Ostwestfalen , Dennis Kroos köpfte aber in die Arme von Profi-Leihgabe Max Schulze Niehues (7.), der nach überstandener Mandel-OP erstmals wieder für 90 Minuten auflief, später aber kaum mehr gefordert war. Mit dem ersten Angriff gingen die Preußen dann in Führung. Jonas Grütering flankte von links in den Sechzehner, Adressat Nico Müller zog trocken zum 1:0 (12.) ab. Im Gegenzug zielte Sebastian Klaßes vorbei (13.), danach ließen die Hausherren bis auf einen Kroos-Versuch (45.) nichts mehr zu. „Der Gegner hatte wenig Chancen, wir haben gut verteidigt“, sagte Weinfurtner. „Das 2:0 hätte sogar früher fallen können.“ Grütering (28.) scheiterte nach Leon Tias Assist an Keeper Nico vom Hofe, nach der Pause vergab Lokman Erdogan, als er erst Stephan Eggert den Ball abnahm, dann aber den Querpass dem Abschluss vorzog (50.).

Alle Dämme brechen

„Eigentlich war es in der zweiten Hälfte ein zerfahrenes Spiel, bis sich unsere physischen Vorteile bemerkbar machten“, so Weinfurtner. Mit dem zweiten Treffer brachen alle Dämme. Gunnar Weber nahm ein Grütering-Anspiel kurz an und knallte das Leder dann aus fast 30 Metern über den verdutzten vom Hofe ins Netz (67.). Nun kamen die Freunde des gepflegten Kombinationsspiels auf ihre Kosten. Die bis dahin passsicheren Herforder sahen nur noch staunend zu. Wie Jan-Hubert Elpermann nach einem schon gestoppten Konter und dank der Übersicht des überragenden Grütering einschob (74.). Oder wie Weber eine Müller-Flanke am langen Pfosten verwertete (78.) und wie Elpermann eine Grütering-Hereingabe mit dem 5:0 krönte (81.). Und wie Joker Jordi Scigliotti ein Weber-Zuspiel aus 16 Metern ins Netz jagte (85.). 6:0 – damit ist die SCP-Reserve nach bitterem Start spätestens jetzt in der Saison angekommen.

SCP : Schulze Niehues – Tia, Eickhoff, Wiesweg, Danabas – Altun (79. Rensing) – Grütering, Erdogan (76. Scigliotti), Elpermann, Müller (79. Mladenovic) – Weber

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3492654?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker