Fußball: Westfalenliga
Fataler Tiefschlaf des TuS Hiltrup gegen Heiden

Münster -

Ein völlig vergeigter Auftakt in die Partie war für den TuS Hiltrup gegen Viktoria Heiden nicht mehr auszubügeln. Die abstiegsgefährdeten Gäste gewannen mit 3:2 am Osttor – und das, nachdem sie nach vier Minuten bereits mit 2:0 geführt hatten.

Montag, 16.05.2016, 18:40 Uhr aktualisiert: 17.05.2016, 14:15 Uhr
Im Verbund versuchen Aljoscha Kottenstede (l.) und Eric Rottstegge den Heidener Mario Brockmann zu stoppen – am Ende vergeblich, der TuS um Joschka Brüggemann (h.) unterlag der Viktoria mit 2:3.
Im Verbund versuchen Aljoscha Kottenstede (l.) und Eric Rottstegge den Heidener Mario Brockmann zu stoppen – am Ende vergeblich, der TuS um Joschka Brüggemann (h.) unterlag der Viktoria mit 2:3. Foto: Jürgen Peperhowe

Grobe Schlafmützigkeiten besorgten dem TuS Hiltrup im Westfalenliga-Heimspiel gegen Viktoria Heiden in den Minuten eins und vier zwei Gegentreffer. Der Nachteil war fortan nicht mehr wettzumachen. Das 2:3 (0:2) gegen den um den Ligaerhalt rangelnden Elften desillusionierte die münsterischen Fußballer.

„Nach so einer Leistung verbietet es sich, irgendwelche Träume zu hegen“, war Trainer Martin Kastner bedient. Er gibt am kommenden Sonntag seinen Heimabschied, wenn der SC Herford kommt. Die dritte Niederlage zu Hause setzt die jüngste Resultatskrise des TuS fort, der zuvor aus guten Auftritten keinen Ertrag holte. Dieses Mal aber leistete er sich eine schwache Partie in einem „insgesamt niveauarmen Spiel“ (Kastner) und setzte seine klaren Vorteile in puncto Athletik und Technik nicht um gegen einen schnörkellos-effektiven Gast aus Heiden.

Viktoria legte nach 30 Sekunden vor, weil Hiltrups Tormann Romain Böcker einen Ball nach vorne abklatschen ließ und der Hereingabe zum Torschützen Ferdinand Möllmann nur hinterher schauen konnte. Es kam noch derber: Nach Eckball für die Gäste köpfelte Guglielmo Maddente den Ball in Richtung Böcker zurück – der Plan misslang, und wieder gab es einen Pass in die Mitte, den Stürmer Philipp Risthaus nutzte (4.). Hiltrups Robin Wellermann hatte dann Pech, dass sein 17-Meter-Schuss nur den Innenpfosten traf. Auch Joschka Brüggemann köpfte nur knapp über das Gehäuse.

Die Momente, schnell zum Anschluss zu kommen, waren da. Maddente drehte viele ruhende Bälle gut vors Tor. Mit der Zeit aber ebbte der TuS-Druck wieder ab. Das Flügelspiel lahmte, die Passgenauigkeit ließ zu wünschen übrig. Und kaum hatte Wellermann per Drehschuss einen Versuch gesetzt, luchste Risthaus seinem Gegenspieler Frederic Böhmer den Ball ab und bediente im Rückraum Möllmann, der aus 17 Metern bildschön traf (58.). Böhmer spielte links in der Kette, da es am Freitag Christoph Blesz, der alle 27 bisherigen Partien bestritt, im Training erwischt hatte – Außenbandriss im Sprunggelenk.

Auch mit einem Offensivmann (Jan Kniesel) mehr und aus einer Dreier-Abwehr heraus entwickelte der TuS nur wenig gescheite Vehemenz. Bis Wellermanns Eckball zum Kopftreffer von Aljoscha Kottenstede führte (62.). Aber erst 22 Minuten später köpfte Heidens Patrick Janert eine Hereingabe von Dennis Hoeveler ins eigene Tor. Das war zu spät für die Chance auf ein Remis, zumal Antreiber Maddente wegen einer Handverletzung ausschied.

TuS: Böcker – Hoeveler, Plöger, Ziegner, Böhmer (62. Kniesel) – Castro (73. Niehues), Brüggemann, Rottstegge, Kottenstede – Maddente (88. Schölling) – Wellermann.

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