Fußball: 3. Liga
Preußen reisen schon am Freitag zum ersten Schwergewicht nach Chemnitz

Münster -

Erstmals treffen die Preußen am achten Spieltag auf einen Gegner, der zu den Aufstiegsanwärtern gezählt wird. Zum Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC machen sich Münsteraner schon am Freitagmorgen auf den Weg. Allerdings ohne Lennart Stoll, der sich schwerer verletzt hat.

Donnerstag, 10.09.2015, 18:07 Uhr aktualisiert: 10.09.2015, 18:26 Uhr
Pechvogel Lennart Stoll (M.) muss in den kommenden Wochen pausieren, nachdem er sich im Training am Syndesmoseband verletzt hat. Der 19-Jährige war im Sommer aus der A-Jugend gekommen.
Pechvogel Lennart Stoll (M.) muss in den kommenden Wochen pausieren, nachdem er sich im Training am Syndesmoseband verletzt hat. Der 19-Jährige war im Sommer aus der A-Jugend gekommen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die jüngsten Reisen in den Osten überstand Preußen Münster zumindest sportlich unbeschadet. Das 1:1 bei RW Erfurt war ein passables Resultat, der 3:1-Sieg beim Halleschen FC vor zwei Wochen unglaublich wichtig. Nach Thüringen und Sachsen-Anhalt heißt die dritte Station nun Sachsen. Zum Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC (Samstag, 14 Uhr) bricht der SCP am Freitag in aller Frühe auf, um am späten Nachmittag noch mal vor Ort eine Trainingseinheit einzuschieben. „Hoffentlich gibt es keine Probleme mit dem Bus“, sagt Trainer Ralf Loose etwas schelmisch. Auf dem Weg nach Erfurt hatte das Gefährt eine Panne ereilt.

Stoll im Pech

Nicht mit an Bord sitzen neben Ersatzkeeper Max Schulze Niehues – ihn plagen Oberschenkelprobleme und dessen Ersatz Marco Aulbach erfüllt die U-23-Regel – auch Lion Schweers (Einsatz in der Reserve) sowie Lennart Stoll. Der 19-Jährige muss eine längere Zwangspause einlegen, er zog sich am Mittwoch im Nachmittagstraining einen Einriss des Syndesmosebandes zu. Bisher saß der Angreifer, der gerade aus der U 19 aufgerückt ist, maximal auf der Bank. Ob die Verletzung konservativ oder operativ behandelt wird, ist noch offen – und damit auch die Ausfalldauer.

Fink fraglich

Personelle Sorgen haben auch die Gastgeber. Ihnen droht nämlich der Ausfall des Drittliga-Rekordtorjägers Anton Fink (Schulterverletzung), der auch in dieser Saison schon wieder viermal getroffen hat. Außerdem muss Keeper Kevin Kunz nach seiner Roten Karte gegen Dynamo Dresden zweimal zuschauen, ihn ersetzt Daniel Batz. Nach der Derby-Niederlage (0:1) sind die Himmelblauen auf Rang sechs abgerutscht, ligaweit gehören sie für die meisten Fachleute dennoch zum Aufstiegsanwärterkreis. Auch Loose befindet: „Mit dem neuen Stadion ist es sicher das Ziel des Vereins, in die 2. Liga zu kommen.“ Zumindest nominell ist der CFC das erste Schwergewicht, auf das die Preußen in dieser Saison treffen. Von den bisherigen sieben Gegnern tummeln sich drei auf den Abstiegsplätzen, zwei weitere in der unteren Hälfte und nur die Würzburger Kickers und der Überraschungszweite FSV Mainz 05 II im Vorderfeld. „Aber in dieser Liga haben alle Mannschaften Qualität“, sagt Münsters Kapitän Amaury Bischoff. „Halle zum Beispiel war stark oder auch Würzburg.“ Seine Botschaft: Wer wo steht und wie klangvoll der Name sich anhört, ist völlig egal.

Demo statt Kundgebung

Bei einem Treffen haben sich gestern Vertreter der Stadt Osnabrück, der Polizei und des Fanprojekts des SC Preußen darauf geeinigt, dass es am Derby-Tag (23. September) nicht zu einer Demo, sondern von 18 bis 19 Uhr zur einer Kundgebung des münsterischen Anhangs auf dem Bahnhofsvorplatz kommt. Den Protest hatte das Fanprojekt als Reaktion auf der Verbot von Gäste-Fans angekündigt.

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