Fußball: 3. Liga
Babacar N‘Diaye und die Herzenssache Preußen

Münster -

Ein letztes Mal steht Babacar N‘Diaye am Samstag an der Seitenlinie und wirkt für Preußen Münster als Co-Trainer. In Aue endet die letzte echte Schicht für den Senegalesen – nach sechs Jahren beim SCP, in denen er allerhand erlebte. Was, das schildert im Gespräch.

Freitag, 13.05.2016, 21:00 Uhr aktualisiert: 14.05.2016, 11:53 Uhr
Kopfball-Ungeheuer? Eher nicht, aber hier setzt sich Babacar N‘Diaye gegen Cedric Mimbala durch.
Kopfball-Ungeheuer? Eher nicht, aber hier setzt sich Babacar N‘Diaye gegen Cedric Mimbala durch. Foto: Jürgen Peperhowe

Babacar N‘Diaye, einst Stürmer, dann Co-Trainer, steht am Samstag ein letztes Mal am Seitenrand für Preußen Münster im Gastspiel bei Erzgebirge Aue (Anpfiff, 13.45 Uhr). Der Vertrag des Co-Trainers wurde nicht verlängert .

►  Was war der schönste Moment in Münster?

„Der Aufstieg 2011, ganz klar. Daran hingen viele Dinge, der Druck war riesengroß, die ganze Region erwartete das von uns“, sagt N‘Diaye. Und fügt an: „Es gab wirklich viele tolle Momente. Die Preußen werde ich im Herzen tragen.“

 ► Was war der schlimmste Moment in Münster?

„Das Abschlusstraining an einem Freitag, als ich mich verletzte und das Kompartmentsyndrom festgestellt wurde. Ich war auf dem Sprung in die Startelf gegen Darmstadt“, blickt er zurück. Sein Einsatz für eine Minute am 3. März 2012 beim 0:1 bei VfR Aalen ist somit seine letzte Profipartie gewesen.

Babacar N'Diaye beim SC Preußen Münster

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  • Im Jahr 2012 heuerte Babacar N’Diaye beim SC Preußen Münster an.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Zunächst war der Senegalese unter Trainer Marc Fascher (l.) als Spieler beim SCP aktiv.

    Foto: Wilfried Hiegemann
  • Von 2010 bis 2013 bestritt Babacar N’Diaye 34 Spiele für Preußen Münster.

    Foto: Wilfried Hiegemann
  • Ab dem 2012 gehörte er bereits dem Trainerteam des SCP an und war zunächst Co-Trainer von Pavel Dotchev (l.).

    Foto: Rene Penno
  • Anschließend assistierte der heute 42-Jährige Chefcoach Ralf Loose (r.).

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der letzte Trainer, mit dem Babacar N’Diaye bei Preußen Münster zusammenarbeitete, war Horst Steffen (r.).

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Babacar N'Diaye - hier mit Mittelfeldakteur Benjamin Schwarz (l.) - hatte immer einen engen Draht zur Mannschaft und war sehr beliebt bei den Spielern.

    Foto: Jürgen Peperhowe

►  Wie viele Tore als Profi hat er seit 1998 (Wuppertaler SV) geschossen?

„Das weiß ich nicht. Ich wollte immer nur spielen, Spaß haben – Hauptsache, unser Team ging als Sieger vom Platz.“ Zum SCP kam er im Sommer 2010 vom Regionalligisten TSV Havelse, wo er in 27 Partien 26 Tore schoss. N‘Diaye: „Ich hatte nur einmal in der Woche trainiert.“ In Münster folgten neun Tore in 20 Partien als der SCP Meister der Regionalliga im Jahr 2011 wurde – Torschützenkönig beim SCP. Dann folgten noch drei Treffer in 14 Drittliga-Partien. Glaubt man der Quelle transfermarkt.de, dann kommen in 369 Pflichtspielen 116 Treffer zusammen.

