Fußball: 3. Liga
Preußen reisen nach 1:0 in Chemnitz im rosa Nebel heim

Chemnitz -

Der 1:0-Sieg der Preußen beim Chemnitzer FC kam eher glücklich zustande. Dennoch wollte kein Münsteraner zu kleinlich sein. Das Team ordnete den Triumph entsprechend euphorisch ein. Torschütze des Tages war Mehmet Kara nach einem herrlichen Dribbling.

Sonntag, 13.09.2015, 14:42 Uhr aktualisiert: 13.09.2015, 18:12 Uhr
Jubel über das Tor des Tages: Mehmet Kara (m.) nahm nach dem 1:0 verdientermaßen die Glückwünsche der Teamkameraden entgegen.
Jubel über das Tor des Tages: Mehmet Kara (m.) nahm nach dem 1:0 verdientermaßen die Glückwünsche der Teamkameraden entgegen. Foto: Jürgen Peperhowe

Keiner hat’s gesagt, alle haben es gedacht: „Hauptsache gewonnen.“ Alles weitere zu diesem Spiel ist letztlich in der Tabelle der 3. Liga nachzulesen. Der SC Preußen Münster kletterte nach dem wichtigen 1:0 (0:0)-Erfolg in Chemnitz wieder auf Platz drei – und mit jeder Minute, die nach dem Schlusspfiff verstrich, wurde der geschlagene Gegner noch etwas stärker, dieser Sieg noch etwas größer und die eigene Leistung noch etwas besser.

SC Preußen gewinnt in Chemnitz mit 1:0

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In Chemnitz heiligte ganz offensichtlich das Ergebnis die Mittel – aber es sei den Spielern und Verantwortlichen des SC Preußen verziehen und gegönnt, dass der Jubel über den dritten Dreier in Serie die dazugehörige Vorstellung ein wenig in einen rosa Nebel hüllte. „Ein super Spiel von der ganzen Mannschaft gegen einen ganz schweren Gegner“, sagte der Mann, der am Ende wirklich jedes Recht hatte, leicht verklärt auf die vergangenen 90 Minuten zurückzublicken. Mehmet Kara hatte die Partie nach einem seiner unnachahmlichen Alleingänge in der 71. Minute entschieden – und hatte hernach gar keinen Sinn für kritische Töne: „Wenn ich gewinne, bin ich immer zufrieden.“

Schimpfender Coach

Zufrieden war auch Trainer Ralf Loose , der im ersten Abschnitt noch schimpfend vor der Ersatzbank auf- und abdefilierte. „Da hatten wir zu wenig Ballsicherheit und haben das Spiel nach vorne nicht so aufgebaut, wie ich mir das gewünscht habe.“ Am Ende jedoch, so Loose, sei „der Matchplan aufgegangen. Dann hat die abgeklärtere Mannschaft mit der größeren Kaltschnäuzigkeit gewonnen.“

Münsters kälteste Schnauze hatte an diesem hochsommerlichen Samstagnachmittag im Stadion an der Gellertstraße Kara. Er setzte den Punkt auf das i, für dessen massiven Unterbau Torhüter Niklas Lomb verantwortlich war. Der rettete mit einer ganz starken Aktion gegen Tim Danneberg das torlose und bis dahin glückliche Remis in die Pause, im zweiten Abschnitt brachte er dann mit weiteren teilweise spektakulären Paraden den nicht minder glücklichen Sieg über die Zeit. „Das ist meine Aufgabe. Ich habe das gehalten, was noch durchgekommen ist“, übte sich der Keeper im Anschluss in Bescheidenheit.

Die Preußen in der Einzelkritik gegen den Chemnitzer FC

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  • Elie Laprevotte: Konnte im Spielaufbau nicht wie gewohnt glänzend, stellte aber ungewohnte Qualitäten als Abräumer vor der rAbwehr unter Beweis.

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  • Marco Pischorn: Der sollte im Sommer weg? Warum, fragt man sich nach den jüngsten Vorstellungen. Auch gegen Chemnitz zuverlässig und fast so stark wie der Mann an seiner Seite.

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  • Niklas Lomb: Der Keeper hält jeden Ball und die Preußen im Spiel. Bester Mann aus Münster mit Topleistung.

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  • Felix Müller: Hatte hinten einige Probleme, versuchte aber einiges nach vorne. Ordentlich.

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  • Amaury Bischoff: Kämpfte ohne zu glänzen.  Trieb sein Team in bester Kapitänsmanier aber bis zum Schluss an.

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  • Mehmet Kara: Wenn nichts geht, dann geht Kara -- und ein Kara geht halt immer. Sein wunderschönes Tor beschert Preußen drei Punkte und dem Matchwinner sehr gute Noten.

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  • Marc Heitmeier: Der Innenverteidiger war der Turm in der Schlacht -- und lieferte eine solide fehlerfreie Leistung ab. Eine ganz starke Vorstellung.

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  • Marcel Reichwein: Einsame Spitze -- und wie einsam. Der Stürmer hatte keine Gelegenheit sich auszuzeichnen.

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  • Benjamin Schwarz: Auch er im wesentlichen defensiv gefordert, aber nicht überfordert.

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  • Rogier Krohne: Kam für Reichwein in eine etwas offensivere Preußenphase -- blieb dennoch ohne Wirkung.

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  • Björn Kopplin: Mit einigen Unsicherheiten in der Defensive und wenig Druck nach vorne an diesem Tag eher etwas unter seinen Möglichkeiten.

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  • Philipp Hoffmann: Hatte nur wenig gute Szenen in einem Spiel, dass an seiner Offensivseite und damit auch an ihm über weite Strecken vorbeilief.

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„Unter Druck“

„Wir standen schon ziemlich stark unter Druck“, resümierte Innenverteidiger Marc Heitmeier, der im Abwehrzentrum der Preußen gemeinsam mit Marco Pischorn grundsolide Wertarbeit ablieferte. „Aber ich hatte immer das Gefühl, dass wir das diesmal hinkriegen, dass wir die Null halten können. Und dann war Niklas ja auch noch ganz gut drauf.“ Heitmeiers Gefühl sollte nicht trügen – und weil auch auf Karas Gefühl im rechten Fuß einmal mehr Verlass war, machte sich am Abend ein Party-Bus auf die lange Rückfahrt nach Münster.

„Wir haben bewiesen, dass wir auch gegen starke Gegner mithalten können“, gab Matchwinner Kara vor der feuchtfröhlichen Abfahrt zu Protokoll. „Immerhin hat Chemnitz seit zwei Jahren nicht mehr im eigenen Stadion verloren.“ Etwas nüchterner, aber immer noch voller Stolz bestätigte das sein Trainer: „Seit über einem Jahr hat hier in Chemnitz keine Mannschaft mehr gewonnen.“ Tatsächlich war der CFC seit zehn Monaten an der Gellertstraße ungeschlagen. Aber wer will nach einem Sieg schon kleinlich sein: Hauptsache gewonnen.

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