Fußball: 3. Liga
Kein normales Spiel zwischen Preußen und Wiesbaden

Münster -

Zehn Wochen lang war Preußen Münster in der 3. Liga nicht zu schlagen. Dann kam das 0:3 in Magdeburg. Die 14-tägige Pause danach nutzten die Münsteraner, um ihre Tanks wieder aufzufüllen. Am Samstag ist der SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Die Voraussetzungen sind in mehrfacher Hinsicht speziell.

Freitag, 20.11.2015, 15:36 Uhr aktualisiert: 20.11.2015, 16:34 Uhr
Gefordert: Münsters Abwehrchef Marc Heitmeier (links). Der Preußenadler plant derweil den Wiesbadener Gegnern mächtig zuzusetzen – so angsteinflößend, dass sie sich am liebsten verstecken wollen.
Gefordert: Münsters Abwehrchef Marc Heitmeier (links). Der Preußenadler plant derweil den Wiesbadener Gegnern mächtig zuzusetzen – so angsteinflößend, dass sie sich am liebsten verstecken wollen. Foto: Jürgen Peperhowe / Heinz Schwarze Blanke

Es ist keine Partie wie jede andere. Eine Woche nach den Terroranschlägen von Paris sowie der Absage des Länderspiels am vergangenen Dienstag in Hannover wegen einer konkreten Gefahrenlage ist der erste komplette Spieltag im deutschen Profifußball bedeutungsschwer. Das gilt auch für das Aufeinandertreffen zwischen Preußen Münster und dem SV Wehen Wiesbaden am Samstag um 14 Uhr) in der 3. Liga.

Reduzierte Kapazität

Es werden gut und gerne 6000 Zuschauer erwartet. Und auch wenn es rein gar nichts mit der Terrorserie in der französischen Hauptstadt zu tun hat, so steht die Drittliga-Partie in Münster zusätzlich unter besonderer Beobachtung. Schließlich muss der Verein die Blöcke K, M und N (6400 Plätze) in dieser Begegnung sperren, nachdem das Bewährungsurteil des DFB-Kontrollausschusse aus dem April nach den Vorfällen im Heimspiel gegen Rostock in Kraft tritt. Somit passen im Bereich der SCP-Anhänger nur noch 6600 Besucher (5417 Karten waren bis Freitagmittag verkauft) ins Rund. Weitere 1891 Plätze im Gästeblock werden sich 50 Anhänger der Hessen teilen dürfen.

Große Lücken also im altehrwürdigen Preußenstadion werden sich auftun, vermutlich wird auch die Stimmung anders sein. „Es liegt an der Mannschaft, das Publikum mitzunehmen“; glaubt Trainer Ralf Loose. Und: „Wir können es nicht ändern. Nur wir können es schaffen, dass der Funke auf die Tribüne übergeht.“ Noch immer schwärmt der SCP-Coach von der Atmosphäre zuletzt in Magdeburg. Er habe auch schon Geisterspiele erlebt oder grandiose Fußballfeste. Aber diese Partie in Magdeburg bleibt ihm nicht nur wegen der 0:3-Niederlage in Erinnerung.

Auf dem richtigen Pfad

Sportlich sieht der SCP-Coach sein Team nach zwei intensiven Trainingswochen, garniert mit dem 0:0 im Testspiel gegen Zweitligist VfL Bochum, auf dem richtigen Pfad. Stürmer Marcel Reichwein hat sich nach drei Erkältungstagen genauso wie Rechtsverteidiger Björn Kopplin rechtzeitig zurückgemeldet. Dagegen fallen Stephane Tritz und die Langzeitverletzten Simon Scherder und Jesse Weißenfels aus. Fraglich bis zuletzt dürfte der Einsatz des an einem grippalen Infekt erkrankten Amaury Bischoff sein. Loose: „Plan B liegt dafür auf dem Tisch, entweder Danilo Wiebe oder Chris Philipps würden ihn ersetzen.“

►  Preußen: Lomb – Kopplin, Pischorn, Heitmeier, Müller – Laprevotte, Bischoff, Schwarz – Hoffmann, Reichwein, Kara.

Wir berichten am Samstag live von der Partie im Preußenstadion.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3640699?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker