Fußball: Westfalenliga
Fedorov trifft doppelt bei Gievenbecks 3:0 über Clarholz

Münster -

Der 1. FC Gievenbeck brauchte eine Weile, um sich im vorgezogenen Spiel gegen Victoria Clarholz am Samstag zurechtzufinden. In der zweiten Hälfte schlug der Gastgeber aber dann zu. Mit 3:0 siegten die Münsteraner, Debütant Mikhail Fedorov traf zweimal.

Sonntag, 20.09.2015, 14:01 Uhr aktualisiert: 20.09.2015, 20:12 Uhr
Was für ein Einstand: Mikhail Fedorov (links) traf am Samstag doppelt.
Was für ein Einstand: Mikhail Fedorov (links) traf am Samstag doppelt. Foto: Pjer Biederstädt

Der 1. FC Gievenbeck ist zurück in der Spur. Mit dem 3:0 (0:0) über Victoria Clarholz glückte am Samstag der vierte Saisonsieg nach zuletzt nur einem Punkt aus den jüngsten beiden Partien. Dabei rückte einer von vielen Debütanten ins Rampenlicht.

Heekes Zweifel

Seit vier Tagen waren seine Spielberechtigungsunterlagen gerade einmal da, als Mikhail Fedorov kurz vor Schluss zur Einwechslung bereit stand. Doch der sonst hervorragende Schiedsrichter Sören Passon übersah das Gesuch der FCG-Bank. „Ehrlich gesagt, war ich ganz froh darüber. Mikhail versteht noch kein Deutsch. Und ich war nicht sicher, ob er wusste, auf welcher Position ich ihn bringen wollte“, erzählte Gievenbecks Coach Benjamin Heeke. Vielleicht ahnte es der Russe wirklich nicht. Wo das Tor steht, weiß er hingegen. Sein 13 Minuten währendes Debüt nutzte er zum Doppelpack. Erst nickte er ungeachtet der Tatsache, dass er nur 175 Zentimeter misst, eine Ecke vom überragenden Nils Heubrock per Kopf zum 2:0 ein (87.), zwei Minuten später eroberte er die Kugel, spielte den Doppelpass mit Heubrock und markierte den 3:0-Endstand. Kann man mal so machen beim Debüt.

Canisius überzeugt

Fedorov war dabei nicht der einzige Neuling. Julian Canisius, sonst Teil des Bezirksliga-Teams, agierte in einer Startelf nur aus 90er-Jahrgängen bestehend neben Alan Bezhaev auf der Doppelsechs, als hätte er nie woanders als in der Westfalenliga gespielt. Gut, auch er brauchte in der ersten Hälfte Zeit, um reinzukommen. Gievenbeck fand lange den spielerischen Weg in die Spitze nicht und ermutigte die Clarholzer so zu eigenen Offensivaktionen. Der nach überstandener Operation zurück ins Tor gekehrte Nico Eschhaus faltete seine Vorderleute während der Druckphase der Gäste derart lautstark zusammen, dass die Lecks in der Defensive schnell gekittet wurden. Nach der schwachen ersten, folgte eine umso stärkere zweite Halbzeit. Vor allem Kapitän Heubrock und Flügelsprinter Daniel von der Ley leiteten nun gefährliche Situationen am Fließband ein. Es dauerte jedoch bis zur 74. Minute, bis eine von-der-Ley-Flanke von der Hüfte des Victoria-Verteidigers Ugur Gözsüz zum 1:0 ins Netz fiel, ehe Fedorov sich zweimal unmissverständlich zu Wort meldete.

FCG: Eschhaus – Natrup, Hohenhövel, Franke, Gerbig – Bezhaev, Canisius – Schliesing (77. Fedorov), Heubrock, von der Ley (90. Liszka) – Donner (65. Gerick).

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