►  Was bliebt von Aufstiegstrainer Marc Fascher in Erinnerung?

„Verrückt, Marc ist positiv verrückt. Ich mag ihn sehr“, sagt „Baba“. Und: „Fascher war ein akribischer Arbeiter, drei Tage vor einem Spiel war er nicht mehr ansprechbar. Da musste man ihm besser aus dem Weg gehen.“ Fascher holte N‘Diaye als Spieler aus Havelse.

►  Was bleibt von Trainer Pavel Dotchev hängen?

„Pavel war derjenige, der mich als Co-Trainer akzeptiert hat. Er hat mir erste Wege geöffnet und viele Tipps gegeben. Das war ein guter Einstieg nach meiner Verletzung“, erzählt der heute 42-Jährige. N‘Diaye erlangt die B-Lizenz und bleibt ab Sommer 2012 als als Co-Trainer beim SCP.

Babacar N‘Diaye besucht Preußen-Fan Tobias Kötter

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  • Preußen auf dem Arm: Tobias Kötter hat ein eindeutiges Tattoo. Babacar N‘Diaye staunt.

    Foto: Privat
  • Billard in der Fan-Garage: Tobias Kötter mit Babacar N‘Diaye.

    Foto: Privat
  • Billard in der Fan-Garage: Tobias Kötter mit Babacar N‘Diaye.

    Foto: Privat
  • Dem Gast Babacar N‘Diaye überreichten Tobias Kötter und seine Familie eine Karikatur.

    Foto: Privat
  • Billard in der Fan-Garage: Tobias Kötter mit Babacar N‘Diaye.

    Foto: Privat
  • Foto: Privat
  • Preußen auf dem Arm: Tobias Kötter hat ein eindeutiges Tattoo. Babacar N‘Diaye staunt.

    Foto: Privat
  • Dem Gast Babacar N‘Diaye überreichten Tobias Kötter und seine Familie eine Karikatur.

    Foto: Privat
  • Billard in der Fan-Garage: Tobias Kötter mit Babacar N‘Diaye.

    Foto: Privat
  • Billard in der Fan-Garage: Tobias Kötter mit Babacar N‘Diaye.

    Foto: Privat
  • Dem Gast Babacar N‘Diaye überreichten Tobias Kötter und seine Familie eine Karikatur.

    Foto: Privat
  • Babacar N‘Diaye und Tobias Kötter.

    Foto: Privat
  • Dem Gast Babacar N‘Diaye überreichten Tobias Kötter und seine Familie eine Karikatur.

    Foto: Privat
  • Dem Gast Babacar N‘Diaye überreichten Tobias Kötter und seine Familie eine Karikatur.

    Foto: Privat
  • Dem Gast Babacar N‘Diaye überreichten Tobias Kötter und seine Familie eine Karikatur.

    Foto: Privat

►  Was bleibt von Trainer Ralf Loose in Erinnerung?

„Er sagte, wenn es passt, können wir zusammen weiterarbeiten“, stand N‘Diaye als Co-Trainer beim Dienstantritt des Coaches im September 2013 auf der Kippe. Später wurde die Zusammenarbeit immer intensiver, N‘Diaye zum gleichberechtigten Partner im Team. Und der gebürtige Senegalese erlangte die A-Lizenz.

►  Was bleibt von Trainer Horst Steffen?

„Was soll ich sagen? Wir arbeiteten zusammen, meine Zeit endet jetzt. Freiwillig gehe ich nicht. Aber unser Verhältnis ist normal.“ Steffen löste Loose im Dezember 2015 ab, er will Sreto Ristic als Assistenten, N‘Diaye akzeptiert die Entscheidung, auch wenn sie ihm nicht gefällt, er trete aber nicht nach. Und: „Es waren sechs schöne Jahre hier, mir ist hier viel mehr Positives widerfahren als anderes.“ Nächster Stop für ihn: Am 19. Mai fliegt er schon nach Thies im Senegal – um seine Mutter zu besuchen.

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