Fußball: 3. Liga
Trainer-Propheten sehen Preußen im erweiterten Favoritenkreis

Münster -

Bei Welt- und Europameisterschaften müssen Kraken, Esel und Bulldoggen herhalten, um den Turnierverlauf vorherzusagen. In Liga drei wird das Fachpersonal gefragt: die Trainer. Das Ergebnis ist dennoch mit Vorsicht zu genießen ...

Mittwoch, 27.07.2016, 04:39 Uhr aktualisiert: 27.07.2016, 17:09 Uhr
Auf Nummer sicher gehen hier Lennart Stoll (l.), Mehmet Kara und Sebastian Mai – Sicherheit in Sachen Saisonverlauf gibt es allerdings nicht.
Auf Nummer sicher gehen hier Lennart Stoll (l.), Mehmet Kara und Sebastian Mai – Sicherheit in Sachen Saisonverlauf gibt es allerdings nicht. Foto: Jürgen Peperhowe

Es geht für die 20 Drittligisten in die finale Phase der Saisonvorbereitung – und noch ehe die Trainer ihre Startaufstellung beisammen haben, macht die unvermeidliche Frage nach den Aufstiegskandidaten die Runde. Im Vorjahr haben die Trainer bei dieser Umfrage Weitblick bewiesen und Top-Favorit Dynamo Dresden mit 17 Nennungen sauber ins Ziel und damit in Liga zwei gebracht. Allerdings hat es andere hoch gehandelte Clubs am Ende schwer gebeutelt. Der SV Wehen Wiesbaden beispielsweise zitterte bis zuletzt um den Klassenerhalt und be­endete die Spielzeit, in die er laut Umfrage als Spitzen­kandidat gestartet war, als Tabellen-16. – noch schlimmer erging es den Stuttgarter ­Kickers, die wie prognos­tiziert die Klasse wechselten – allerdings nicht nach oben, sondern abwärts in die Regionalliga. Die Preußen waren einer unter vielen Kandidaten, das Ende ist bekannt: Platz neun.

Auch vor der an diesem Freitag beginnenden Spielzeit haben sich die Übungsleiter der wohl unvorhersehbarsten weil leistungsmäßig am dichtesten besiedelten Profiliga zu einer groben Schätzung verleiten lassen – alle Angaben wie immer ohne Gewähr. Bei der Trainer-Umfrage der Media-Sportservice West (MSPW) gehen der Chemnitzer FC mit 14 Nennungen und Absteiger MSV Duisburg (elf) als Favoriten ins Rennen, dicht gefolgt von Holstein Kiel (zehn), dem SC Paderborn und dem VfL Osnabrück (je neun). Immerhin sieben Nennungen sammelte der SC Preußen . Das Auftakt­derby der A1-Connection könnte damit schon als Spitzenspiel durchgehen.

In dieser Spielzeit haben beide Trainer, sowohl Horst Steffen beim SCP als auch Joe Enochs beim VfL, erstmals eine komplette Saisonvorbereitung bei ihren Clubs vornehmen können – beide Teams waren in dieser Phase gut in Schuss und hatten ihre Neuzugänge gut eingebaut, im Falle der Adler­träger werden sogar mehr Neu-Preußen im Kader stehen, als bewährte Haudegen.

Cocnito ist raus

Mitte Juni gab der SC Preußen seine Vermarktung in neue Hände. Die Sportrechte-Agentur Lagardère zieht jetzt die Fäden im Hintergund – und künftig, anders als zunächst angedacht, ohne den bisherigen Vermarkter Cocnito. Die von Dirk Kugel geleitete Agentur ist raus, das immerhin bestätigt das Preußen-Präsidium – weitere Stellungnahmen gibt es von beiden Seiten nicht.

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Steffen nimmt die Herausforderung selbstbewusst an: „Wir wollen zu den Mannschaften gehören, die oben mitmischen. Wichtig ist, dass die Zugänge schnell integriert werden. Mit unserem Fußball wollen wir die Fans begeistern“, wird der Coach zitiert, der seinerseits Duisburg, Kiel, Chemnitz, den 1. FC Magdeburg und den FSV Frankfurt aufs Schild hebt. Osnabrücks Coach Enochs will zunächst „Abstand zu den Abstiegs plätzen aufbauen“. Das klingt bescheidener, bedarf aber auch eines Auftaktsieges. Für Spannung am ersten Spieltag ist also gesorgt.

Weiter Bargeldzahlung

Im Preußenstadion wird auch in der neuen Saison weiterhin mit Bargeld und nicht mit einer Chipkarte bezahlt. Das gaben Verein und Caterer Axel Bröker bekannt.

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