Fußball: 3. Liga
Preußen-Stürmer Grimaldi glänzt und versagt gegen Ex-Club Osnabrück

Münster -

Er hätte der Matchwinner werden können gegen seinen Ex-Club, lieferte ein großes Pensum und überhaupt ein tolles Spiel ab. Doch Adriano Grimaldi verpasste die Krönung und verwertete seine Chancen gegen Osnabrück nicht.

Sonntag, 06.03.2016, 19:53 Uhr
Adriano Grimaldi machte ein starkes Spiel, vergab aber auch die größten Siegchancen.
Adriano Grimaldi machte ein starkes Spiel, vergab aber auch die größten Siegchancen. Foto: Jürgen Peperhowe

Es war nicht der Tag des Antonio Grimaldi, zumindest in Sachen Chancenverwertung – mithin der zentralen Jobbeschreibung eines Mittelstürmers – blieb der Winterneuzugang an diesem Sonntag alles schuldig. In beiden Halbzeiten kam der 24-Jährige je einmal fünf Meter vor Gästekeeper Marvin Schwäbe frei zum Abschluss und brachte den Ball nicht im Kasten unter.

Und das waren nur die beiden auffälligsten einer Vielzahl von Chancen für den Mann, der aus Heidenheim zu den Preußen stieß. Auch als der Ball nach fünf Minuten zum ersten und einzigen Mal doch im VfL-Tor landete, stand Grimaldi im Zentrum des Geschehens. Bei seinem Kopfballduell mit Lars Bleker hatte Schiedsrichter Marco Fritz Unregelmäßigkeiten ausgemacht – das Tor zählte nicht.

Und dennoch stand Grimaldi von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz, weil Trainer Horst Steffen eben auch die andere und an diesem Tage ebenfalls unübersehbare Seite seines Stürmers zu würdigen wusste. Der war immer anspielbar, nahm den Ball sicher an und schirmte ihn ab, leitete ihn bei Bedarf direkt weiter oder hielt ihn mit vielen Ideen zuverlässig im Spiel. Er war der Mann, der permanent Druck auf die ballführenden Gegner ausübte – und eigentlich sein bestes Spiel im Preußen-Dress machte, wenn da nicht diese vermaledeiten Chancen gewesen wären.

„Ich hätte lieber ein Scheißspiel gemacht und dafür einmal getroffen“, sagte Grimaldi zerknirscht. „Die Mannschaft spielt das überragend, und ich mache ihn nicht rein.“ Dass er selbst ein zentraler Teil dieser „überragenden“ Vorstellung war, war im Nachhinein ein schwacher Trost.

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