Fußball: 3. Liga
Preußen sehen sich gegen Kiel 90 Minuten Speeddating ausgesetzt

Münster -

Das war mal etwas anderes: Permanente Manndeckung machte den Offensivkünstlern auf den Preußen-Flügeln gegen Holstein Kiel zu schaffen. Doch am Ende brachte auch diese Taktik den Gästen bei ihrer 0:2-Niederlage nichts.

Sonntag, 01.11.2015, 13:38 Uhr aktualisiert: 01.11.2015, 19:01 Uhr

„Das war ein komisches Spiel“, sagte Philipp Hoffmann nach dem Sieg. Der Mittelfeldmann der Preußen schaute sich noch einmal besorgt um, konnte Kiels Patrick Kohlmann aber nicht entdecken. Das war neu an diesem Nachmittag. „Der war nie weiter als so von mir weg“, berichtete Hoffmann und deutete mit den Armen einen Abstand von grob geschätzt 20 Zentimetern an. Tatsächlich praktizierten die Störche so eine Art Speeddating auf dem Platz. Da fanden sich für 90 Minuten Pärchen, die zum Kennenlernen jede Sekunde nutzten. Ungewöhnlich in Liga drei, gewöhnungsbedürftig vor allem für die Preußen. „Es war ganz schwer, daraus ein Spiel zu entwickeln“, so Hoffmann.

Das machte unter anderem auch Mehmet Kara zu schaffen, der solcherart bedrängt nicht dazu kam, seine Stärken auszuspielen. Der zuletzt oft überragende Filigran-Techniker konnte sich nicht wie gewohnt entfalten, wie auch die Preußen nicht so recht in ihren Rhythmus fanden. „Man kann nicht erwarten, dass er in jedem Spiel die Akzente setzt“, zeigte Loose Verständnis. So entschieden eine Standardsituation und ein Geistesblitz von Reichwein – das darf auch mal reichen.

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