Fußball: Westfalenliga
Preußen-Reserve kommt spät zum 2:0-Sieg über Nottuln

Münster -

84 Minuten lang stand das Westfalenliga-Derby auf des Messers Schneide, dann kamen die fünf Minuten des Jan-Hubert Elpermann. Sein später Doppelschlag sicherte den 2:0-Sieg des SC Preußen Münster II gegen GW Nottuln.

Sonntag, 13.09.2015, 19:26 Uhr aktualisiert: 13.09.2015, 20:10 Uhr
Allein gegen alle: Preußen-Spieler Abdenour Amachaibou, Leihgabe aus der ersten Mannschaft, im Vierkampf gegen Oliver Leifken (l.), David Veauthier und Felix Hesker (r.) von Grün-Weiß Nottuln.
Allein gegen alle: Preußen-Spieler Abdenour Amachaibou, Leihgabe aus der ersten Mannschaft, im Vierkampf gegen Oliver Leifken (l.), David Veauthier und Felix Hesker (r.) von Grün-Weiß Nottuln. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Zweitvertretung des SC Preußen Münster II hat das Westfalenliga-Topspiel gegen Grün-Weiß Nottuln gewonnen. Der Weg zum 2:0 (2:0)-Heimsieg war jedoch ein harter für die Adlerträger.

Erst in der Schlussphase machten die Gastgeber im Duell mit den bis dahin noch ungeschlagenen Grün-Weißen den Sieg perfekt, durch den man bis auf Platz zwei der Tabelle vorrückte. Jan-Hubert Elpermann sorgte zunächst per verwandeltem Elfmeter – Nottulns Henning Klaus hatte Gunnar Weber gefoult – für die späte Führung (84.). Kurz vor Spielende legte der Mittelfeldspieler dann per sattem Rechtsschuss nach (89.). Es war eine gelungene Schlussphase für die Preußen in einer Partie, in der den Hausherren zunächst sehr wenig gelingen wollte.

Nottulns starke Phase

Ab Mitte der ersten Halbzeit waren die Gäste aus Nottuln die stärkere Elf und dominierten das Spiel fortan sogar deutlich – die wenigen ambitionierten Abschlüsse, wie etwa Felix Heskers Versuch aus kurzer Distanz (30.), führten jedoch zu keinem Treffer. Die Preußen kamen durch Lion Schweers ‘ Kopfball (18.) zwar zu einer ordentlichen Möglichkeit. Drittliga-Leihgabe Abdenour Amachaibou, der auf eigenen Wunsch mitwirkte, jedoch blass blieb, wurde vorher zudem ein durchaus vertretbarer Strafstoß nach Foul von Gästekeeper Malte Wilmsen verwehrt (14.). Doch täuschten diese Szenen nicht hinweg über eine ganz schwache erste Hälfte der Gastgeber.

Weinfurtner selbstkritisch

Für diese übernahm Sören Weinfurtner hinterher indes die Verantwortung. „Das nehme ich auf mich“, zeigte sich der Preußen-Trainer selbstkritisch. Er habe seiner Mannschaft aufgetragen, den Gegner zunächst nicht allzu früh zu attackieren. Für Durchgang zwei ordnete Weinfurtner dann ein aggressiveres Pressing an – die Preußen wirkten nun wesentlich präsenter. Zwar waren klare Torchancen auch in Hälfte Nummer zwei lange Zeit Mangelware bei den Hausherren, doch verlagerte man das Spiel ab etwa der 60. Minute komplett in die Hälfte des Gegners, der so keine offensiven Akzente zu setzen vermochte. Weinfurtner lag somit nicht falsch mit seiner Einschätzung, dass der spät zustande gekommene dritte Saisonerfolg der Preußen „am Ende absolut verdient war“.

Preußen Münster II: Tantow – Tia, Schweers, Eickhoff, Danabas – Grütering, Elpermann, Erdogan (88. Wiesweg), Altun (46. Scigliotti), Amachaibou (82. Müller) – Weber

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