Fußball: 3. Liga
Der neue Preußen-Keeper Drewes passt ins Steffen-Schema

Münster -

Was sich lange andeutete, ist jetzt fixiert. Patrick Drewes hütet in der kommenden Saison das Preußen-Tor. Der 23-Jährige würde am liebsten sofort loslegen, ist heiß auf die Aufgabe im Adlerdress. Zuletzt war er auch an den FC Wil ausgeliehen. Das Niveau beim Schweizer Zweitligisten sieht er ähnlich wie in der deutschen 3. Liga.

Dienstag, 14.06.2016, 22:00 Uhr aktualisiert: 15.06.2016, 10:38 Uhr
Sportvorstand Carsten Gockel (r.) begrüßte die neue Nummer eins auf dem Rasen an der Hammer Straße.
Sportvorstand Carsten Gockel (r.) begrüßte die neue Nummer eins auf dem Rasen an der Hammer Straße. Foto: Thomas Rellmann

Den Urlaub hatte sich Patrick Drewes erst einmal verdient. Nach 32 Partien für den schweizerischen Zweitligisten FC Wil bis Ende Mai gönnte sich der neue Keeper des SC Preußen eine Woche in der Sonne – Ausspannen mit der Freundin. Die Auszeit war auch der Grund dafür, dass der 23-Jährige erst jetzt die letzten Unterschriften für den Leihvertrag in Münster vornehmen konnte. Grundsätzlich waren sich alle Seiten seit mehreren Tagen einig, dass der Schlussmann erneut für ein Jahr vom VfL Wolfsburg (Vertrag bis 2018) in die Fremde geschickt wird, um Praxis zu sammeln. Mit genau diesem Modell und Niklas Lomb (Bayer Leverkusen) zwischen den Pfosten hatte der SCP zuletzt beste Erfahrungen gemacht.

Test gegen Valenciared

Am ganz späten Dienstagabend ließ der SCP diese Katze aus dem Sack: Am 20. Juli, ein Mittwoch, gastiert der spanische Erstligist FC Valencia in Münster.

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Die starken Auftritte seines Vorgängers machen auch der neuen Nummer eins Mut. „Ich hoffe, ich kann die Zuschauer genauso zufrieden stellen. Es zeigt mir aber, dass die Voraussetzungen hier gut sind.“ Ausgebildet im Nachwuchs der Wölfe (U 17 bis U 23) gilt der gebürtige Delmenhorster als Torwart moderner Prägung. „Ich glaube, dass ich von allem etwas mitbringen kann“, sagt der 1,94-Meter-Mann gefragt nach seinen Stärken. Zumindest hat Trainer Horst Steffen schon durchblicken lassen, dass er die mitspielende und eröffnende Art seines jüngsten Neuzugangs schätzt. Zuletzt in Wil agierte dieser in etwa auf deutschem Drittliga-Niveau. „Vielleicht ist es körperlich etwas drunter, aber in den Testspielen war es immer ausgeglichen.“ Ob es letztlich bei einem Jahr im Adlerdress bleibt, lässt sich aktuell kaum einstufen. „Im Fußball ist das schwer zu planen. Ich will mich vor allem entwickeln“, sagt Drewes, der über den langjährigen VfL-Stammkeeper Diego Benaglio sagt: „Von ihm habe ich mir viel abgeschaut.“

Zumindest macht der Profi nicht den Eindruck, als sei Münster für ihn nur eine Durchgangsstation. „Die 3. Liga habe ich oft verfolgt, und die Entscheidung für Preußen ist ziemlich schnell nach der Kontaktaufnahme gefallen. Ich bin jetzt gut erholt. Von mir aus kann es sofort losgehen.“ Bis Sonntag muss er noch warten. Dann steht der Trainingsauftakt an. Die Preußen bemühen sich, bis dahin Marco Aulbach als zweiten Torhüter für ein weiteres Jahr zu binden. Der ginge dann in eine dritte Saison an der Hammer Straße, müsste sich aber hinter Drewes einsortieren. Auch die bisherige Nummer drei macht gerade noch Urlaub. Aber in Geduld haben sie sich am Berg Fidel ja schon reichlich geübt.

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