Fußball: 3. Liga
Das wurde aus Ex-Preußen, die im Sommer den SCP verließen...

Man sollte nicht vergessen, dass wir mehr als einen halbe Mannschaft ausgetauscht haben.“ Das sagte unlängst Carsten Gockel, Sportvorstand des SC Preußen Münster, um auf die veränderte sportliche Struktur beim Fußball-Drittligisten hinzuweisen. Aber was wurde aus den 14 Akteuren, die im Sommer beim SCP den Spind räumen mussten?

Donnerstag, 10.09.2015, 01:22 Uhr aktualisiert: 10.09.2015, 09:35 Uhr
Fußball: 3. Liga : Das wurde aus Ex-Preußen, die im Sommer den SCP verließen...
Preußens Abgänge: Marcus Piossek (l.) spielt in Kaiserslautern, Fabian Hergesell (r.) in Erfurt. Foto: Jürgen Peperhowe

Hier der Überblick in einer Fotostrecke:

Das machen die Ex-Preußen, die im Sommer den SCP verließen...

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  • Daniel Masuch (38): Der Torwart, vier Jahre SCP-Keeper, war unlängst bei Holstein Kiel als Ersatz für Kenneth Kronholm (Kreuzbandriss) im Gespräch. Versucht sich über das Camp der Vertragsfußballer in Form zu halten, noch ohne Verein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Julian Riedel (24): Nach dem Wechsel zu Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue und zum früheren Preußen-Coach Pavel Dotchev anfangs verletzt und noch in der zweiten Reihe.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Patrick Kirsch (34): Münsters letzter Meisterspieler (2011) plagt sich immer noch mit Kniebeschwerden herum, wurde operiert und geht an Krücken. Ob er noch einmal als Profi zurückkehrt oder sich beruflich neu orientiert, ist offen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Fabian Hergesell (29): Der Linksverteidiger ist bei RW Erfurt angekommen, dort Stammkraft (sechs Einsätze) und bereitete ein Tor vor. Allerdings läuft es beim Titelanwärter aus Erfurt nicht gerade rund.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Aaron Berzel (23): Nach wochenlangem und teilweise unsäglichem Hin und Her zwischen Spieler und Club schaffte der Rechtsverteidiger noch den Absprung. Regionalligist SV Elversberg mit Trainer Michael Wiesinger wollte Berzel, sein Einstand ist am Freitag gegen Kickers Offenbach geplant.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Philip Röhe (21): Startet bei Oberligist FC Eintracht Rheine durch, doch der Rechtsverteidiger muss wegen einer Adduktorenverletzung aktuell pausieren. Dürfte bald eine Stammkraft beim FCE sein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Dominik Schmidt (28): Holpriger Start bei Drittligist Holstein Kiel, nun erste Wahl. Auch deshalb, weil Innenverteidiger Hauke Wahl an den Zweitligisten SC Paderborn verkauft wurde.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benjamin Siegert (34): Münsters „bester Umschaltspieler“, wie Trainer Ralf Loose sagte, schloss sich Regionalligist SF Lotte an. Zwar reichte es für den Routinier aus dem rechten Mittelfeld nur zu drei Kurzeinsätzen, aber Lotte ist Spitzenreiter in der Regionalliga – und trifft demnächst im Westfalenpokal auf den SCP.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jens Truckenbrod (35): Der Rekordspieler der 3. Liga mit 233 Einsätzen hat seine aktive Laufbahn beendet. Er kickt nun in seinem Wohnort bei Concordia Albachten (Kreisliga A), ist zurzeit allerdings noch verletzt. Beim Preußen-Vermarkter Cocnito hat er eine Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation begonnen.

    Foto: René Penno
  • Thorsten Schulz (30): War bei Zweitliga-Absteiger VfR Aalen unter Coach Peter Vollmann sofort auf Betriebstemperatur. In den ersten vier Partien mit Top-Bewertung im Kicker (2,63), aber dann stoppte ein Muskelfaserriss den Außenverteidiger.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Erik Zenga (22): Sechs Monate in Münster verletzt, nun noch kein Einsatz für Zweitligist SV Sandhausen. Das Mittelfeldtalent setzt einer Sprunggelenksblessur außer Gefecht. Im Übrigen ist mit Jose-Pierre Vunguidica ein weiterer Ex-Münsteraner in Sandhausen aktiv, aber aktuell muss auch er mit einer Knorpelabsplitterung pausieren.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Michael Holt (29): Sein letzter Einsatz war im Juni 2014 für den SCP beim Turnier in Verl, damals stand er auf dem Wunschzettel von Regionalligist SV Meppen, seitdem verletzt an der Achillessehne. Brachte sich im VdV-Camp nun wieder in Schwung. Will endlich wieder Fußball spielen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Marcus Piossek (26): Endlich weg, dachte er wohl, und wohl auch so mancher Preußen-Fan. Die Offensivkraft durfte am letzten Tag der Wechselperiode zu Zweitligist 1. FC Kaiserslautern gehen. Am Freitag im Heimspiel gegen den SC Freiburg könnte er seine Premiere in der 2. Liga feiern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Emil Atlason (22): Der Angreifer ist zurück in Island und wurde von KB zu Valur Reykjavik ausgeliehen.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Ehemalige Münsteraner in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga

