Fußball: 3. Liga
Preußen-Spieler registrieren gespenstische Derby-Atmosphäre

Münster -

Anfangs war die Stimmung im Derby zwischen Preußen Münster und dem VfL Osnabrück fast schon gespenstisch, am Ende wurde es aber doch laut. Die Spieler nahmen die seltsame Atmosphäre durchaus wahr und waren nicht gerade erfreut.

Donnerstag, 24.09.2015, 21:00 Uhr aktualisiert: 25.09.2015, 15:27 Uhr
Statement der VfL-Fans: Wie am Mittwoch die Preußen-Anhänger werden im Rückspiel auch die Gäste aus Osnabrück nicht ins Stadion kommen.
Statement der VfL-Fans: Wie am Mittwoch die Preußen-Anhänger werden im Rückspiel auch die Gäste aus Osnabrück nicht ins Stadion kommen. Foto: dpa

Am Ende war es auch nicht leiser als sonst an der Bremer Brücke . Beim späten Ausgleich des VfL Osnabrück und den folgenden Rudelbildungen hatten die Fans der Lila-Weißen ihre Zurückhaltung längst aufgegeben. Fußball bleibt eben ein emotionales Spiel, da lässt sich auch ein selbst auferlegtes und vielleicht solidarisches Schweigegelübde nicht dauerhaft durchziehen, wenn es zur Sache geht.

Elementarer Faktor fehlt

Ohne SCP-Fans fehlte dieser Partie natürlich ein elementarer Stimmungsfaktor, doch auch die Anhänger der Hausherren blieben lange vergleichsweise ruhig. Keine Choreographie, kein organisierter Ultra-Gesang, keine Pyros – das war das Signal der aktiven Szene gegen den Ausschluss von Gäste-Fans für die Duelle der Dauerrivalen in dieser Saison. Lange blieb es fast gespenstisch still in der Osnatel-Arena. „Es hat sich nicht wie ein Derby angefühlt, die Atmosphäre war generell seltsam“, merkte SCP-Verteidiger Björn Kopplin an. „Natürlich spürt man auf dem Rasen, dass die eigenen Anhänger uns nicht nach vorne peitschen“, sagte Kollege Benjamin Schwarz .

Das leidenschaftliche, aber bis zum Ausgleich außerordentlich faire Geschehen auf dem Grün trug immerhin dazu bei, dass die Anhänger der Heimelf mit der Zeit auftauten und doch noch so etwas wie das typische, wenn auch diesmal einseitige, Derby-Feuer schufen.

Vereinzelte SCP-Fans

Ganz ohne Zuschauer aus Münster ging die Partie übrigens nicht über die Bühne. Mehrere Fans hatten sich, über welche Wege auch immer, Karten besorgt. Einige gaben sich etwa zehn Minuten vor Schluss zu erkennen und mussten die Haupttribüne verlassen. Sie verpassten den wilden Schluss.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3529804?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker