Fußball: Borussia Dortmund II - SCP
Preußen Münster spielt robust und doch ideenreich

Münster -

Drittligist SC Preußen Münster steigert sein Niveau. Die neu formierte Fußballerauswahl siegte im Test bei der Zweiten von Borussia Dortmund mit 2:1 und bestand eine Prüfung.

Dienstag, 12.07.2016, 17:57 Uhr aktualisiert: 13.07.2016, 13:55 Uhr
Strittiger Strafstoß: BVB-Keeper Hendrik Bonmann (o.l.) zieht noch zurück gegen Tobias Rühle, der geschickt den Kontakt sucht.
Strittiger Strafstoß: BVB-Keeper Hendrik Bonmann (o.l.) zieht noch zurück gegen Tobias Rühle, der geschickt den Kontakt sucht. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Tatsache, dass der SC Preußen im siebten Testspiel des Sommers erneut ungeschlagen blieb, ist weniger bemerkenswert. Auch dass Münster einen Rückstand umbiegt, mag schon mal passieren. Doch gegen ein Team, das mindestens höchstes Regionalliga-Level verkörpern kann, war vor allem die Mischung aus spielerischer Klasse und abgebrühter Robustheit durchaus ansprechend.

„Es gab unheimlich viele harte Zweikämpfe, alle haben gefightet. Das ging schon Richtung 3. Liga“, befand Trainer Horst Steffen nach dem 2:1 (0:1)-Sieg bei Borussia Dortmund II . Auch wenn die Formation der ersten Hälfte einer Wunschelf näher kam, schaffte die des zweiten Durchgangs die Wende.

Testspiel: Borussia Dortmund 2 - SC Preußen Münster

1/22
  • Stoll gegen Patrick Mainka

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rühle gegen Max Güll

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schweers gegen Wassey Massih

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Eickhoff gegen Michael Eberwein

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rizzi gegen Michael Eberwein

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Al Hazaimeh und Mai stoppen Hamadi Ghaddioui

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mai und Al Hazaimeh gegen Patrick Mainka

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Michael Eberwein gegen Grimaldi

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rühle gegen Christoph Zimmermann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rühle gegen David Sauerland und Christoph Zimmermann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mai gegen Hamadi Ghaddioui

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jordanov gegen Max Güll

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Bischoff gegen Burak Camoglu

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Al Hazaimeh gegen Hamadi Ghaddioui

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tekerci gegen Burak Camoglu

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Al Hazaimeh und Mai

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torschütze Stoll

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tritz gegen David Sauerland

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benjamin Schwarz mit Freundin Claudia

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nach dem Foul durch Torwart Henrik Bonmann an Rühle gibt es Elfmeter.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tritz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Grimaldi gegen Max Güll und Christoph Zimmermann

    Foto: Jürgen Peperhowe

Die erste Chance hatte der Dortmunder Patrick Mainka per Kopf (17.). Denis Mangafic , der als Außenverteidiger auffällig agierte, klärte gegen Moritz Fritz auf der Linie (25.), im Gegenzug scheiterte Sinan Tekerci an BVB-Keeper Hendrik Bonmann (26.). Die Hausherren agierten im Brackeler Trainingszentrum phasenweise wie aus einem Guss. Die Führung durch den Ex-Preußen Massih Wassey, seit diesem Sommer im Borussen-Dress, war verdient. Der Mittelfeldchef traf aus neun Metern (33.). Direkt im Anschluss holte Tobias Rühle für den SCP gegen Bonmann einen Elfmeter heraus. Doch Michele Rizzi, der nach seiner Ampelkarte in Oberhausen doch spielberechtigt war, jagte den Strafstoß links am Kasten vorbei (35.).

Nach vier Wechseln in der Pause erwischte Münster einen Top-Start. Mangafic bediente Lennart Stoll, der trocken ins lange Eck abschloss (50.). Glück hatte der Gast, als Hamadi Al Ghaddioui Sebastian Mai entwischte. Und zwar gleich doppelt. Das Klammern des Innenverteidigers hätte Rot geben können, doch der Stürmer blieb auf den Beinen und ließ sich dann den Ball von Keeper Patrick Drewes vom Fuß klauen (66.). Da waren die Preußen mit ihrer besten Chance schon effektiver: Lion Schweers spielt den lange Ball, Edisson Jordanov ist frei durch und überlupft Bonmann sehenswert – 2:1 (75.).

RE-Live

Den Liveticker vom Spiel zum Nachlesen.

...

„Die Jungs mussten alles raushauen, das war gut. Sie mussten als Einheit auftreten“, sagte Steffen. „Das Spiel umgedreht zu haben, ist sicher auch nicht schlecht.“ Erneut ließ er Rizzi und Amaury Bischoff gemeinsam spielen, es zeichnet sich ab, dass diese beiden ganz ähnlichen Spielertypen in seiner Vorstellung dem Kreativzentrum gemeinsam Impulse verleihen können. Im System mit einer zentralen Spitze sind zudem Adriano Grimaldi in der Mitte und der extrem wuselige Rühle auf einer der Seiten denkbar. Ohnehin ergeben sich in der Offensive viele Optionen. Das zeigte nicht erst die Partie bei den Borussen, die aber ein vielleicht noch besserer Gradmesser als RW Oberhausen waren.

► SCP: Drewes – Mangafic, Mai, Al-Hazaimeh (46. Schweers), Tritz (46. Eickhoff) – Kara (46. Jordanov), Rizzi, Bischoff (46. Braun) – Rühle (66. Weißenfels), Grimaldi, Tekerci (46. Stoll)

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4156568?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker