Fußball-Westfalenpokal
Für Preußen ist das Spiel in Lotte das vorweggenommene Finale

Münster -

In Runde zwei treffen Preußen Münster und Lotte aufeinander. Pikant: SCP-Trainer Ralf Loose beordert Jesse Weißenfels in den Kader. Im vergangenen April hatte der 23-jährige Angreifer noch für seinen Ex-Club getroffen – gegen die Preußen.

Freitag, 09.10.2015, 17:47 Uhr aktualisiert: 09.10.2015, 23:00 Uhr
Lotte tanzt, Münster trauert: Nach der Pokal-Niederlage waren Jens Truckenbrod (sitzend) und Philipp Hoffmann restlos bedient. Danilo Wiebe (kleines Bild) darf auf einen Startelf-Einsatz hoffen.
Lotte tanzt, Münster trauert: Nach der Pokal-Niederlage waren Jens Truckenbrod (sitzend) und Philipp Hoffmann restlos bedient. Danilo Wiebe (kleines Bild) darf auf einen Startelf-Einsatz hoffen. Foto: Jürgen Peperhowe

Diese Niederlage hatte dem SC Preußen Münster Ende April gerade noch gefehlt. Nach dem Aus im Aufstiegsrennen der 3. Liga wurde der Fußball-Drittligist auch noch im Westfalenpokal-Halbfinale von Regionalligist SF Lotte verabschiedet. Ausgerechnet Jesse Weißenfels , dessen Wechsel von Lotte nach Münster die Spatzen von den Giebeldächern des Prinzipalmarktes pfiffen, traf für die überlegenen Gäste vor 3107 Zuschauern.

Weißenfels freut sich auf den Samstag, um 14 Uhr gastiert der SCP bei seinem Ex-Club – und der 23 Jahre alte Angreifer steht nach über zweimonatiger Verletzungspause endlich im Spieltags-Aufgebot. „Ich bin schmerzfrei, mache alle Trainingseinheiten mit“, sagt er. Er will endlich beim SCP auf dem Platz ankommen. „Ja, er wird im Kader sein“, verspricht Loose . Der SCP-Coach hat andere Sorgen, weil Spielmacher Amaury Bischoff ausfällt, Danilo Wiebe wird dafür wohl erste Wahl sein. Benjamin Schwarz, in der Meisterschaft gerade für zwei Partien gegen Hansa Rostock und bei Energie Cottbus gesperrt, ist zudem unverzichtbar im Preußen-Mittelfeld.

Weißenfels‘ Treffer kostete den SCP mindestens 200 000 Euro und wohl auch ein Aufeinandertreffen mit Erstligist Bayer Leverkusen mit dem früheren SCP-Trainer Roger Schmidt. Lotte verlor dann in der ersten Runde vor ausverkauftem Haus mit 0:3 vor 5466 Zuschauern. Diese Kulisse wird am Samstag nicht erreicht. Obwohl das Duell Lotte gegen Münster das vorweggenommene Finale im Westfalenpokal bereits in der 2. Runde ist. Die Sportfreunde schalteten in der ersten Runde das Regionalliga-Spitzenteam aus Rödinghausen mit 1:0 nach Verlängerung aus. Der ehemalige U-17-Spieler von Preußen Münster, Felix Frank, traf. Der Sieger des Samstags dürfte den dicksten Brocken auf dem Weg in die 1. Hauptrunde aus dem Weg geräumt haben. Es bleiben „nur“ noch Mittelklasse-Regionalligisten wie der SC Verl, Wattenscheid 09 oder RW Ahlen vermutlich im Lostopf.

Die Adlerträger sind gewarnt, sie bereiten sich wie auf ein Drittliga-Spiel vor, es ist wohl das Schlüsselspiel in der Westfalenpokal-Saison. Der fünffache Pokalsieger (seit 1982) aus Münster will Revanche für die Schmach aus dem April, als der taumelnde Drittligist von Lotte phasenweise vorgeführt wurde. „Uns fehlte die taktische Disziplin an diesem Abend. Der Termin lag nicht gerade günstig für uns. Auch dieses Mal wird es ein schwieriges Spiel, sehr kämpferisch, glaube ich.“ Aber Loose sieht seine Mannschaft nach sieben Partien ohne Niederlage in der 3. Liga und dem Sprung auf Platz zwei gerüstet für die Revanche. Er lässt es anklingen, dass seine Mannen den Sportfreunden aus Lotte nicht wieder ins Messer laufen werden.►  Münster: Lomb – Kopp­lin, Pischorn, Heitmeier, Müller – Wiebe, Laprevotte, Schwarz – Hoffmann, Reichwein, Kara.

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