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  • Der Gewinner aller Ex-Münsteraner schlechthin war im Jahr 2015 Dirk Bremser (M). Er gehörte 1989 zu den Aufstiegshelden von Preußen Münster, von 1987 bis 1990 war er für den SCP am Ball. Seit 2000 ist der Platz des 49-Jährigen an der Seitenlinie. Als Co-Trainer arbeitete der gebürtige Bochumer beim VfB Lübeck, Alemania Aachen, 1. FC Nürnberg und seit der Saison 2013/14 sehr erfolgreich zusammen mit Coach Dieter Hecking beim VfL Wolfsburg zusammen. Das Duo darf sich nun DFB-Pokalsieger nennen und schaffte mit dem Werksclub die direkte Qualifikation für die Champions League.

    Foto: dpa
  • Roger Schmidt steht bei Bayer Leverkusen in seiner zweiten Saison als Chefcoach an der Linie. Der 48-Jährige schaffte mit seinem Team dank des 4. Tabellenplatzes die CL-Qualifikation. Der Sauerländer war von 2007 bis 2010 Preußen-Trainer und kehrte 2014 von RB Salzburg nach Deutschland zurück.

    Foto: dpa
  • Den sportlich gesehen wohl spannendsten Wechsel vollzog Abwehrspieler Philip Heise. Der 24-Jährige, der 2011 bis 2013 zwar 38 Spiele für Drittligist Preußen Münster absolvierte, startete beim 1. FC Heidenheim durch. Mit den Schwaben gelang dem gebürtigen Düsseldorfer der Zweitligaaufstieg und anschließend der Klassenerhalt. In der abgelaufenen Saison schoss der Außenverteidiger 30 Spielen zwei Tore und wechselte nun zum VfB Stuttgart und dessen neuem Cheftrainer Alexander Zorniger.

    Foto: Peperhowe
  • Carsten Cramer, häufig bei TV-Liveübertragungen neben BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke auf der Tribüne sitzend zu sehen, ist in der Beletage bereits ein bekanntes Gesicht. Seit Ende 2010 ist der Münsteraner bei Borussia Dortmund Direktor für die Bereiche Vertrieb, Marketing und Business Development sowie Geschäftsführer der Merchandising GmbH - und damit einer der mächtigsten Männer beim BVB.

    Foto: Witters
  • Ex-Preuße Zdenko Miletić hütete 1991 bis 1993 das Tor des SCP und begleitet seit 2007 als Torwart-Trainer den steilen Aufstieg des FC Augsburg. Vorläufiger Höhepunkt ist die diesjährige Teilnahme der Schwaben an der Europa League.

    Foto: Witters
  • Als Co-Trainer stand Michael Kraft 2005/06 bei Preußen Münster an der Seitenlinie, von 2006 bis 2013 war er Torwarttrainer bei Werder Bremen - seit 2013 bei Eintracht Frankfurt.

    Foto: Witters
  • Ebenfalls eine Münster-Vergangenheit hat bei Bayer Leverkusen Peter Hyballa, der im Nachwuchsbereich für die Leverkusener U-19 zuständig sind. Der gebürtige Bocholter Hyballa (39) sammelte viel Erfahrung im Jugendbereich unter anderem von Bundesligisten (Wolfsburg und Dortmund) und war bei der ersten Mannschaft 2014 Co-Trainer von Bayer-Übergangscoach Sascha Lewandowski.

    Foto: Peperhowe
  • Neuland ist die 1. Liga für Jörn Heineke (40), der von 2003 bis 2006 für Preußen Münster spielte. Er übernimmt bei Werder Bremen die Position des Techniktrainers.

    Foto: Peperhowe
  • In der 2. Liga versucht der Ex-Preuße José Vunguidica (25) beim SV Sandhausen Fuß zu fassen und sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

    Foto: Peperhowe
  • Für Furore sorgte vor allem zum Ende der letzten Saison Mittelfeldspieler Dimitrij Nazarov (r.), den Preußen Münster 2013 zum Zweitligisten Karlsruher SC transferiert hatte. Der 25-Jährige, der bei 51 Einsätzen acht Treffer für den KSC markierte, war in den Relegationsspielen gegen den Hamburger SV einer der auffälligsten Karlsruher. Sein spektakulärer Lattenschuss im Hinspiel sorgte insbesondere bei HSV-Fans für einen Schockmoment - nur mit Müh und Not konnte der Erstligist den Klassenerhalt sichern - und Nazarov bleibt weiter zweitklassig.

    Foto: Witters
  • Künftig in der 2. Liga am Ball: Ex-Preuße Erik Zenga (22) spielt nun beim SV Sandhausen.

    Foto: Peperhowe
  • Langjähriger Stammspieler in der Verteidigung von Hertha BSC Berlin ist Sebastian Langkamp (27), der in der Jugend unter anderem beim VfL Billerbeck und Preußen Münster fußballerisch ausgebildet wurde.

    Foto: dpa
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