Fußball: 3. Liga
Wiedersehen am Lotter Kreuz

Münster -

Jesse Weißenfels hat in diesem Jahr das Pokalspiel zwischen Preußen Münster und den SF Lotte schon einmal entschieden: Er traf zum 1:0 für Lotte im Mai. Am Samstag würde er gerne ins andere Tor – nämlich für Münster und gegen Lotte – treffen.

Donnerstag, 08.10.2015, 15:21 Uhr aktualisiert: 09.10.2015, 17:41 Uhr
Jesse Weißenfels (Mi.) am Ball für die Preußen – bislang jedoch nur für die Reserve.
Jesse Weißenfels (Mi.) am Ball für die Preußen – bislang jedoch nur für die Reserve. Foto: Jürgen Peperhowe

„Der Trainer weiß, das ich heiß bin.“ Jesse Weißenfels hat sich beim SC Preußen Münster – ja, was hat er da eigentlich. Sich zurückgemeldet, stimmt nicht wirklich, denn so richtig angekommen war der 23-Jährige in Münster noch gar nicht. In der Sommerpause wechselte der Stürmer vom Lotter Kreuz an die Hammer Straße – jetzt hat er nach teils andauernden, teil wiederkehrenden Verletzungsproblemen endlich grünes Licht von der medizinischen Abteilung. „Seit vier Wochen bin ich fit“, sagt Weißenfels. „Ich fühle mich sehr gut, habe null Probleme und keine Schmerzen mehr.“

Drei Einsätze absolvierte der torgefährliche Mann zuletzt für die Preußen-Reserve in der Westfalenliga. Am Samstag steht nun das Zweitrunden-Pokalspiel der Erstvertretung im Westfalenpokal gegen Lotte an. Hier wird ermittelt, wer in Runde drei gegen die SF Siegen antreten darf. Eigentlich die optimale Gelegenheit für das Debüt im Drittliga-Kader, zumal Trainer Ralf Loose grundsätzlich viel von alten Lieben hält – und nur zu gerne „Ehemalige“ des jeweiligen Gegners auflaufen lässt.

„Lotte ist ein sehr starker Gegner“, weiß Loose – und kann diese Erkenntnis auch statistisch untermauern. Im Mai nämlich gab es die gleiche Ansetzung im Halbfinale der abgelaufenen Pokalrunde – damals sogar mit Heimvorteil der Preußen und einer ernüchternden 0:1-Niederlage. „Und jetzt müssen wir auswärts antreten, das macht es nicht leichter.“ Allerdings muss Lotte ohne den damaligen Siegtorschützen antreten, der nämlich ist jetzt ein Preuße: Jesse Weißenfels hat die Preußen vor nicht einmal sechs Monaten aus dem Pokal geschossen. Nur zu gerne würde er jetzt wieder treffen – und seinen ersten Preußen-Pflichtspieltreffer gegen seine alten Kameraden erzielen. Zu denen hat er grundsätzlich noch guten Kontakt, „aber jetzt vor dem Spiel ruht das natürlich.“ Das nächste Lebenszeichen würde Weißenfels nur zu gerne während der 90 Minuten am Samstag senden.

Allerdings braucht Loose diese Partie in der Länderspielpause auch, um seine Mannschaft für die nächsten Liga-Aufgaben zu rüsten. „Wir wollen im Rhythmus bleiben“, gibt der 51-Jährige als Marschroute aus, der ohnehin sperrige Pokalauftritt in Lotte dürfte also keineswegs als Experimentierwiese dienen. Voraussichtlich wird der für den Ligabetrieb gesperrte Rotsünder Benjamin Schwarz auch in Lotte aussetzen, damit sich Vertreter Danilo Wiebe im Team orientieren kann. In dem Team, das eine Woche später dann gegen Rostock um Meisterschaftspunkte spielen wird. Ob Weißenfels dann schon so weit ist, die etablierten SCP-Stürmer Marcel Reichwein und Rogier Krohne anzugreifen, ist fraglich.

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