Fußball: Westfalenliga
Innenverteidiger patzen bei Gievenbecks 2:3 gegen YEG Hassel

Münster -

Auch zwei Tore von Mike Liszka, der sonst für die Reserve in der Bezirksliga knipst, halfen dem 1. FC Gievenbeck nicht. Der Vierte der Hinrunde steckt im Tief, auch mangels Saisonzielen, und kassierte zu Hause ein 2:3 gegen YEG Hassel.

Sonntag, 03.04.2016, 19:17 Uhr aktualisiert: 03.04.2016, 20:07 Uhr
Mike Liszka machte eine gute Partie, auch wenn ihm am Ende die Kräfte ausgingen. Hier behauptet sich der Doppeltorschütze gegen Hassels Eugen Fell (r.).
Mike Liszka machte eine gute Partie, auch wenn ihm am Ende die Kräfte ausgingen. Hier behauptet sich der Doppeltorschütze gegen Hassels Eugen Fell (r.). Foto: Peter Leßmann

Alles wäre perfekt gewesen für Mike Liszka , den Super-Torjäger aus dem Bezirksliga-Team des 1. FC Gievenbeck . Diesmal durfte er für die Erstvertretung stürmen und empfahl sich mit zwei lupenreinen Toren. Doch die Hintermannschaft hatte nicht ihren besten Tag erwischt, so geriet der Doppelpack beim 2:3 (1:2) gegen YEG Hassel zur Nebensache.

Die Münsteraner haben eine Ergebniskrise. Das gesteht Coach Benjamin Heeke freimütig. Der Blick auf die Rückrundentabelle (Platz zwölf, erst sieben Punkte) bestätigt ihn. Was er im Winter selbst befürchtet hatte, tritt jetzt ein: Weit entfernt von Auf- und Abstiegskämpfen verliert der FCG den letzten Biss. Der Coach möchte dennoch die Spieler aus der Schusslinie schieben und gibt sich selbstkritisch: „Einiges muss ich auf meine Kappe nehmen. Wir rotieren zu viel.“ Diesmal waren die Ältesten, Kay Göttsch und Sascha Brinker, nicht im Kader. Andere Anführer wie Janis Hohenhövel, Nils Heubrock und Christian Keil saßen zunächst nur auf der Bank.

Mit den drei 25-Jährigen kam Mitte der zweiten Hälfte zumindest etwas Schwung. Doch zuvor hatte sich Gievenbeck gerade im Rückwärtsgang dumm angestellt. Tempodefizite der Abwehr und die fehlende Absicherung davor spielten Hassel in die Karten. Liszkas Führung (nach einem langen Abwurf von Keeper Nico Eschhaus) brachte kaum Sicherheit (4.). Stattdessen immer wieder die schnellen Konter der Gelsenkirchener und üble Patzer der Innenverteidiger. Felix Krasenbrink lud sie mit einem Fehlpass ein, Alan Bezhaev sah sich zum Foul gegen Ridvan Güleryüz im Sechzehner gezwungen, der verwandelte den fälligen Elfmeter selbst (14.). Die Gäste waren gefährlicher, Krasenbrink rettete gegen Güleryüz (32.), Ali-Can Cinoglu traf nach Kadir Mutluers Traumvorlage den Pfosten (35.) – und dann leistete sich Maximilian Franke einen Fauxpas, den Faruk Gülgün nach Güleryüz-Pass beim Gegenstoß zum 2:1 bestrafte (38.). Der FCG stand neben sich. YEG-Torwart Ergün Yalcin, der die Beinparade bevorzugte, geriet nur gegen Liszka (wieder nach einem langen Eschhaus-Anspiel) noch einmal in Bedrängnis (33.).

Beim 3:1, erneut ein Konter, profitierte Gülgün von Frankes Stockfehler (51.). Mesut Özkaya (58./60.) vergab in der Folge noch zwei Großchancen. Nach Liszkas Anschlusstor per Kopf (68./Ecke Daniel von der Ley) ließen Cinoglu, Gülgün und Özkaya zu dritt gegen Eschhaus einen Tausendprozenter liegen (72.). So bot sich Heubrock (77.) und Clemens Donner (90.) sogar noch die Ausgleichschance. „Verdient wäre er nicht gewesen“, so Heeke. „Dabei ist bei uns im Training viel Qualität drin.“ Sonntags ist davon derzeit wenig spürbar.

FCG: Eschhaus - Gerbig (46. Hohenhövel), Krasenbrink, Franke (64. Heubrock), von der Ley - Gerick, Bezhaev, Natrup - Koch (64. Keil), Donner, Liszka

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