Fußball: Westfalenliga
Preußen Münster 2 gegen Hiltrup: (K)ein Spiel wie jedes andere

Münster -

Nominell ist es das Heimspiel des SC Preußen, faktisch haben alle Spieler nahezu die gleichen Wege ins Stadion. Bereits am Freitag um 19.30 Uhr kommt es an der Hammer Straße zum Westfalenliga-Derby der Preußen gegen den TuS Hiltrup.

Donnerstag, 08.10.2015, 17:45 Uhr aktualisiert: 08.10.2015, 18:30 Uhr
Auf Tuchfühlung – Dennis Hoeveler (TuS, l.) und Yasim Altun im typischen Derby-Zweikampf.
Auf Tuchfühlung – Dennis Hoeveler (TuS, l.) und Yasim Altun im typischen Derby-Zweikampf. Foto: Wilfried Hiegemann

Nein, Elfmeterschießen haben sie vor dem Aufeinandertreffen in der Fußball-Westfalenliga nicht geprobt. Das versichern sowohl Sören Weinfurtner (Preußen U 23) als auch Martin Kastner (TuS) glaubwürdig. „Das ist doch kein Pokalspiel“, verweist Hiltrups Coach mit Nachdruck auf den Punktspielcharakter. Dabei hätte die Schlussphase des letzten direkten Vergleichs durchaus damit verwechselt werden können, fiel die Entscheidung beim 3:2-Heimsieg des TuS doch vom Punkt. Und nicht nur das: Erst im dritten Versuch verwandelte Jan Kniesel. Zuvor hatte Stephan Tantow zwar die Strafstöße von Michael Fromme und Dennis Höveler pariert, der Unparteiische in beiden Fällen den Torhüterparaden die Anerkennung verwehrt – und auf zwei Wiederholungen bestanden.

Unbefriedigende Zwischenbilanz

„Ich hoffe, dass wir nicht noch einmal in solch eine kuriose Situation geraten“, gesteht Weinfurtner. Alles andere als kurios, sondern eher unbefriedigend ist die sportliche. Elf Punkte Rückstand weist die Preußen-zweite auf die Spitze auf, vier auf den Gast aus Hiltrup – nach gerade erst acht Spieltagen. „Das ist für niemanden zufriedenstellend,“ räumt der 37-Jährige ein, zeigt sich aber nicht unbedingt überrascht. „Wir sind nach dem Umbruch davon ausgegangen, dass so ein Loch kommen wird.“ Immerhin hat er zuletzt Fortschritte erkannt. „Wir müssen sehen, dass wir aus diesem Tal herauskommen. Gerne gegen Hiltrup. Das kann aber auch noch zwei oder drei Spiele dauern. Wir werden nicht nervös.“

Nicht alles wird verraten

Er bleibt also cool. Auch was die Personalien anbelangt. Während Nicolas Kriwet weiterhin kein Thema ist und Manuel Greshake und Dominik Voß nicht trainiert haben, hütet der Preußen-Trainer Namen von Abstellungen aus dem Drittliga-Kader wie ein Geheimnis: „Diesen Vorteil möchte ich nutzen.“ Im Hinspiel der Vorsaison traf mit Abdenour Amachaibou beim 2:0-Sieg ein Spieler von oben zur Führung. Er ist erneut ein Kandidat für die Startelf. So wie Elfmeter-Killer Tantow.

Martin Kastner lässt sich ohnehin überraschen. Auch weil er die Preußen in dieser Saison noch nicht in Augenschein nahm. „Ich kann keine seriöse Aussage treffen. Sie bleiben bis zum Anpfiff eine Wundertüte.“ Klarheit hat der 44-jährige Coach, was den TuS-Kader angeht. Neben Michael Fromme (verletzt) muss er auch auf Daniel Ziegner (Urlaub) sowie auf Philipp Plöger (krank) – und damit zwei Innenverteidiger – verzichten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3556499?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker