Fußball: Westfalenliga
Offensivlahmer TuS Hiltrup unterliegt Delbrück mit 0:3

Münster -

Der TuS Hiltrup kassierte gegen den Delbrücker SC die ersten Heimniederlage. Sie fiel mit 0:3 sogar sehr heftig aus, alle Treffer kamen erst nach der Pause zustande. Vorne blieben die Münsteraner einfach zu harmlos.

Sonntag, 20.09.2015, 18:40 Uhr aktualisiert: 21.09.2015, 15:14 Uhr
Zweiter Sieger – wie im Spiel: Abgeblockt wird in dieser Szene Hiltrups Sechser Eric Rottstegge (rechts) im Duell mit Delbrücks Kapitän Marvin Frenz.
Zweiter Sieger – wie im Spiel: Abgeblockt wird in dieser Szene Hiltrups Sechser Eric Rottstegge (rechts) im Duell mit Delbrücks Kapitän Marvin Frenz. Foto: Thomas Austermann

Erstmals in dieser Westfalenliga-Serie schoss der TuS Hiltrup kein Tor. Noch schlimmer aber wog, dass die Fußballer auch nicht sattelfest genug agierten, um gegen den Delbrücker SC wenigstens einen Punkt zu retten. Die verdiente Niederlage fiel mit 0:3 (0:0) zu deutlich und ziemlich schmerzhaft aus.

Bohnen in der Reserve

Eine Woche nach dem 7:3-Spektakel bei YEG Hassel lahmte die stark ersatzgeschwächte Offensive des TuS deutlich. Neben Jannik Bohnen, der nach einer Klassenfahrt in der Zweiten Spielpraxis sammeln sollte, und Michael Fromme (verletzt) sagte auch Robin Wellermann erkrankt ab. „Das ist ja mal richtig schlecht gelaufen“, ärgerte sich Trainer Martin Kastner im Nachhinein über die Bohnen-Abstellung. Er beorderte Jan Kniesel in die Spitze, aber der Tempospieler braucht eher Platz für seine Antritte. Und der wurde ihm diesmal nicht vergönnt.

Bei den eher vorsichtig startenden Ostwestfalen bestimmte der Ex-Preuße Rino Capretti als Spielertrainer oft den Rhythmus mit seiner sachlichen wie defensiv sattelfesten Art. Wie der 33-jährige Innenverteidiger versuchte der DSC keine „Überdinger“, sondern sammelte sich geschlossen im Kollektiv, das dann und wann über schnelle Außen vorrückte. In diesen Szenen gab es prompt auch gute Abschlüsse durch Marius Ferber (22.) und Samuel de Mello (29.).

Schwieriger Aufbau

Dergleichen suchte man beim TuS vergeblich. Schon der Spielaufbau fiel Guglielmo Maddente und Kollegen sehr schwer gegen diesen Kompaktblock. Die Außen Diogo Castro und Aaron Schölling beschäftigten den Gegner kaum.

Es blieb alles zähflüssig, bis Schölling einmal blitzgescheit steil auf Kniesel spielte, der frei vor Keeper Kevin Hund an der Klassereaktion des Ex-Preußen scheiterte (63.). „Gehen wir in Führung, verlieren wir hier niemals“, sah Kastner eine Vorentscheidung. Das 0:1 gab ihm Recht. Nach Eckball köpfte Daniel Austenfeld ein (65.). Zehn Minuten später blieb Christoph Blesz nur eine Pressschlagaktion, um Patrick Kurzen am Torschuss zu hindern. Der eingewechselte Youngster aber setzte sich durch und erhöhte. Er sorgte auch danach für neues Tempo im DSC-Spiel und bereitete das 3:0 (88.) von Mario Freise, dem nächsten Joker, vor. Caprettis Wechsel zeigten Wirkung, die des dünn besetzten TuS nicht.

Kastners Analyse

„Normalerweise haben wir offensiv alle Optionen, aber diesmal gab es diesen Engpass“, erklärte sich Kastner den Spielverlauf selbst. „Das war ein enges Spiel, aber es hatte am Ende ein viel zu klares Resultat.“

Hiltrup : Böcker – Hoeveler, Plöger (87. Böhmer), Ziegner, Blesz – Rottstegge, Brüggemann (80. Tipkemper) – Castro (57. Kottenstedde), Maddente, Schölling – Kniesel.

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