Fußball: Westfalenliga
Bohnen erlöst Hiltrup gegen Spexard spät

Münster -

Lange musste der TuS Hiltrup warten, ehe Jannik Bohnen den Tabellendritten gegen den SV Spexard doch noch erlöste und das 1:0 machte. Die Münsteraner lieferten kein besonders gutes Spiel, die Leidenschaft stimmte für Trainer Martin Kastner zumindest.

Sonntag, 03.04.2016, 18:49 Uhr aktualisiert: 03.04.2016, 20:08 Uhr
Hiltrups Shootingstar Joschka Brüggemann (r.) hatte einen schweren Stand am Sonntag, hier bleibt er zweiter Sieger gegen Spexards Simon Fentross.
Hiltrups Shootingstar Joschka Brüggemann (r.) hatte einen schweren Stand am Sonntag, hier bleibt er zweiter Sieger gegen Spexards Simon Fentross. Foto: Wilfried Hiegemann

Das Sieg-Dutzend machte der TuS Hiltrup voll mit dem 1:0 (0:0) gegen den SV Spexard . Der Temperaturanstieg lähmte den Elan beider Teams, alles deutete auf eine torlose Trennung hin, ehe der 20-jährige Janik Bohnen sechs Minuten vor Schluss per Abstauber sein neuntes Saisontor erzielte.

Dass Guglielmo Maddente und Robin Wellermann den Münsteranern fehlten und sie aus Verletzungsgründen kaum nachlegen konnten, war spürbar über die vollen 90 Minuten, in denen TuS-Trainer Martin Kastner großzügig über etliche Längen hinweg sah und allen „eine leidenschaftliche Einstellung“ attestierte. So habe die Elf die mangelhafte Trainingsbeteiligung kompensiert, „bis der Arbeitssieg perfekt war“. Und die Aussichten, von Rang drei aus in der Tabelle noch klettern zu können, erhalten wurden.

Die „Spechte“ agierten ohne Kapitän Stefan Forthaus (gesperrt) und Torjäger Cherbel Abdulahad (verletzt) durchweg diszipliniert und nahe dran am Gegenspieler. Der TuS entwickelte nur schwerlich Druck, verpasste manche Szene zur guten Attacke und kam wiederholt nicht in die Räume. Auch Standards verpufften wirkungslos. Michael Fromme wurde einmal gut bedient von Jan Kniesel, bekam aber keinen Druck hinter den Kopfball (24.). Links herum kam Diogo Castro kaum zu Raumgewinn trotz seines Tempovermögens – auch, weil Gegenspieler Leon Farrer alles gab.

TuS-Keeper Romain Böcker wurde nach 30 Minuten erstmals aktiv, aber rein verbal: „Wach werden jetzt!“ Er selbst war hellwach, als ihn Justin Kemper im kurzen Eck prüfte (46.). Hier wie da blieben Abschlüsse Mangelware, hier wie da mangelte es an Esprit. Spexard spielte ein paar Szenen nicht klug durch. Der TuS erhöhte dann doch das Tempo. Der agile Kniesel fiel rechts auf. Einmal flankte Außenverteidiger Dennis Hoeveler von hier aus gut, aber Fromme verpasste zentral (72.).

Bohnen legte dann mit Ballgewinn und Pass rechts raus selbst die Grundlage für sein Tor des Tages: Über Hoeveler und Fromme kam die Kugel in die geballt besetzte Mitte, Keeper Niklas Drücker ließ sie fallen, nach Castros erstem Versuch an den Pfosten war Bohnen erfolgreich. „Das war ein 0:0-Spiel, aber wir haben wieder den einen schweren Fehler gemacht“, grantelte Gäste-Trainer Giovanni Taverna, der Ex-Preuße, mit dieser Szene. Kastner sah „ein verdientes 1:0, denn wir haben nach der Pause mehr Druck entfacht“.

TuS Hiltrup: Böcker – Hoeveler, Plöger, Ziegner, Blesz – Kniesel, Rottstegge, Brüggemann, Castro – Fromme (87. Schölling), Bohnen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3908010?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker