Fußball: Westfalenpokal
Ex-Preuße Siegert lässt frühere Kollegen mit seinem Traumtor leiden

Lotte -

Das musste ja so kommen, werden sich die Fatalisten aus dem Preußen-Lager gedacht haben. Bei der 1:3-Pleite in Lotte traf der Ex-Münsteraner Benjamin Siegert für den Gegner. Dass ihn die Ausbootung durchaus getroffen hatte, war nach dem Tor zu spüren.

Sonntag, 11.10.2015, 15:17 Uhr aktualisiert: 12.10.2015, 12:33 Uhr
Benjamin Siegert 
Benjamin Siegert  Foto: pp

Sein Antritt war unwiderstehlich, mit 34 rechtfertigte Benjamin Siegert noch mal, warum sein Ex-Coach Ralf Loose ihn immer wieder als seinen „besten Umschaltspieler“ bezeichnet hatte. Vor dem 3:1 gegen seinen früheren Verein nahm der jetzige Lotter Marcel Reichwein an der Mittellinie den Ball ab, startete durch, ließ Marco Pischorn stehen und schloss gefühlvoll aus 20 Metern ab.

„Preußen wollte mich nicht mehr, ich wollte schon. Aber Genugtuung? Ich weiß nicht“, sagte er später. „In manchen Kreisen mag man das so nennen.“ Sein Jubel ließ jedenfalls darauf schließen, dass da noch eine offene Rechnung war. Nachdem er sich von seinen neuen Kollegen hatte feiern lassen, gab es auch noch ein paar Gesten Richtung SCP-Bank. Im Sommer hätte er seinen Vertrag gern um ein Jahr verlängert, die Verantwortlichen entschieden sich aber für den klaren Umbruch.

Beim Regionalligisten war Siegert bisher nur Joker. Am Samstag kam er wieder spät. Und dann auch noch auf ungewohnter Position. Zur Einwechslung stand der Routinier bereit, als Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh eine Verletzung signalisierte. „Ich habe Trainer Ismail Atalan gesagt: Da kann ich auch spielen. Also brachte er mich da.“ Und Siegert startete aus der Abwehr sein Solo.

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