Fußball: Westfalenpokal
Lottes Siegert freut sich auf Wiedersehen mit Preußen

Münster -

Ex-Preuße Benjamin Siegert freut sich auf das Wiedersehen mit seinem alten Club. Für den Regionalligisten SF Lotte kam der 34-Jährige lediglich sechsmal als Joker zum Einsatz, jetzt aber fühlt er sich endlich wieder fit und hofft auf sein Startelf-Debüt.

Mittwoch, 07.10.2015, 07:00 Uhr aktualisiert: 07.10.2015, 20:08 Uhr
Sportfreunde-Blau statt Preußen-Grün: Benjamin Siegert (r.) läuft seit August für den regionalen Rivalen auf.
Sportfreunde-Blau statt Preußen-Grün: Benjamin Siegert (r.) läuft seit August für den regionalen Rivalen auf. Foto: Mrugalla

Hat sich was geändert? Natürlich nicht, alles andere hätte jeden Preußen auch gewundert. Benjamin Siegert hat immer noch gute Sprüche auf Lager und durchgehend super Laune. Knapp fünf Monate nach seinem Abschied vom SCP ist der 34-Jährige längst wieder in seinem Element. Ein Karriereende zog er nicht ernsthaft in Erwägung, im August schloss er sich lieber den SF Lotte an. Seitdem pendelt er täglich über A1 und A30 zum Clubgelände. „Es macht großen Spaß. Ich wollte immer so lange spielen, wie es geht“, sagt der Rechtsfuß vor dem Wiedersehen mit den Ex-Kollegen am Samstag (14 Uhr) in der zweiten Runde des Westfalenpokals.

Im Halbfinale gescheitert

Als Münster im Mai im Halbfinale dieses Wettbewerbs zu Hause an den Sportfreunden scheiterte und einen sechsstelligen Betrag verstreichen ließ, stand Siegert noch auf der Adler-Seite. Nun kommt es zur Revanche, diesmal am Autobahnkreuz. Wer Favorit ist, daran lässt der Mittelfeldmann keine Zweifel. Aber er räumt auch ein, dass ihn der gute Saisonstart seines Ex-Vereins überrascht hat. „Ich hatte eher damit gerechnet, dass das Team anfangs Zeit braucht und später angreift.“ Beide Mannschaften stehen auf Platz zwei ihrer Klasse, allerdings bringen die Lotter vermutlich derzeit auch nicht weniger Qualität auf den Rasen als die Clubs auf Rang 13 oder 14 der 3. Liga.

Benny Siegert hat zum guten Start seiner Jungs noch nicht soviel beitragen können wie erhofft. Sechs Einwechslungen stehen bisher zu Buche. Seine Rolle nimmt er aber hin: „Unsere Mannschaft spielt gut. Solange werde ich bestimmt nichts fordern.“ Sein Pech: Die Vorbereitung lief ohnehin ohne ihn, kurz nach der Ankunft zog er sich einen Muskelfaserriss zu. „Da dachte ich schon, es wäre vorbei mit dem Fußball . Ich war sonst fast nie verletzt.“ Inzwischen ist der Routinier aber voll belastbar und fit – einen Startelf-Einsatz am Samstag wünscht er sich natürlich.

B-Lizenz geplant

Ob Coach Ismail Atalan, der nur ein Jahr älter ist, ihn erstmals von Beginn an bringt, lässt er offen. Dafür betont er aber den Wert, den der Flügelspieler selbst als Reservist hat. „Benny bringt unglaublich viel Ruhe rein. Er arbeitet mit Akribie und unterstützt mich, wo er kann.“ Quasi ein Bindeglied zwischen Trainerstab und Mannschaft. Siegert könnte sich mit einer solchen Rolle auch dauerhaft anfreunden. „Ich hoffe, dass es für mich nach der aktiven Zeit im Fußball weiter geht“, sagt er. Die B-Lizenz möchte er bald erwerben. Zunächst zählt jedoch das Wiedersehen mit den früheren Kollegen. „Der Kontakt zu vielen ist natürlich noch da“, sagt er.

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