Fußball: 3. Liga
Es gibt reichlich Blumen

Münster -

Preußen Münster bestreitet am vorletzten Spieltag der 3. Liga das letzte Heimspiel der Saison gegen Meister und Aufsteiger Dynamo Dresden. Die Partie beginnt bereits um 13.30 Uhr. Mit 9000 Zuschauern wird gerechnet. Eine Viertelstunde vor Anpfiff werden zehn Spieler sowie Co-Trainer Babacar N‘Diaye verabschiedet, fest steht, dass nun auch Verteidiger Marco Pischorn keinen neuen Vertrag erhält.

Freitag, 06.05.2016, 17:57 Uhr aktualisiert: 06.05.2016, 18:44 Uhr
Letzter Jubel ganz in Grün? Die Preußen wollen sich gegen Meister Dynamo Dresden von den eigenen Fans mit einem Sieg verabschieden und dabei die neuen Heim-Trikots präsentieren. Innenverteidiger Lion Schweers (Bild rechts) taugte beim Casting des gestreiften Jerseys besser als jedes Topmodel.
Letzter Jubel ganz in Grün? Die Preußen wollen sich gegen Meister Dynamo Dresden von den eigenen Fans mit einem Sieg verabschieden und dabei die neuen Heim-Trikots präsentieren. Innenverteidiger Lion Schweers (Bild rechts) taugte beim Casting des gestreiften Jerseys besser als jedes Topmodel. Foto: Jürgen Peperhowe

Da wird sich ein Florist freuen, gleich zwölf Blumensträuße sind geordert für Samstag – zu liefern an die Hammer Straße, Tribüneneingang. Der SC Preußen verabschiedet sich von zehn Spielern und Co-Trainer Babacar N‘Diaye, und Strauß Nummer zwölf geht an den Gegner. Schließlich gastiert Dynamo Dresden als Meister der 3. Liga und Aufsteiger in die 2. Bundesliga in Münster. Das alles und noch vieles mehr gibt es dieses Mal bereits ab 13.30 Uhr, weil alle Partien des vorletzten Spieltages zeitgleich und in Farbe angepfiffen werden. Eine Viertelstunde vor Anstoß (13.15 Uhr) wird die westfälische Blumenzeremonie dann stattfinden.

Zehnter Abgang

Neun Spieler mit auslaufenden Kontrakten, die nicht mehr verlängert werden, standen bereits fest. Innenverteidiger Marco Pischorn ist der Zehnte. Der 30-Jährige, im Januar 2014 vom Zweitligisten SV Sandhausen nach Münster gewechselt, erzielte keine Einigung mit dem Verein. Er hätte wohl große Abstriche machen müssen. „Wir hatten lange Gespräche, sind aber am Ende gemeinsam dazu gekommen, dass es mit einer weiteren Zusammenarbeit nicht funktionieren kann“, erklärte Sportvorstand Carsten Gockel. Und, es war als Lob gedacht, fügte er an: „Marco hat sich extrem zurückgekämpft nach einem Jahr in Münster, wo er praktisch nicht stattgefunden hat.“ Pischorn war bereits in der Sommerpause 2015 nahegelegt worden, den Verein zu verlassen. Er blieb, wohl auch, weil sein Vertrag nicht der schlechteste gewesen sein soll, und kehrte in dieser Saison als einer der beständigsten Preußenspieler wieder zurück.

Pischorn, Reichwein, Amachaibou, Heitmeier, Schöneberg, Lomb, Müller, Krohne, Philipps, Laprevotte sowie Co-Trainer N‘Diaye gehen, sie werden verabschiedet. Vielleicht folgt noch der eine oder andere, der noch einen gültigen Vertrag über den 30. Juni 2016 hinaus besitzt. „Nein, es gibt keine Gespräche mit Spielern, keiner hat den Wunsch zu einem Vereinswechsel geäußert“, erklärt Gockel allerdings dazu. Das Transferkarussell kommt richtig auf Touren, wenn die Entscheidungen gefallen sind und die Saison beendet ist.

Wieder gibt es einen Aderlass beim SCP, sechs neue Spieler sind fix. Gockel rechnet fest auch mit Lokman Erdogan aus der U-23-Auswahl der Preußen sowie mit Tobias Warschewski, obwohl die Verträge noch nicht gegengezeichnet sind. Auch die Verpflichtung von Sreto Ristic (40), als Co-Trainer unter Horst Steffen bereits bei den Stuttgarter Kickers im Einsatz, dürfte noch folgen.

Aber im Heimspiel gegen Dresden – bis zu 9000 Zuschauer werden erwartet – und dann beim Tabellenzweiten Erzgebirge Aue geht es noch um Punkte. Adriano Grimaldi und Danilo Wiebe könnten nach Verletzungspausen wieder eine Rolle spielen. Benjamin Schwarz und Rogier Krohne fallen dagegen für beide Partien aus.

►  Münster: Lomb – Kopp­lin, Schweers, Pischorn, Tritz – Laprevotte, Philipps, Bischoff – Özkara, Reichwein, Kara.

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